Jeder kennt den Efeu, der an Hauswänden hochwächst
und so ganze Fassaden verziert.
In der Naturheilkunde war der Efeu bereits im Mittelalter
eine sehr wichtige und auch beliebte Pflanze, spielt heute
jedoch wegen seiner Giftigkeit nur noch eine geringe Rolle
in der Naturmedizin. Wegen seiner Inhaltsstoffe, vor allem
dem hohen Anteil an Saponinen, wird er aber immer noch bei
Husten, Bronchitis
und Keuchhusten verwendet. Zusätzlich hemmt der Efeu
das Wachstum von Organismen, die Krankheiten erregen
können.
Bei zu hoher Dosierung ist der Efeu giftig, deswegen sollte
er innerlich nicht angewandt werden. Als Umschlag oder Packung
kann er seine Heilwirkung jedoch voll entfalten.
Geschichtliches und Sagen um den Efeu
Der Efeu warim im alten Griechenland dem Gott Baccus geweiht. Laut Sage wurde er durch eine der schnell wachsenden Efeuranken vor den Blicken der sehr rachsüchtigen Gattin des
Zeus gerettet.
Der Efeu wurde in der Pflanzenheilkunde schon von Hippokrates und Dioskurides
empfohlen.
Efeu wurde schon im Mittelalter gegen Hühneraugen eingesetzt. Laut Überlieferung soll Efeu, wenn man ein Blatt davon innerhalb von von 24 Stunden zwei mal auf das Hühnerauge auflegt, das Hühnerauge vertreiben.
Wenn der Efeu erst einmal irgendwo Halt gefunden hat, so löst
er sich nicht wieder so leicht von seinem Partner ab - Dieses machte
ihn zu einem Symbol für die Treue und die Unsterblichkeit.
Mädchen trugen zum 1. Mai einen Efeukranz, auf daß
er den Geliebten herbeigelockt werden sollte.
Eine schöne Geschichte aus Tristan und Isolde besagt,
daß nach dem Tod der Beiden sie auf verschiedenen Seiten
einer Kirche begraben wurden. Aus ihren Gräbern wuchs
Efeu, der sich auf dem Dach der Kirche vereinigte. So waren
sie auch im Tode miteinander verbunden.