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Der Alant ist eine ausdauernde Staude, die bis zu fast zwei Meter hoch
werden kann. Die Blüten sind sehr intensiv, ja richtig strahlend gelb. Die großen
Laubblätter sind fein gezahnt, derb und an ihrer Unterseite
behaart. Man verwendet ihn in der ganzen Welt als Heil- und
Zierpflanze.
Ursprünglich kommt der Alant aus Asien, er wurde von
dort zu uns gebracht.
Die Blütezeit ist von Juli und August. Die Wurzeln des
Alant sammelt man am besten in der Zeit von September bis
November. Reinigen Sie die Wurzeln gründlich, halbieren
Sie sie und trocknen Sie sie langsam.
Das Hauptanwendungsgebiet des Alant sind die Stoffwechselvorgänge:
Man setzt Alant gegen Appetitlosigkeit
ein, bei einer schwachen Verdauung, bei Magen- und Darmbeschwerden,
Völlegefühl und Leberstauungen.
Aber auch bei Bronchialkatarrh kann Alant helfen. Zudem hilft
Alant gegen Darmparasiten, z.B. Spul- und Madenwürmer.
Äußerliche Anwendung als Bad oder als Gurgelmittel
findet der Alant bei schwer heilenden Wunden an, bei Hautausschlägen
und bei Flechten.
Volksnamen
Altkraut, Brustalant, Darmkraut, Edelwurz, Helenenkraut, Schlangenkraut, Glockenwurz, Hexenschußkraut,
großer Heinrich, Weidenalant, Galantwurzel, Darmwurz, Odinskopf, Schlangenwurz
Anderssprachliche Namen
Englisch: Elecampane
Französisch: Aunée, Hélene, Inule
Sagen um den Alant
Alant steht in der christlichen Symbolik für Erlösung.
Alant wird auch Helenenkraut genannt, weil nach griechische
Mythologie der Alant aus den Tränen der Helena hervorging.
Es wird auch berichtet, daß sich die schöne Helena
mit Alant-Blüten schmückte, bevor sie Paris folgte.
In Europa galt der Alant als Mittel gegen angezauberte Krankheiten,
wie z.B. Hexenschuß oder Alpträume.
In der alten Rus glaubte man, daß diese Pflanze
9 ungewöhnliche Eigenschaften oder die Kräfte aufweist,
den Menschen von 9 schweren Übeln zu befreien.
(KOSCHTSCHEJEW)
Als Beigabe zu allerlei Räucherwerk soll Alant Haustiere
schützen.
Der Alant wurde im Altertum noch als Gewürz verwendet,
erst im Mittelalter entdeckte man ihn als Heilpflanze. Mit
Alantwein versuchte man sogar die Pest zu bekämpfen.
Wirkung und Anwendung
von Alant
- Allgemeine Hautausschläge
- Appetitlosigkeit
- Arthritis
- Auswurffördernd
- Beschwerden der
Gallenblase
- Blutarmut
- Bronchialkatarrh
- Erkrankungen der Atmungsorgane
- Gicht
- Harnverhaltung
- Harnwegsleiden
- Hautleiden
- Harntreibend
- Herpes
- Juckreiz bei Ekzemen
- Keuchhusten
- Leber- und Nierensteinen
- Stickstoffüberschuss im Blut
- Stoffwechselerkrankungen
- Verdauungsbeschwerden
- Stoffwechselfördernd
- Hustenreizstillend
- Antiseptisch
- Choleretisch (Gallensekretion fördernd)
- Harntreibend
- Juckreizmildernd
- Schwachen Verdauung
- Magen- und Darmbeschwerden
- Völlegefühl
- Leberstauungen
- Bronchialkatarrh
- Darmparasiten
- Spulwürmer
- Madenwürmer
- Schwer heilende Wunden
- Hautausschläge
- Flechten
- Verdauungsbeschwerden
Verwendete Pflanzenteile
Der getrocknete und geteilte Wurzelstock
Hauptwirkstoff Helenin
(kann allergen wirken)
Andere Wirkstoffe
Ätherisches Öl (bis 3 %), Inulin (bis 40%), terpenoide
Bitterstoffe, Zucker, Alantol, Alantolsäure
Vorsicht
Nebenwirkungen und starkes Allergierisiko, daher eingeschränkte
therapeutische Anwendung.
Der Alant wirkt stark allergieauslösend, es kann zu schweren Hautausschlägen
(Kontaktdermatitis) kommen!
Bei Überdosierung kann es zu Magen und Darmbeschwerden
und Schleimhautreizungen kommen.
Allgemein besteht bei Korbblütlern eine erhöhte
Allergiegefahr.
In der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache
mit dem Arzt oder Heilpraktiker verwenden.
Anwendung
Da es bei Überdosierung zu Nebenwirkungen kommen kann,
empfehlen wir Ihnen eine Anwendung mit Ihrem Apotheker abzusprechen!
Präparate auf Alantbasis schmecken bitter und sehr eigenartig,
so daß nur wenige sie mögen.
Wer es trotzdem versuchen möchte, hier ein Teerezept:
1 bis 2 Teelöffel auf einen halben Liter Wasser und einen
Tee daraus herstellen.
1 TL kleingeschnittene Wurzel mit einer Tasse kochendem
Wasser übergießen. 15 Min. ziehen lassen, dann
absieben. Bei Husten 2 bis 4 mal täglich 1 Tasse mit
Honig gesüßt trinken.
Wein
20 g Wurzel in 1 Liter Weißwein geben und 10 Tage ziehen
lassen. Täglich 1 Likörglas schluckweise zu den
Mahlzeiten trinken.
Alant in der Küche
Man verwendet den Alant ähnlich wie Ingwer oder Kalmus.
Alantwurzeln passen gut zu Süßspeisen, zu Likören
oder Weinen.
Man kann sie aber auch kandieren und als Knabberei verwenden.
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