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Baldrian

Baldrian (Valeriana officinalis) ist beruhigend, hilft uns gegen Prüfungsangst und ermöglicht das Einschlafen in stressigen Zeiten.


Baldrian

Der Name Baldrian (Valeriana officinalis) wurde wahrscheinlich vom lateinischen Wort Valeriana abgeleitet, was so viel wie gesund sein bedeutet. Er wird auch Katzenkraut genannt, da er die Fähigkeit hat, Katzen anzulocken.


Der Baldrian ist eine mehrjährige Pflanze, die von Juni bis August erblüht. Aus den im Frühjahr wachsenden gefiederten Blättern wachsen Ende April Stiele hervor, die bis zum Ende des Sommers 2 m hoch werden können.


Aussehen

Der Baldrian ist eine Staude, deren Stängel aufrecht stehen. Die Stängel sind hohl und eingefurcht.


Die Blätter stehen gegenständig, sie sind unpaarig gefiedert, die Fiedern sind glattrandig oder auch gesägt.


Die Heilpflanze trägt weiße oder rosa Blüten, die Kronen sind bis zu 4 mm breit, die Blüten sind zahlreich in rispigen Scheindolden.


Früchte, die aus den Blüten erwachsen, werden bis zu 4 mm lang.



Bei diesen angenehmen Düften und dem leichten Erscheinungsbild wundert es den Menschen nicht, dass der Baldrian beruhigend auf den Körper und den Geist wirkt.


Man verwendet nur die Baldrianwurzeln zu Heilzwecken.


Altes Heilmittel

Der Baldrian ist ein uraltes Heilmittel. Schon im alten Griechenland verwendete man ihn bei Frauenleiden.


Hildegard von Bingen verwendete ihn bei "Seitenstechen" (gemeint war wohl nicht das heute bekannte Seitenstechen, sondern eher eine Leber- oder Nierenerkrankung oder aber auch eine Bauchfellentzündung bzw. eine Rippenfellentzündung) und schmerzender Gicht. Es gab aber auch andere Anwendungsgebiete, z.B. Husten, Sehschwäche, Stichverletzungen.


Die den meisten bekannte Wirkung, die beruhigende Wirkung, entdeckte man jedoch erst im 19. Jahrhundert.

Seither verwendet man es auch als eines der besten Schlaf- und Beruhigungsmittel.


Baldrianwasser wurde übrigens noch bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts als ein Augentonikum verwendet. Daher auch der Name Augenkraut.


Übrigens wird auch heute noch empfohlen, dass wenn man von einer Sucht loskommen möchte (zum Beispiel der Alkoholsucht, dem Rauchen oder einer Medikamentensucht), sollte man Baldrian verwenden, wenn die nervliche Anspannung zu groß wird.


Verwechslungsgefahr

Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit dem kleinen Baldrian. Dieser wird aber nur bis zu 30 cm groß.


Wirkung und Anwendung des Baldrians

  1. Beruhigung vom Nervensystem und Körper
  2. beruhigend
  3. löst Krämpfe
  4. fördert die Verdauung
  5. stillt Schmerzen
  6. senkt den Blutdruck
  7. blutdrucksenkend
  8. verdauungsfördernd




Übersicht zum Baldrian


Blütezeit

Die Blütezeit reicht von Juni bis August



Geruch

Die Blüten duften angenehm, die Wurzeln haben einen sehr starken, typischen, wie Schweiß duftenden Geruch.



Inhaltsstoffe

Ätherische Öle, Polysaccharide, Alkaloide, Isovaleriansäure, Gerbstoffe



Anwendungsmöglichkeiten

Als Tee oder als ätherisches Öl



Wo wächst Baldrian

Sonnig bis halbschattig, feucht, humos, nährstoffreich, tiefgründig.

Man findet die Baldrianpflanze im Wald, an Ufern, auf feuchten Wiesen, in Gebüschen.



Volksnamen

Katzenkraut, Augenwurtzel, Augenwurz, Elfenkraut, Hexenkraut, Katzenwurtzel, Mondwurz, Theriackkraut, Theriakwurzel, Tollerjan, Augenwurz, Katzenkraut, Bertram, Dreifuss, Hexenkraut, Katzenkraut, Katzenwurz, Marienwurzel, Mondwurz, Viehkraut, Wendwurzel, Balderbracken, Balderjan, Bullerjan



Sammelgut und Sammelzeit

Man sammelt den Wurzelstock mitsamt den kleinen Würzelchen bei 2- oder 3-jährigen Pflanzen, dies von August bis in den Oktober hinein.


Man sammelt die Wurzeln des Baldrians im Spätsommer bis in den Herbst, reinigt sie gut, schneidet sie in kurze Stücke, und trocknet sie an einem warmen Platz, es kann auch im Backofen bei leichter Hitze sein. Wundern Sie sich übrigens nicht, wenn sich plötzlich Katzen um die zu trocknenden Wurzeln herum tummeln... Die finden den Geruch nämlich richtig "dufte". Der typische, und dann auch richtig intensive, Baldrianduft entsteht übrigens erst, wenn man die Wurzeln trocknet...


Falls man die Blüten sammeln möchte, sollte dies logischerweise zur Blütezeit im Sommer bzw. Ende des Sommers sein. Auch sie werden sanft gereinigt und dann schattig getrocknet.



Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um den Baldrian






Baldrian kann als Tee, Tropfen, Dragees und Kapseln angewendet werden.



Bei Wechseljahresbeschwerden

Teemischung aus 1 Tasse Baldrian, je 2 Teile Kamillenblüten und Pfefferminze.

Einen Teelöffel pro 250 ml. Dreimal täglich 1 Tasse trinken.



Baldriantee für einen besseren Schlaf

Ein Gramm Baldrian mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und 5 Minuten ziehen lassen. Danach absieben.

Davon trinkt man ca. 1 Stunde vor dem Schlaf eine Tasse.



Baldrianbad zur Beruhigung und Entspannung

Ca. 75 g Baldrianwurzel mit 2 Liter Wasser kurz aufkochen. Danach 20 Minuten ziehen lassen und dem Badewasser zugeben.

Man kann dazu auch Baldriantinktur benutzen, allerdings ist die Wirkung dann nicht so stark.



Herzneurose

Teemischung aus 2 Teilen Fenchel, 3 Teilen Pfefferminzblätter und 4 Teilen Baldrian.

1 Teelöffel davon mit 1/4 Liter kaltem Wasser ansetzen (mindestens 2 Stunden) und danach aufkochen. Langsam trinken.



Bei nervösem Magen mit verbundener Appetitlosigkeit

30 g Kamillenblüten

30 g Thymiankraut

30 g Baldrianwurzel

15 g Pfefferminze


2 Teelöffel der Mischung mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und

10 Minuten ziehen lassen. Danach absieben.

Nach Bedarf 2 bis 3 Tassen pro Tag trinken.




Ein Einschlaftrank

Sie brauchen dazu:

15 g Baldrianwurzel

und 15 g Hopfenzapfen.


Die Heilkräuter vermischen und 3 Teelöffel der Teemischung zusammen mit 1/4 Liter kochendem Wasser abgedeckt ca 10 Minuten stehen lassen. Durch einen Sieb abfiltern und nach Belieben mit Bienenhonig süßen.

Trinken Sie 1 Tasse des Trankes vor dem zu Bett gehen.



Ein Schlaftee

Sie brauchen dazu:

20 g Passionsblumenblätter,

20 g Baldrianwurzel,

20 g Lavendelblüten,

20 g Melissenblätter

und 20 g Hopfenzapfen.


Die Heilkräuter vermischen und 1 Teelöffel der Teemischung zusammen mit ca 200 ml kochendem Wasser abgedeckt 10 Minuten stehen lassen. Durch einen Sieb abfiltern und in kleinen Schlucken trinken. Trinken Sie je 1 Tasse des Tees am Nachmittag und ca eine halbe Stunde vor dem zu Bett gehen.

Ein solcher Tee hat eine entspannende Wirkung, er beruhigt die Nerven.




Bei nervösem Magen mit Blähungen

30 g zerstoßene Fenchelfrüchte

30 g zerstoßene Kümmelfrüchte

30 g Baldrianwurzel

15 g Melissenblätter

15 g Kamillenblüten


2 Teelöffel der Mischung mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Danach absieben.

Nach Bedarf 2 bis 3 Tassen pro Tag trinken.



Ein Entspannungstee

Sie brauchen:

10 g Baldrianwurzel,

5 g Lavendelblüten,

10 g Kamillenblüten

und 10 g Melissenblätter.


Die Heilkräuter miteinander vermischen. 1 Esslöffel der Teemischung mitsamt 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und abgedeckt zehn Minuten stehen lassen. Durch einen Sieb abfiltern und je nach Geschmack mit Honig süßen. 2 bis 4 Tassen jeden Tag trinken, dann stellt sich bald etwas mehr Entspannung ein.




Gegen Stress

Sie brauchen dazu:

10 g Baldrianwurzel

und 10 g Melisseblätter.


Die Heilkräuter vermischen. 3 gehäufte Teelöffel der Teemischung mitsamt 1/4 Liter Wasser übergießen und abgedeckt ca 12 Stunden stehen lassen.

Den Ansatz durch einen Sieb filtern und auf Trinktemperatur erwärmen. Nach Belieben mit etwas Honig süßen.

2 Tassen über den Tag trinken, ebenso eine Tasse unmittelbar bevor dem zu Bett gehen.




Baldrianwein gegen nervöse Unruhe und bei Schlafstörungen

Nehmen Sie dazu einen Liter Weißwein, den Sie mit 30 Gramm fein geschnittener Baldrianwurzel vermengen und gut verschlossen für etwa zwei Wochen bei Zimmertemperatur ziehen lassen.

Danach absieben und pro Tag zwei bis drei Likörgläschen davon trinken.


Man kann übrigens anstatt Baldrian auch Melisse oder Hopfen verwenden.





Vorsicht - Risiken und Nebenwirkungen

Überdosierung kann zu Zittern, zu Müdigkeit und zu Magenbeschwerden führen.


Baldrianwurzelzubereitung sollten in der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach ärztlichem Rat verwendet werden.


Baldrian sollte nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden.


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Thema: Heilkräuter

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Kurzinfo
Baldrian
  • Gehört zur Familie der Baldriangewächse.
  • Herkunftsgebiete: Stammt aus Europa und Asien.
  • Findet sich in Wäldern, auf Wiesen, an Wegesrändern, an Bachufern.
  • Pflanzenbeschreibung: aufrechter Wuchs, wird bis zu 1,5 Meter groß.
  • Stängel haben Furchen, sind innen hohl, mit feinen Härchen.
  • Blätter sind schmal-lanzettlich, gefiedert.
  • Die Blüten sind rosafarben bis weiß, stehen in schirmartigen Ständen.
  • Der Wuchsort befindet sich in direkter oder indirekter Sonne.
  • Mag feuchte Erdböden.
  • Verwendungsmöglichkeiten: Die Wurzeln des Baldrians kann man im 2. Wuchsjahr, nachdem die Blätter abgestorben sind, im Herbst ernten. Blätter und Blüten werden in frischer Form oder im getrockneten Zustand verwendet. Junge Blätter und Blüten eignen sich für Salat, die Blüten außerdem für Getränke.
  • Die Wurzel schmeckt bittersüß, gilt als Würzmittel.
  • Ein Tee aus der Wurzel wirkt entspannend, hilft gegen depressive Stimmungen, hilft außerdem bei nervösen Magen-Darm-Erkrankungen.
  • Bitte nur sparsam einsetzen, nicht länger als 14 Tage einnehmen.





  • Wissenschaftliches zum Baldrian

    Die Kommission E und die ESCOP empfehlen den Baldrian bei Unruhe und Einschlafbeschwerden.


    Tierversuche zeigten eine dämpfende, beruhigende, entspannende und krampflösende Wirkung.








    www.kraeuter-verzeichnis.de

    Letzte Änderung am Mittwoch, 30.3.2016, 16:37:29 Uhr


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