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Farn


Der Farn (Aspidium filix-mas), der volkstümlich auch Wurmfarn genannt wird, durfte früher in keiner Hexenküche fehlen. Da die Fortpflanzung der Pflanze früher ein großes Rätsel darstellte, man fand weder Samen noch Keimlinge, konnte dies nicht mit rechten Dingen zugehen.

Der Farn gehört zu den ältesten Pflanzen der Erde. In der Urzeit erreichte er die Höhe heutiger Bäume. Damals überwucherte er die Erde mit dichten Wäldern. Heute wächst der Farn oft in Wäldern und an schattigen Plätzen. Allerdings wird er heute kaum größer als ein Meter.


Das bekannteste Einsatzgebiet in der Medizin liegt in der Vertreibung von Würmern. Dazu muss der Farn innerlich verwendet werden. Da der Farn jedoch leicht giftig ist, sollte man bei der Selbstbehandlung extrem vorsichtig sein und am besten auf Mittel aus der Apotheke ausweichen.


In der äußeren Anwendung kann der Farn jedoch eingesetzt werden, da die giftige Wirkung nicht zum Tragen kommt. Er wird deswegen als Tinktur bei Rheuma, Gicht, Krämpfen und bei anderen Schmerzen verwendet.


Geschichtliches zum Farn

Hildegard von Bingen
"Der Farn ist warm und trocken und hat auch ein mittleres Maß an Saft.

Der Teufel flieht die Pflanze, und sie hat gewisse Kräfte, die an die der Sonne gemahnen, weil sie wie die Sonne das Dunkle erhellt. Sie vertreibt so Trugbilder, fantasias, und deswegen lieben sie die bösen Geister nicht. An dem Platze, an dem sie wächst, übt der Teufel sein Gaukelspiel selten aus, und das Haus, an dem der Teufel ist, meidet und verabscheut sie. Blitz, Donner und Hagel fallen dort selten ein, und auf dem Acker, auf dem sie wächst, hagelt es selten. Wer den Farn bei sich trägt, ist sicher vor den Nachstellungen des Teufels und vor bösen Anschlägen auf Leib und Leben."



Wirkung und Anwendung von Farn

  1. Gicht
  2. Krampfadern
  3. krampfhafte Kopfschmerzen
  4. Nervenschmerzen
  5. Rheuma
  6. Wadenkrämpfe
  7. Würmer

Übersicht



Volksnamen

Wurmfarn, Bandwurmwurzel, Farnkraut, Flöhkraut, Glückshand, Hexenkraut, Hexenleiter, Hurenkraut, Irrwurz, Johanniswurz, Mausleitern, Schawel, Steckfarn, Teufelswisch, Waldfarn, Wanzenkraut, Wanzenwurz



Verwendete Pflanzenteile

Verwendet werden die Wurzeln für eine Tinktur, die Blätter für Kissen



Inhaltsstoffe

Filmaron, Filicin, Phloroglucin, ätherische Öle



Sammelzeit

Die Blätter werden im Hochsommer gesammelt, die Wurzeln im Spätsommer.











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Letzte Änderung am Mittwoch, 25.2.2015, 15:36:04 Uhr




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