Das Kräuter-Verzeichnis


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Tausendgüldenkraut

Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea) kann durch seine Bitterstoffe den Appetit anregen, zudem hilft es uns bei Blähungen und bei einem lästigen Völlegefühl.


Das Tausendgüldenkraut ist bei uns in Europa leider schon recht selten geworden, es steht deshalb unter Naturschutz. Wenn man es in der freien Natur findet, sollte man sich darüber freuen - und es stehen lassen!


Das Tausendgüldenkraut öffnet seine Blüten nur dann, wenn es warm ist. Seine rosaroten oder weißen Blüten öffnen sich erst gegen Mittag, und auch wirklich nur dann, wenn es wenigstens 20 Grad hat.


Das Tausendgüldenkraut ist eine zweijährige Pflanze, die in ganz Europa heimisch ist. Es ist ein kleines, aufrecht wachsendes Kraut, das ursprünglich aus Nordafrika, Europa und Westasien stammt.


Das Tausendgüldenkraut hat einen quadratischen Stiel, der bis zu 30 cm groß werden kann.

Er verzweigt sich im oberen Teil. Der Stängel steht in einem kleinen Büschel kleiner und breiter Blätter, die ihrerseits eine ovale Form haben.


Die Blätter am Stiel sind kleiner als die bodenständigen Blätter, sie sind hellgrün und lanzettlich, stehen paarweise am Stängel. Die Blätter sind glatt, schmal, manchmal einen Fingernagel lang, sie sind sehr bitter im Geschmack.


Das Tausendgüldenkraut findet man auf sandigen Böden, in Mooren, in Kahlschlägen oder lichten Wäldern, am Wegesrand, auf Auen und lehmigen, sonnigen Plätzen und feuchten Wiesen.


Sammeln und trocknen

Eine medizinische Verwendung findet das schnell getrocknete, blühende Kraut.

Die Sammelzeit ist von Juni bis August.


Man sammelt es und breitet es zu einer dünnen Schicht aus, so dass es an einer schattigen Stelle trocknet.

Die Lagerung von Tausendgüldenkraut sollte in einem gut verschlossenen Behälter erfolgen, zu viel Sonnenlicht schadet der getrockneten Pflanze.


Tausendgüldenkraut ist eine geschützte Pflanze, verwenden Sie deshalb bitte Fertigpräparate.

Eine alte Heilpflanze

Schon von alters her ist die Heilwirkung der Pflanze bekannt.


Tausendgüldenkraut wird aufgrund seiner Wirkstoffe häufig bei der Behandlung von Verdauungsstörungen und als appetitanregendes Mittel verwendet. Wissenschaftlich empfohlen wird das Tausendgüldenkraut zur Förderung der Magensaftbildung und gegen Appetitlosigkeit.


Schon immer haben Magen- und Leberleidende Tausendgüldenkraut gesammelt und damit diese Organe gestärkt und geheilt. Eine kleine Tasse Tee, täglich getrunken, genügt, um die Verdauungsorgane zu kräftigen. Der Tee führt leicht ab, reinigt das Blut und wirkt günstig auf den Gallensaftausstoss.


Außerdem beseitigt das Tausendgüldenkraut Sodbrennen, Magenschmerzen und Wechselfieber, ferner hat es einen starken Einfluss auf den Darm, auf Gallenleiden und Leberverhärtungen.


Weitere Anwendungsmöglichkeiten und Heilwirkungen

Das Tausendgüldenkraut ist wie der Wermut ein bitteres Kraut. Es ist eines der 15 Kräuter der alten Briten, das vor bösen Geistern schützen soll. Es ist sehr bitter, so bitter, dass die Menschen in der Antike ihm den Namen "Erdgalle" gaben.


Die Pflanze enthält eine große Menge Bitterstoffe. Ein Tee sollte deshalb möglichst dünn hergestellt werden, sonst schmeckt er kaum.


Da das Tausendgüldenkraut so bitter ist, verwendet man es überwiegend mit anderen Kräutern zusammen. In Kombination mit Mädesüß verwendet man es zum Beispiel gegen Verdauungsprobleme. Kombiniert mit der Berberitze setzt man es traditionell gegen Gelbsucht ein.

Eine Teemischung aus Tausendgüldenkraut und Johanniskraut soll bei älteren Menschen vor dem Zubettgehen gegen Inkontinenz helfen, ebenso bei Kindern gegen Bettnässen helfen.


Nachdem das Kraut nach dem Mittelalter in Vergessenheit geriet, hat Sebastian Kneipp es wieder entdeckt. Kennen Sie den Spruch "Gute Medizin muss bitter schmecken"? Das muss sich auch Kneipp gedacht haben, denn er hat das Heilkraut wegen seiner Bitterkeit wieder genauer unter die Lupe genommen.


Früher verwendete man das weiße Tausendgüldenkraut bevorzugt für die Schleimhäute und zur Entschleimung der Lunge, das gelbe Kraut für die Leber und gegen Gelbsucht, das rote oder rosa Kraut gegen Beschwerden, die mit Blut zu tun hatten.


Eine Abkochung aus Tausendgüldenkraut hilft als Spülung gegen Kopfläuse, ein Tee gegen eine Reihe Erkrankungen, wie gegen Magenkrämpfe, eine verzögerte Menstruation, Erkrankungen der Leber und der Nieren sowie gegen Muskelrheuma.


Eine Abkochung

Eine Abkochung stellt man aus 30 g des Krauts in einem Liter Wasser her, das man 20 Minuten ziehen lässt, dann absiebt. Man kann nach Belieben mit Honig süßen.


Man kann diesen Tee zum Beispiel eine halbe Stunde vor dem Essen trinken, das regt den Appetit und die Verdauung an. Gleichzeitig beugt es auch Sodbrennen vor.


Die Forschung bestätigt das Potential des Tausendgüldenkrautes gegen Rheuma und Gicht. Die Pflanze enthält das Alkaloid Gentianin, das eine stark entzündungshemmende Eigenschaft hat.


Tausendgüldenkraut ist ein Stärkungsmittel für den Magen-Darm-Trakt, das zugleich überschüssiges Gas vertreibt und so Blähungen lindern kann. Es regt die Bildung der Magensekrete an, generell stärkt es den Magen. Zugleich kann es Giftstoffe aus der Leber, den Nieren und der Gallenblase abführen und ebenso das Blut davon reinigen.


Weitere altehergebrachte Einsatzgebiete sind Hepatitis, Gelbsucht, auch Diabetes, Magersucht und Würmer. Und auch gegen Fieber und Malaria soll das Kraut helfen können.


Wenn man unter Erschöpfung leidet, soll es gleich wieder auf die Beine helfen.


Äußerlich angewandt hilft das Kraut als Waschung für Wunden, die dadurch schneller heilen.


Man findet das Tausendgüldenkraut heute auch in Magenbittern, Aperetifen und Likören.


Als Bachblüte Centaury lässt die Pflanze dem Menschen den eigenen Willen wieder spüren, sie hilft, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und auszudrücken.



Sagen und Geschichten

Die Pflanze galt im Mittelalter auch als geldvermehrend, so trugen die Menschen an Johanni, während die Mittagsglocken läuteten, ein Tausendgüldenkraut im Geldsack.


Im Mittelalter dachte man, dass das Kraut wegen ihrer roten Farbe Blitze anziehen würde.


Ein Kranz aus Tausendgüldenkraut, auf dem Kopf getragen, soll in der Walpurgisnacht ermöglichen, dass man die Hexen fliegen sieht.


Wenn man als Mann auf einem Pferd an einer Tausendgüldenkrautpflanze vorbeikommt, muss man es pflücken, denn wenn man danach an einer Frau vorbeireitet, so darf man diese küssen. (Bitte nicht zu ernst nehmen!)


Am so genannten "güldenen" Sonntag, dem Dreifaltigkeitsfest, sammelt man die Pflanze, wenn man sie gegen Krämpfe und Gicht anwenden möchte, denn dann ist die Wirkung am stärksten.


Wenn ein Gewitter heranzieht, soll man die Pflanze ins Feuer werfen, denn das beschützt vor einem Blitzschlag.


Die frühen Kelten dachten, dass das Tausendgüldenkraut Glück bringen würde. Kräuterkundige in Schottland verwendeten das Heilkraut gegen Schlangenbisse und andere Gifte, zum Beispiel von Spinnen.


Nicholas Culpeper beschrieb das Kraut als "sehr gesund, aber nicht sehr angenehm zu schmecken".


Die Ärzte von Myddfai verwendeten das Tausendgüldenkraut gegen:

"Extremen Durst. Trinken Sie das Tausendgüldenkraut in heißem Wasser aufgegossen. Dies wird Durst stillen...

Schmerzen in den Nieren. Nehmen Sie das Tausendgüldenkraut, in kaltem Wasser aufgegossen, und geben Sie es an den Patienten, es zu trinken... "


Der Name Tausendgüldenkraut kommt angeblich daher, weil ein reicher Mann, der immer und immer wieder schweres Fieber bekam, und der nie gesunden konnte, demjenigen 1000 Gulden als Preisgeld auslobte, der ihm ein Heilkraut bringen würde, das das Fieber heilen würde. Das Tausendgüldenkraut war das gesuchte Kraut, was ihm so nebenbei wohl auch gleich den Namen Fieberkraut einbrachte.


Die heilige Hildegard von Bingen empfahl das Tausendgüldenkraut bei Knochenbrüchen.


Lonicerus schrieb "Diß kraut ettlich tag abends und morgens getrunken / toedt und treibt aus die würm."


Wirkung und Anwendung von Tausendgüldenkraut

  1. appetitanregend
  2. Appetitlosigkeit
  3. Blähungen
  4. Blutarmut
  5. Erschöpfungszustände
  6. Fieber
  7. Gallensteine
  8. Leber- und Gallenfunktionsschwäche
  9. Magenbeschwerden
  10. Migräne
  11. Sodbrennen
  12. Verdauungsstörungen
  13. Wundheilung

Übersicht



Volksnamen

Fieberkraut, Aurenkraut, Gottesgnadenkraut, Muttergotteskraut, Gallkraut, Roter Aurin, Sintau, Gemeiner Rötling, Bitterkraut, Erdgallenkraut, Centorelle, Laurinkraut, Magenkraut, Piferkraut, Sanktorikraut, Bauchwehkraut



Blütezeit

Von Juni bis in Ende September



Geruch und Geschmack

Die Pflanze ist geruchlos, jedoch stark bitter im Geschmack.



Wuchsort

Mag lehmige, magere, nicht sehr feuchte Böden.



Inhaltsstoffe

Bitterstoffe, lkaloide, Flavonoide, Triterpene, Harze, ätherisches Öl




Tipps zum Ernten und Sammeln von Tausendgüldenkraut


Dieses Heilkraut ist geschützt und darf deswegen nicht gesammelt werden, außer im eigenen Garten eben.

Im Sommer, im Juli und August, erntet man das erblühende Kraut. Dazu schneiden Sie das Tausendgüldenkraut ca 5 Zentimeter über der Erde ab. Danach bindet das Gut zu kleinen Büscheln und lässt sie luftig und schattig trocknen.


Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um das Tausendgüldenkraut






Bei empfindlichem Magen

20 g Tausendgüldenkraut

50 g zerstoßene Kümmelfrüchte

40 g Kamillenblüten

40 g Pfefferminzblätter


2 Teelöffel der Mischung mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und

10 Minuten ziehen lassen. Danach absieben.


Nach Bedarf 2 bis 3 Tassen pro Tag trinken.



Ein Wein für die Freude

Geben Sie 45 g Tausendgüldenkraut, 20 g Kamillenblüten und die geriebene Schale einer unbehandelten Orange in eine Flasche lieblichen Weißwein. Lassen Sie dies 7 Tage ziehen, dann absieben. Trinken Sie jeden Tag vor den Hauptmahlzeiten ein Schnapsglas davon, das hebt die Stimmung.



Bevor Sie sich selbst mit Heilkräutern behandeln, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker!


Tausendgüldenkraut im Druckformat A4 - Gratis für meine Leser
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Vorsicht - Risiken und Nebenwirkungen

Tausendgüldenkraut steht als Angehöriger der Enzianpflanzen unter Naturschutz.


Selbst sammeln ist also verboten! Bitte verwenden Sie Fertigpräparate.


Darf nicht bei einem Magen- oder Darmgeschwür verwendet werden.



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Fotogalerie

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Thema: Heilkräuter
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       Hier können Sie weiterlesen:




Die deutsche Kommission E hat die Verwendung gegen Dyspepsie bestätigt, es empfiehlt eine tägliche Dosis von 1-2 g des Krautes.


Die Kommission E empfiehlt das Kraut zum Anregen des Appetits, gegen Verdauungsstörungen und um die Aufnahme von Nährstoffen zu erleichtern.





"Der Name lautet auf eine hohe Summe, die Hilfe spendet das Kraut jedem umsonst."

Sebastian Kneipp





Letzte Änderung am Mittwoch, 30.3.2016, 17:08:06 Uhr




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