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Schlafmohn



Aus dem Schlafmohn wird das stärkste Schmerzmittel, Morphium, hergestellt. Der weiße Milchsaft ist zudem der Grundstoff für die Herstellung von Heroin.


Der Schlafmohn war in früheren Zeiten eine der bedeutendsten Heilkräuter gegen Schmerzen, er hat tatsächlich eine sehr starke Schmerzwirkung, die sogar stärkste Schmerzen ausschalten kann.


In der Zwischenzeit ist diese an sich schöne Pflanze aber zur gefährlichen Pflanze erklärt worden, da sie auch stark abhängig machen kann. Das Problem ist: Nimmt man über längere Zeit Substanzen der Pflanze gegen Schmerzen, kann man nach der Heilung nur noch sehr schwer davon wieder loskommen. Und leider kann mit diesen Substanzen auch ein Missbrauch getrieben werden, wenn es um eine Drogenabhängigkeit geht.


Sobald es aber darum geht, nicht mehr auszuhaltende Schmerzen, z. B. bei Krebs, zu dämpfen, ist der Schlafmohn eine Möglichkeit dafür. Dies darf aber ausschließlich durch einen Arzt verordnet werden.


In der Naturheilkunde nicht mehr gebräuchlich

Der Schlafmohn wird heutzutage in der Naturheilkunde nicht mehr angewandt, da die Risiken einfach zu groß sind, besonders die einer Abhängigkeit. Zudem ist die Anwendung in Deutschland durch das Betäubungsmittelgesetz verboten!


Anwendungsmöglichkeiten

Starke Schmerzen, zur Beruhigung, löst Verkrampfungen, fördert den Schlaf, stillt Schmerzen, lindert Hustenreiz


Anwendungsgebiete heute üblicherweise: aus ärztlicher Hand bei Krebs und bei schweren Schmerzen
Anwendungsgebiete früher: depressive Zustände, Durchfall, Schlafbeschwerden, zur Beruhigung

Einige weitere frühere Anwendungsgebiete sind

Narkosemittel, Warzen, Schlaflosigkeit, Asthma, Ohrenentzündung, Krebs, Rheuma, Leberkrebs, Manie, antibakteriell, Prellungen, Fieber, Schmerzen, Tumor, schmerzhafte Menstruation, Blähungen (verhindert Gasbildung), Beruhigungsmittel, Koliken, Schwellungen, Malaria, krampflösend, Magenschmerzen, schweißtreibend, Durchfall, Augeninfektionen, Bluthochdruck, Ausfluss, Melancholie, Hysterie, Verstauchungen, Stärkungsmittel, Angst, Aphrodisiakum, Darmblutungen, Schlangenbiss, adstringierend, Stress, Neuralgie, Zahnschmerzen, Übelkeit, Ruhr, Keuchhusten, Husten, Geschwüre, Vorfall, Entzündungen, Kopfschmerzen


Von diesen Anwendungsgebieten sollte man heutzutage aber absehen, es sei denn, ein Arzt hat die Anwendung empfohlen!






Übersicht zum Schlafmohn


Wissenschaftlicher Name

Papaver somniferum


Gehört zur Familie der Mohngewächse


Volksnamen

Kolben, Lichtschnauppen, Magen, Mahen, Magsaat, Magsamen, Mahnkoppensaat, Ölmagen, Ölsaat


Verwendete Pflanzenteile

Verwendung findet der milchige Saft der Samenkapseln


Inhaltsstoffe

Opiumalkaloide


Standort

Gärten, Brachland, Mülldeponien




Geschichten und Geschichtliches zum Schlafmohn

Wurde wahrscheinlich schon von den Steinzeitmenschen als heilende Pflanze verwendet und kultiviert. Ist damit eine der ältesten Kulturpflanzen, die der Mensch gezielt angebaut hat.


In Kleinasien und im mediterranen Europa galt das aus der Pflanze hergestellte Opium wohl als so schick, dass sich eine kleine Kunstszene, die sich nur um die Herstellung von möglichst schönen Dosen drehte, bildete. Das Opium wurde damals also als normal angesehen. Es gibt auch den Spruch "Opium für das Volk".


Im alten Rom verwendete man dann schließlich das Opium auch als Rauschgift, als Droge. Diese Anwendung wurde jedoch später wieder verboten, da zum einen die Menschen die uns heute bekannten Suchtprobleme bekamen, zum anderen galten Schmerzen auch als eine Art Strafe Gottes, die man doch bitte nicht durch Drogen abmildern durfte.


Hippokrates verwendete den Schlafmohn auch gegen Geschwüre, im Mittelalter versuchte man sich auch daran, die Pest damit zu heilen. Wahrscheinlich wurden aber nur die Schmerzen der Erkrankten damit erträglicher.


Im Mittelalter stellte man zudem Konfekte, Pillen, Balsam, Öle, Salben, Pflaster und den vielleicht bekannten Theriak daraus her.


Die Samen des Mohns, die Blätter und Blüten fanden überdies Anwendung in Heilweinen, zum Beispiel gegen Durchfall. Die nussartig schmeckenden, schwarzen, kleinen Samen sind heute noch in Backwaren anzutreffen - aber keine Angst: sie sind völlig ungefährlich! Die Samen sind eine gute Quelle für Mineralstoffe und für ungesättigte Fettsäuren. Heutzutage stellt man die kleinen schwarzen Samenkörner aus gezüchteten, opiumarmen Sorten her, früher waren es aber tatsächlich die des Schlafmohns.


Der Anbau von Schlafmohn ist seit 1971 verboten, außer man hat eine Sondergenehmigung dafür, die man aber als Privatperson wohl kaum bekommen wird.



Über die Pflanze

Der Schlafmohn kommt ursprünglich aus dem zentralen Asien und dem Mittelmeerraum.


Die Pflanze ist eine einjährige Pflanze, die bis zu 1,20 m groß werden kann.


Der einzelne Stängel ist rundlich, vorwiegend nicht verzweigt und trägt oft ein paar ganz feine Härchen.


Die Blätter sind länglich, grün-grau und sind leicht gezahnt.


Zwischen Juni und August zeigen sich die auffallenden, schönen, relativ großen Blüten. Die Blüte ist für gewöhnlich rot, teils auch weiß, hellviolett oder violett. Die Pflanze trägt 1 - 3 Blüten, jeweils am Ende der Verästelungen. Die Blütenknospe ist eiförmig bis lang.

Am Blütengrund zeigt sich ein violetter Fleck. Der "richtige" Schlafmohn besitzt 4 Blütenblätter, die immer einen etwas zerknitterten Anschein erwecken.


Aus den Blüten erwachsen später die Fruchtkapseln, in denen der weiße milchige Saft ist. Zur Gewinnung des Safts schneidet man die Kapseln an, der Saft tritt dann aus und wird gesammelt.


Vorsicht - Risiken und Nebenwirkungen

Giftig

Giftig!


Macht abhängig!


Anwendung in Deutschland verboten!


Darf nur vom Arzt angewendet werden!


Als Entzugserscheinungen treten u. a. starke Schmerzen auf!








Fotogalerie

Schlafmohn Schlafmohn Schlafmohn Schlafmohn Schlafmohn Schlafmohn




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Letzte Änderung am Mittwoch, 25.2.2015, 15:22:50 Uhr


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