Die Birke gilt schon seit Urzeiten als "heiliger"
Baum, der bei den Fruchtbarkeitsfest im Frühling die
jungfräuliche Göttin symbolisiert.
Die Zuordnung der Birke zur Jungfräulichkeit liegt vermutlich
an der weißen Rinde, die sehr zart und seidig ist.
Die Birke gilt als der Baum des Nordens, weil er bis in den
Norden Skandinaviens wächst. Ein Gebiet, das für
viele andere Bäume schon zu kalt ist. Aber auch in unseren
milderen Breiten ist sie heimisch.
Durch ihre weiße Rinde ist sie von allen anderen Bäumen
leicht zu unterscheiden, sogar Kinder können sie leicht
erkennen.
In der Heilkunde werden die Blätter der Birke vor allem
im Nieren-Blasen-Bereich und für Haut und Haare eingesetzt.
Aber auch bei rheumatischen Beschwerden und als Blutreinigungsmittel
soll die Birke helfen.
Sammelzeit
Die Blattknospen im März
Der Saft im März - Mai
Die Blätter im Mai - Juni
Wo findet man Birke: Waldränder, Moore, Wegränder
Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um die Birke
Birkenblätter-Tee
2 EL zerkleinerte Birkenblätter mit 250 ml kochendem Wasser übergießen,
10 Minuten ziehen lassen. Danach absieben.
Trinken Sie davon eine Tasse pro Tag. Dieser Tee ist harntreibend und hilft
bei Nierenleiden, Wassersucht, Gicht und reinigt das Blut, hilft zudem bei bakteriellen
und entzündlichen Harnwegserkrankungen, Nierengrieß und rheumatischen
Beschwerden.
Badezusatz aus Birkenblättern bei Gliederschmerzen und bei Hautproblemen
Aufguss von 250 bis 500 g in 2 Liter Wasser auf ein Vollbad
Badezusatz aus Birkenrinde bei Gliederschmerzen
Abkochung von 250 g in 1 Liter Wasser auf ein Vollbad
Hexenschuß
Teemischung aus je 2 Teile Birkenblätter und Holunder, je 3 Teile Weidenrinde
und Johannisblätter. Einen Teelöffel pro 250 ml kochendem Wasser.
Fünf Minuten ziehen lassen, danach absieben.
Dreimal täglich 1 Tasse trinken.
Gegen Ischias
Teemischung aus gleichen Teilen Birkenblätter, Ehrenpreis, Wacholder und
Stiefmütterchen.
3 x täglich 1 Tasse trinken.
Schuppenflechte und Ekzeme
Birkenholz-Teer lindert äußerlich aufgetragen die Beschwerden, die
Ekzeme und Schuppenflechte hervorrufen.
Bevor Sie sich selbst mit Heilkräutern behandeln
fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker!