Die Walderdbeere ist eine mehrjährige Pflanze mit typisch dreizähligen Blättern, die einen scharf gesägten Rand haben. Die Pflanze wird, fünf bis 20 cm hoch. Die Blüten sind weiß, die Früchte, also die Beeren, sind rot. Jeder, der in seiner Kindheit auf dem Lande aufgewachsen ist, wird die Walderdbeere kennen. Die Walderdbeere wächst, wie der Name schon sagt, im Wald, aber auch auf Wiesen.
Die Walderdbeere erblüht im Mai und Juni, selbst sammeln kann man die jungen Blätter von Mai bis August, Früchte kann man im Juli sammeln. Man setzt die getrockneten Blätter als Tee ein, Früchte isst man natürlich frisch.
Die Walderdbeere ist in ganz Europa verbreitet und wurde schon in der Frühzeit von Menschen als Nahrungsmittel verwendet.
Im Mittelalter, zu Beginn der dokumentierten Naturheilkunde, wurde die Pflanze dann großflächig angebaut.
Man verwendet die Walderdbeere zum Beispiel als Tee aus den Blättern und Wurzeln als harntreibendes Mittel.
Weitere Anwendungsgebiete wären u.a. zur Kräftigung bei blutarmen Menschen, bei Nervosität, bei Magen- und Darmkatarrhen oder bei erkrankten Harnwegen.
Äußerlich eingesetzt helfen überbrühte Walderdbeerblätter bei entzündeten Wunden oder auch als Absud zum Gurgeln bei Mundgeruch.
Die Früchte können die Funktion der Galle und der Leber verbessern.
Man kann bei Spaziergängen die Früchte am Wegesrand finden und essen, weil sie so wunderbar schmecken. Bitte beachten: Vorher bitte waschen, da sich Wurmlarven oder ähnliches darauf befinden können.