Es gibt zwei verschiedene Arten von Senf: den schwarzen Senf und den weißen Senf. Der schwarze Senf stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, während der weiße Senf hier in Mitteleuropa heimisch ist.
Senf wird bereits in der Bibel mehrfach erwähnt.
Römer und Griechen benutzten ihn schon als Gewürz für Speisen. Außerdem verwendeten die Römer den Senf in verschiedenen Arzneien, so zum Beispiel als Aphrodisiakum.
Der schwarze Senf wächst in wilder Form an Ufern von Bächen und Flüßen, ist einjährig und wird bis zu 150 cm groß. Von Juni bis August bildet er gelbe Blüten, die den Samen herausbilden.
Der schwarze Senf wirkt hautreizend und wird als Wickel gegen Rheuma und Muskelbeschwerden eingesetzt.
Atemwegserkrankungen:
Senfmehl mit warmen Wasser zu Brei verrühren. Diesen Brei auf ein Leinen- oder Baumwolltuch streichen und ca. 10 Minuten auf Brust legen. Anschließend die Haut mit warmem Wasser abwaschen.
Senf hilft gegen Blähungen und Verstopfung.
Senfpflaster, -Kompressen und -Umschläge
Man unterscheidet verschiedene Formen:
Umschlag
Kompresse
Papier bzw. Pflaster
Einen Senfbreiumschlag stellt man aus Senfmehl und warmen Wasser her. Verrühren Sie das Senfmehl mit dem Wassergeben Sie die Mischung in ein Tuch und legen Sie das Ganze auf die betroffenen Stellen. Die Wirkung ist besonders intensiv. Nehmen Sie des halb den Umschlag nach wenigen Minuten wieder ab, oder wenn es zu stark brennen sollte auf der Haut.
Falls die Haut sich gerötet hat gegebenenfalls mit Kinderpuder einpudern.
Eine Kompresse mit Senf stellt man her, indem man Senftee auf ein Tuch gibt und dann auf die betroffenen Stellen gibt. Die Kompresse ist milder als der Umschlag.
Und natürlich gibt es noch die in den Apotheken erhältlichen Senf-Papiere oder -Pflaster, die man ebenfalls auf die betroffenen Stellen aufbringen kann.
Verwendung finden alle drei Arten aufgrund ihrer hautreizenden und durchblutungsfördernden Eigenschaften zum Beispiel bei Gelenkentzündungen, inneren Entzündungen, Krämpfen, Koliken oder auch Kopfschmerzen.
Vorsicht!
Sehr viel Senf kann zu Magenschleimhautreizungen und Reizungen der Nieren führen!