Der Wacholder erblüht von April bis Mai, die Sammelzeit der reifen Beeren, die sehr aromatisch riechen, ist nach dem ersten Frost, also meist Ende Oktober bis Ende November, das Holz schneidet man im Februar und März. Die Früchte werden getrocknet.
In der Naturheilkunde hat besonders Pfarrer Kneipp Wacholderbeeren bei rheumatische Leiden empfohlen.
Er hat eine starke harntreibende Wirkung, wirkt desinfizierend, hilft bei Verdauungsbeschwerden, er reinigt das Blut, hilft bei Gliederschmerzen oder bei Hautproblemen.
Äußerlich angewendet als Bad wirkt Wacholder antirheumatische und erfrischt.
"Vor dem Holunder zieh den Hut, vor dem Wacholder geh in die Knie."
In Märchen und Sagen las man oft, daß der Wacholder ein rätselhaftes bzw. geheimnisvolles Gewächs sei und vor Hexen, Zaubern und anderen dämonischen Wesen schützte.
Um das Haus gepflanzt sollte er als Schutz vor Hexen und bösen Geistern dienen.
In den Pestzeiten des Mittelalters war er der wichtigste Schutz vor Ansteckung mit dieser Krankheit. Man räucherte mir ihm Häuser, ja ganze Dörfer aus.
Ein Trank aus den Wacholder-Beeren angeblich soll angeblich die Gabe verleihen, in die Zukunft sehen zu können.
Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um den Wacholder
Tee
Einen Teelöffel Beeren mit 250 ml siedendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten absieben.
Tee
Ein Teelöffel getrocknete Wacholderbeeren für eine Tasse Tee. Kalt ansetzen und kurz aufkochen. 15 Minuten ziehen lassen, dann absieben.
Dieser Tee wird ungesüßt und schluckweise, langsam getrunken. Die Menge reicht für einen Tag.
Bad bei Rheuma und Gicht
100 g zerkleinerte Beeren mit 1/2 l Wasser bedecken, 15 Minuten lang kochen und den Sud ins Badewasser geben. Hilft bei Rheuma, Gicht und Erkrankungen der oberen Atemwege.
Bei Rheuma und Gelenkschmerzen
Ein Leinen- oder Baumwolltuch mit der eins zu eins mit Wasser gemischten Tinktur
tränken und um das schmerzende Gelenk wickeln.
Wacholderschnaps
100 g zerdrückte Beeren 14 Tage in Alkohol stehen lassen, mehrmals schütteln.
Dann filtern.
Ideal zum Einreiben gegen Ischias, Gicht und Rheuma.
Bevor Sie sich selbst mit Heilkräutern behandeln fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker!