Das Kräuter-Verzeichnis


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Teufelsabbiss

Der Teufelsabbiss (Succisa pratensis) ist ein wichtiges Futter für die Blütenbestäuber - er erzeugt den wichtigen Nektar und Pollen für Honigbienen, Wildbienen, Hummeln, aber natürlich auch für andere Insekten wie Schwebfliegen, Schmetterlinge und besonders genannt auch für die Larven des seltenen Skabiosen-Scheckenfalters.



Der Teufelsabbiss wächst in Europa, Nordafrika und Westsibirien, er wurde außerdem auch nach Nordamerika eingeschleppt, wahrscheinlich durch wild lebende Tiere.


Der Teufelsabbiss bevorzugt feuchte Lebensräume, offenes Waldland, Grünland, felsige Küsten, Moore und Sümpfe. Selten wächst das Kraut oberhalb der Baumgrenze.


Der Teufelsabbiss ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Kardengewächse. Er wird zwischen 25 und 60 cm groß und hat kurze dicke Rhizome, die so abrupt enden, als ob sie abgebissen wurden. Daher auch der Name Abbisskraut. Die Blütenköpfe sitzen auf langen Stielen und sind blau oder violett-blau (selten rosa oder weiß).


Die Pflanze trägt stachelig aussehendes Laub, die Stängel sind gerade, behaart und verzweigen sich im oberen Teil. Die Blätter sind lanzettlich, ungleichmäßig gezähnt, auf der Oberseite glatt und unten moosig.


Heilwirkung

In der Naturheilkunde wird meist der Wurzelstock (das Rhizom) der Pflanze verwendet, selten kommen aber auch die Blüten und Blätter zum Einsatz.


Die Rhizome sammelt man im Frühling oder nach der Blüte im Herbst. Die Blätter und Blüten sammelt man, wenn die Pflanze in voller Blüte steht. Danach wird das Heilkraut auf Papier getrocknet.


Der Teufelsabbiss wurde wahrscheinlich erst im Mittelalter als Heilpflanze verwendet. Hier finden sich Aufzeichnungen, dass das Heilkraut unter anderem gegen Krätze (eine juckende Hautinfektion, die durch Milben verursacht wird) , gegen äußere Wunden, giftige Insektenstiche, Flechten, Soor, Darmwürmer, Epilepsie und Tripper verwendet wurde. Es wurde sogar vermutet, dass Teufelsabbiss die Pest heilen konnte, wenn man die Wurzel kaute. Naja, das dürfte nicht funktioniert haben, denke ich...


Teufelsabbiss wurde erst in den 1900er wieder bekannter, einige Naturheilkundler schworen auf einen Sud aus dem Wurzelstock, der gegen Husten, Halsschmerzen, Bronchitis, Fieber und innere Entzündungen helfen sollte.


Der Teufelsabbiss hilft gegen Verschleimungen in der Brust, er entgiftet den Körper, hilft so auch gegen Akne und Pickel.


Die Wurzel enthält Saponine, Gerbstoffe und Glykoside.

Man verwendet sie zur Blutreinigung, zur Entwässerung des Körpers oder bei Husten, denn es erleichtert das Abhusten.


Äußerlich angewandt hilft sie bei Quetschungen, Geschwüren und Ekzemen. Frische Wurzeln können, in zerquetschter Form, auf Verstauchungen und Prellungen sowie Hautentzündungen aufgelegt werden.


Aus heutiger Sicht scheint sich eine Bestätigung für das Anwendungsgebiet "juckende Hautprobleme" zu bestätigen, da das Heilkraut antimikrobiell wirkt und so durchaus gegen die Krankheitserreger wirken kann.


Leider gibt es aber keine weiteren Studien zu dem Teufelsabbiss.


Sagen und Mythen

Einer Sage nach soll der böse Teufel dem lieben Gott gedroht haben, den Menschen alle Finger abzubeißen, damit sie nicht mehr zu Gott beten können. Gott lies daraufhin das Abbisskraut wachsen, das die Wunden heilen konnte, die der Teufel verursachte. Der Teufel, seines Zeichens ja auch nicht dumm, biss darauf hin die Wurzel ab, damit die Pflanze eingehen sollte. Daher kommt auch der Name Teufelsabbiss.


Gräbt man in der Johannisnacht eine Wurzel aus und legt sie auf die Augen auf, dann vergehen Schmerzen und Beschwerden.


Laut einer Sage soll der Teufel an seiner Wurzel herumgenagt haben, damit er wieder gesund werde.


Einer anderen Sage nach soll er sich so über die große Heilkraft der Pflanze geärgert haben, dass er die Wurzel kurzerhand abgebissen habe (ähnlich wie beim Johanniskraut, in das er kleine Löcher gestochen oder gebissen haben soll).


Laut alten Rezepten hilft das Kraut auch gegen Steinleiden, besonders wenn man es in der Johannisnacht erntet.


In Form eines Amulettes, das man sich um seinen Hals hängt, schützt es vor böser Zauberei.

Hängt man es im Stall auf, hilft es vor der Verhexung des Viehs.


Übersicht



Essbare Teile

Die jungen Triebe können roh gegessen werden, zum Beispiel in Frühlingssalaten.



Gehört zum Planeten Merkur.



Passt zu den Edelsteinen Karneol und Obsidan.



Blütezeit

Juli - September



Heilwirkung

Leicht abführend, schwach harntreibend, schleimlösend



Inhaltsstoffe

Gerbstoffe, Saponine, Glykoside, Stärke, Mineralsalze



Geschmack

Bitterer, herber Geschmack ohne Geruch





Rezepte und Anwendungen rund um den Teufelsabbiss






Tee

Um einen Tee herzustellen, verwenden Sie 1 bis 2 g der getrockneten und zerkleinerten Wurzel und kochen Sie sie in einer Tasse Wasser auf. Drei- bis viermal täglich trinken.



Tinktur

Eine Tinktur stellen Sie aus 1 Teil getrockneter und gehackter Wurzel und 10 Teilen 60%igen Alkohol her.

Die Tinktur ist eine sanfte, aber zuverlässige Hilfe gegen Prellungen.



Andere Verwendungen

Aus den Blättern kann man einen grünen Farbstoff herstellen.



Der Tee, zusammen mit einem Esslöffel Obstessig, reinigt das Blut.



Gegen Wurmerkrankungen trinkt man den Tee pur, ohne Zucker oder Sonstigem.



Eine Abkochung wird in Kompressen oder für Waschungen verwendet, die gegen Juckreiz der Haut helfen oder als Scheidenspülung verwendet werden können.



Eine Abkochung kann als Augentropfen verwendet werden, die gegen Bindehautentzündung helfen.





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Letzte Änderung am Donnerstag, 12.6.2014, 14:36:21 Uhr




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