Der Ackerschachtelhalm ist eine mehrjährige Pflanze und
hat keine Blüten, er vermehrt sich durch Sporen. Er hat
unterirdische, schwarze Wurzeln, die einen Frühlings-
und einen Sommertrieb ausbilden. Aus diesen Trieben kann man
Tee's herstellen.
Während der Schachtelhalm im Frühjahr eine blassgelbliche
Pflanze ist, die sehr schnell wieder verschwindet, wachsen
im Sommer grüne Triebe, die man früher z.B. zum
Putzen von Metall (Zinn) genutzt hat. Daher kommt übrigens
auch der Name Zinnkraut.
Die grünen Stängel erntet man im Sommer und kann
sie an einem schattigen, gut gelüfteten Platz trocknen.
Auch aus Ihnen kann man Tee herstellen.
Durch die großen Mengen an Kieselsäure, die der
Schachtelhalm enthält, wird der Schachtelhalm bei Nierenkrankheiten
und Problemen mit dem Bindegewebe eingesetzt.
Der Schachtelhalm wirkt auf die Haut durch seinen hohen Anteil
an Kieselsäure elastizitätsverbessernd.
Zinnkraut kannte man schon in der Antike. Man nannte es im
alten Griechenland auch Hippuris = Pferdeschwanz, da die Triebe
einem Pferdeschwanz gleichen.
Dioskorides erwähnte
den Schachtelhalm als Mittel, das den Harn treibt und Blutungen
stillt.
Pfarrer Kneipp
machte die gleichen Erfahrungen mit dem Ackerschachtelhalm.
Bis heute wird diese blutstillende Wirkung verwendet, zudem
kann man Ackerschachtelhalm zur "Blutreinigung"
in Kuren einsetzen.
Vorsicht
Man sollte keine harntreibenden Tee's verwenden, wenn im Körper
Wasserstauungen durch eine Leistungsminderung (Insuffizienz)
des Herzens oder der Nieren hervorgerufen wurden. Dann besser
den Arzt befragen!