So wie wir heute den Ginkgo-Baum kennen, so ist er schon seit Millionen von Jahren. Er hat sich seit damals nicht verändert, wie Versteinerungen gezeigt haben. Er wird bis zu 40 Meter groß und hat fächerförmige Blätter.
Die weiblichen Ginkgo-Bäume bilden im Sommer Früchte, die den Samen enthalten. Und genau diese Früchte bereiten manchmal Ärger: Nach einiger Zeit beginnen sie ranzig (für manche Menschen eklig) zu riechen, es kommt immer wieder zu Streitereien unter Nachbarn wegen dieses üblen Geruchs. Man baut in seinem Garten deshalb vielleicht besser männliche Ginkgo-Bäume an...
Chinesiche Mönche kultivierten ihm über viele Jahrhunderte hinweg in ihren Klöstern, und natürlich wußten sie auch von seiner Heilkraft. Der Ginkgo verbessert untern anderem die Durchblutung, hilft bei Vergesslichkeit und vielem mehr.
In jüngerer Zeit setzt man Ginkgo in der Medizin immer häufiger bei Demenz und anderen Alterserscheinungen ein.
Geschichtliches und Sagen um den Ginkgo
Der Ginkgo ist durch die Blattform und seiner Zweihäusigkeit zu einem Sinnbild des Yin und Yang in der chinesischen Philosophie geworden.
Als in Hiroshima nach der Atombombenexplosion alles zerstört war, brachte ein einzelner Baum, ein Ginkgo, der total verkohlt war, im Folgejahr wieder Blätter und Blüten hervor.
Ginkgo
Der älteste Ginkgo-Baum Europas steht heute im Frankfurter Stadtteil Rödelheim und wurde etwa im Jahr 1750 angepflanzt.
Dieses Baums Blatt, der von Osten
Meinem Garten anvertraut,
Giebt geheimen Sinn zu kosten,
Wie's den Wissenden erbaut.
Ist es ein lebendig Wesen,
Das sich in sich selbst getrennt,
Sind es zwey, die sich erlesen,
Daß man sie als eines kennt.
Solche Frage zu erwiedern
Fand ich wohl den rechten Sinn,
Fühlst du nicht an meinen Liedern,
Daß ich Eins und doppelt bin.