Man
kennt die Weide von den Zweigen, die man sich zu Ostern in
die Wohnung stellt.
In der freien Natur gibt es viele verschiedene Weidenarten.
Diese bevorzugen allesamt feuchte Standorte.
Verwendung in der Naturheilkunde finden aber nicht die Blüten
ätter, sondern die Rinde der Weide.
Acetylsalicylsäure, der Kopfschmerz-Wirkstoff, den Bayer
unter dem Namen Aspirin verkauft, stammt übrigens auch
aus der Weidenrinde.
Geschichtliches und Sagen um die Weide
Die Weide war im Volksglauben der Baum der Hexen und Geister
und hatte den Ruf, Unfruchtbarkeit und Impotenz zu bewirken.
"Zauberstäbe" der Hexer und Hexen waren früher
oft aus Weidenholz.
Die Weide wurde Demeter geweiht, der Göttin der Fruchtbarkeit
der Erde.
Aus dem Wirkstoff der Weidenrinde wird ein Bestandteil des
Aspirins hergestellt.
Zur Linderung der Lust und Unkeuschheit pflanzte man in Klostergärten
die Weide an.
Weidenzweige sollen als Zaubermittel gegen Eifersucht helfen.
Früher trugen viele junge Männer einen kleinen Weidenzweig
am Revers ihres Hutes...
Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um die Weide
Erkältungstee
Zwei Teelöffel Weidenrinde mit einem Liter
kaltem Wasser übergiessen und 3 Stunden stehen lassen. Danach 5 Minuten
aufkochen und absieben. Täglich drei Tassen trinken.
Tonikum gegen unreine Haut
200 ml Alkohol (45%)
1 Eßlöffel Weidenrinde
1 Teelöffel Beinwellwurzel
1 Teelöffel Thymian
1 Teelöffel Rosmarin
Alle Zutaten zusammen zehn Tage ziehen lassen. Danach abfiltern und die unreine
Haut damit zweimal pro Tag bestreichen.
Bevor Sie sich selbst mit Heilkräutern behandeln
fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker!