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Zitronenmelisse


Die Melisse (Melissa officinalis) ist eine mehrjährige Pflanze und erblüht im Juli und im August, die Blätter werden von Juni bis Juli - bis zu dreimal im Jahr - gesammelt. Man sollte darauf achten, bei trockenem Wetter zu sammeln und die Blätter dann im Schatten zu trocknen.

Für die Volksmedizin war Melissa officinalis in früheren Epochen nahezu unentbehrlich. Die Äbtissin Hildegard von Bingen schrieb ihr im 12. Jahrhundert gar die Heilkraft von 15 Kräutern zu und empfahl sie bei Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, rheumatischen Erkrankungen und Magenbeschwerden.


Die nektarreiche Pflanze bauten die Menschen früher bevorzugt in der Nähe von Bienenkörben an. Die Melisse ist eine der bevorzugten Futterpflanzen für Insekten, ihr Duft lockt sie an. Daher auch der Name: Aus dem Griechischen abgeleitet, lässt sich "melissa" mit "Biene" übersetzen.


Der zitronenartige Geruch, den die frischen Blätter verströmen, brachte der Pflanze auch die Bezeichnung "Zitronenmelisse" ein. Das typische Aroma verflüchtigt sich jedoch bei längerer Lagerung.


Ihre rauten- bis eiförmigen Blätter machten die Melisse zu einem beliebten Herzmittel gemäß der "Signaturenlehre", bei der man vom äußeren Erscheinungsbild einer Pflanze auf deren Heilwirkung schloss. Für den Arzt Paracelsus (1493 bis 1541) war sie der Inbegriff aller guten Kräfte der Natur: "Melisse ist von allen Dingen, welche die Erde hervorbringt, das beste Kräutlein für das Herz."


Melissepräparate wendet man heute hauptsächlich bei funktionellen Magen-Darm-Beschwerden, nervösen Einschlafstörungen und Herpes an.


Pharmazeutisch interessant sind sowohl die Blätter als auch das ätherische Öl. Der Ölgehalt der Blätter ist gering, was die aromatischen Extrakte sehr kostbar macht. In Duftölen erhält man daher meistens Mischungen mit ähnlich riechenden Substanzen.


Melissenkraut hat eine beruhigende Wirkung auf nervöse Magenbeschwerden, es lindert Krämpfe und Blähungen. Darüber hinaus regt der aromatische Geschmack die Bildung von Speichel, Gallenflüssigkeit und Magensaft an, was die Verdauung und den Appetit fördert.



Auch zur Behandlung von Bauchschmerzen bei den Kleinsten eignet sich das sanfte Mittel: Teemischungen mit anderen Kräutern wie Fenchel und Kamille helfen bei Säuglingskoliken.


Eine lange Tradition besitzen alkoholhaltige Zubereitungen, die man erstmals in Karmeliterklöstern hergestellt hat.


Solche Pflanzengeiste enthalten zusätzlich noch andere Öle, zum Beispiel aus Kardamom oder Engelwurz. Sie haben sich bei vielerlei Beschwerden wie beispielsweise Wetterfühligkeit oder auch typischen Erkältungssymptomen bewährt.


Gerbstoffe gegen Viren

Die Melisse enthält neben ihrem ätherischen Öl auch Bitterstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide und Mineralsalze. Insbesondere die Gerbstoffe haben den pflanzlichen Extrakten ein neues Einsatzgebiet in der Bekämpfung von Virusinfektionen verschafft: Ende der 70er Jahre hat man die Wirkung wässriger Melissenextrakte gegen Herpes-simplex-Viren nachgewiesen. Heute sind sie ein anerkanntes Mittel gegen Viren. Die Arznei beschleunigt die Abheilung der lästigen Bläschen und beugt neuen Infektionen vor. Die Gerbstoffe verhindern, dass sich die Viren an Körperzellen heften. Dadurch schützen sie die Zellen vor einem Befall.


Sanftes Herpes-Mittel

Bei leichten Herpes-Beschwerden ist die Natursubstanz somit eine sanfte Alternative zu synthetischen Arzneien. Patienten mit Schilddrüsenproblemen sollten aber vorsichtig sein: Inhaltsstoffe aus der Melisse können dämpfend auf die Schilddrüse wirken. Wer an einer solchen Erkrankung leidet, sollte vor der Anwendung mit einem Arzt sprechen.


Für den Hausgebrauch eignet sich das Gewächs als duftende Zierpflanze oder erfrischendes Gewürz in der Küche. Auch in der Schönheitspflege hat die Melisse Karriere gemacht: äußerlich angewendet, reinigt ein Tee daraus die Haut, und in öligen Zubereitungen pflegt sie Körper und Gesicht.



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Wirkung und Anwendung von Melisse

  1. appetitanregend
  2. bakterienhemmend
  3. beruhigend
  4. Blähungen
  5. blähungswidrig
  6. Erkältungen
  7. Fußpilz
  8. Gallenbeschwerden
  9. Herpes-Bläschen
  10. Herpes
  11. Herzbeschwerden
  12. Hüftschmerzen
  13. Kopfschmerzen
  14. krampflösend
  15. Lippenbläschen
  16. Magen-Darm-Beschwerden
  17. Magenleiden
  18. Menstruationsbeschwerden
  19. Migräne
  20. Nervosität
  21. Neuralgien
  22. Ohrenschmerzen
  23. pilzhemmend
  24. Regelstörungen
  25. Rheuma
  26. schlaffördernd
  27. Schlafstörungen
  28. schmerzlindernd
  29. schmerzstillend
  30. Schwangerschaftserbrechen
  31. Stress
  32. Unruhe
  33. Unruhezustände
  34. verdauungsfördernd
  35. Zahnschmerzen




Übersicht


Volksnamen

Bienenkraut, Frauenkraut, Frauenwohl, Herbstkraut, Herzkraut, Herztrost, Honigblume, Immenblatt, Limonikraut, Mutterkraut, Wanzenkraut, Zitronenkraut, Zitronenmelisse



Hauptwirkung der Zitronenmelisse

Zitronenmelisse wirkt belebend, entspannend, appetitanregend und magenberuhigend.



Verwendete Pflanzenteile

Verwendet wird das ganze Kraut



Wirkstoffe

Ätherisches Öl, Bitterstoff, Gerbstoff, Harz, Schleim



Sammelzeit

Die Sammelzeit ist im Juni und im Juli



Rezepte und Anwendungen






Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um die Melisse

1 Teelöffel Melissenblätter auf 1 Tasse Tee. Nicht kochen, sondern nur mit heißem Wasser übergießen. 5 Minuten ziehen lassen.

1 - 2 Tassen pro Tag davon trinken.



Gegen Aufstoßen

Einen Teelöffel Melisse, einen halben Teelöffel zerstoßene Anissamen und eine Tasse kaltes Wasser zum Kochen bringen. Danach zehn Minuten ziehen lassen und dann absieben.

Je eine Tasse nach den Mahlzeiten, wenn man schon beim Essen merkt, dass man davon zu viel Luft in den Magen bekommt.



Bei nervösen Magenbeschwerden

30 g Melissenblätter

50 g zerstoßene Kümmelfrüchte

30 g Fenchelfrüchte

20 g Hopfenzapfen

2 Teelöffel der Mischung mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Danach absieben.

Nach Bedarf 2 bis 3 Tassen pro Tag trinken.



Bei nervösem Magen mit Blähungen

30 g zerstoßene Fenchelfrüchte

30 g zerstoßene Kümmelfrüchte

30 g Baldrianwurzel

15 g Melissenblätter

15 g Kamillenblüten

2 Teelöffel der Mischung mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Danach absieben.

Nach Bedarf 2 bis 3 Tassen pro Tag trinken.



Melissentee bei Erkältung, Kopfschmerz, nervösem Magen und Schwindel

Einen Esslöffel Melissenblätter mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen und etwa fünf Minuten ziehen lassen. Danach absieben. Bis zu zwei Tassen täglich.




Nervenstärkender Tee

Je 1 Teelöffel Minze, Melisse und zerstoßene Anissamen mit 1 Tasse kochendem Wasser überbrühen. 10 Minuten ziehen lassen und durch ein Sieb gießen. Bei Bedarf eine Tasse trinken. Mit Honig süßen.



Ein Badezusatz zur allgemeinen Stärkung und Kräftigung und für eine wohltuende Wirkung auf die Nerven

Aufguss von 150 bis 500 g Melissenblätter in 2 bis 3 Liter Wasser auf ein Vollbad




Gegen Probleme beim Einschlafen

Zitronenmelisse ist nicht nur erfrischend, sie hellt auch die Stimmung auf. Vor dem Zubettgehen hilft das Kraut gegen Ruhelosigkeit und Einschlafstörungen. Geben Sie einfach fünf Blätter frische Zitronenmelisse in ein Teesieb. Übergießen Sie das Ganze mit heißem Wasser und lassen Sie den Tee fünf Minuten ziehen. Anschließend die Blätter aus dem Aufguss entfernen. Zum Einschlafen genießen Sie den Tee am besten heiß. So verflüchtigen sich im Nu schlechte Gedanken und Sie können sich auf schöne Träume freuen.

Noch ein Tipp für den Sommer: Kalt getrunken ist der Tee eine tolle Erfrischung.




Weitere Anwendungsmöglichkeiten

Bei Erkältung verbessert die Melisse die Atmung und hilft, das Fieber besser auszuhalten. Auch bei Asthma kann ein Tee aus Melisse die Atmung verbessern.


Zudem verbessert Melisse die Verdauung, kann den Appetit steigern und wirkt auf Magen und Darm entkrampfend.


Bei Menstruationsbeschwerden entkrampft sie die Unterleibsorgane, Schmerzen während der Periode werden gebessert.


Kompressen mit Melissentee können bei Geschwüren, Blutergüssen, Beulen und Insektenstichen helfen.


Der käuflich zu erwerbende Melissengeist, der wohl jedem bekannt ist, kann bei rheumatischen Beschwerden, Prellungen und Gliederschmerzen helfen, indem man ihn äußerlich aufträgt. Zudem ist der Melissengeist hilfreich bei Zahnschmerzen, Lippenbläschen, Rheumatismus, wirkt hautabschwellend sowie bakterien- und pilzhemmend.


Melisse in der Frauenheilkunde


Wegen ihrer günstigen Wirkung bei körperlichen und seelischen Frauenleiden, auch genannt Mutter- oder Frauenkraut, ist die Melisse schon seit dem Altertum bekannt. Sie wird z. B. bei nervösen Herzbeschwerden, Kopfschmerzen, schmerzhafter Menstruation, Schwangerschaftsbeschwerden, Schwindel und Schwermut verwendet.

1 Esslöffel Melissenblätter auf 1 Tasse Wasser, überbrühen, ca. 10 min. ziehen lassen und täglich 2 Tassen trinken.


Melissengeist teelöffelweise 3- bis 4-mal am Tag einnehmen.






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Letzte Änderung am Mittwoch, 24.8.2016, 08:12:37 Uhr


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