(Hippophae Rhamnoides) Der unter Artenschutz stehende Sanddorn wurde bereits im Mittelalter verwendet, um Blutungen zu stillen. Außerdem gilt er als Mittel gegen Seekrankheit und wurde auch zu Marmelade verarbeitet.
Der Sanddorn ist ein dorniger Strauch, der bis zu 4,5 m hoch werden kann. Seine Früchte sind leuchtend orange und kugelförmig.
Der durch seine schmalen und silbrigen Blätter zusammen mit seinen orangefarbenen Früchten sehr hübsch aussehende Sanddorn ist eine der wenigen Pflanzen, die auch auf Dünen wachsen können. Man findet ihn aber natürlich nicht nur dort, sondern auch im Gebirge, an den Ufern von Bächen oder natürlich im Garten.
Die Früchte des Sanddorn sind richtig kleine Vitaminbomben, die sich wunderbar gegen einen Vitaminmangel einsetzen lassen können, also zum Beispiel in der Erkältungszeit im Herbst und im Winter, wenn man gar nicht genug der gesunden Vitamine essen kann.
Und tatsächlich kann der Sanddorn sich mit der Zitrone mehr als messen, wenn der nächste Schnupfen uns erwischt hat. Denn tatschlich ist an Sanddorn bis zu 10 mal so viel an Vitamin C enthalten wie in einer Zitrone. Nur drei Löffel Sanddornsaft decken schon den täglichen Bedarf an Vitamin C.
Und auch äußerlich hilft die Sanddorn-Beere, wenn Sie z.B. wunde oder entzündete Hautstellen haben, zudem schützt sie vor UV-Strahlung und soll sogar gegen Neurodermitis helfen können.
Kosmetik und Sanddorn
Der Sanddorn ist inzwischen nicht nur in der Küche zu finden oder als Heilmittel, auch in der Kosmetik hält Sanddorn immer mehr Einzug.
Das im Sanddorn enthaltene fette Öl des Fruchtfleisches ist wunderbar zur Haut und hilft ihr, Wunden und Entzündungen besser abheilen zu lassen.
Schon wenige Tropfen des Sanddornöles erhöhen die Regeneration der Hautzellen und lassen die Haut heilen, was man zum Beispiel bei Akne und Pickeln oder auch bei Neurodermitis einsetzen kann. Und natürlich gibt es inzwischen auch viele Kosmetikprodukte wie Gesichtscremes, Bodylotions oder Badeöle, die sich der Wirksamkeit des Sanddorn bedienen.
Sanddornöl schützt zudem vor Sonneneinstrahlung und hilft so gegen eine vorzeitige Hautalterung durch UV-Licht. Das reichhaltige Sanddorn-Öl hilft besonders Menschen mit einer sehr trockenen und schuppigen Haut.
Interessantes zum Sanddorn
Der Sanddorn mit seinen leuchtenden gelben und orangenen Beeren wächst gerne in rauem Klima auf stark kalkhaltigen Böden, auch an Hängen oder auf Dünen.
In der DDR nannte man den Sanddorn auch die "Zitrone des Nordens" - Grund dafür war der Mangel an Zitrusfrüchten aus den südlichen Ländern, so daß man den Sanddorn als Vitaminquelle hernahm.
Sanddornprodukte sind inzwischen in Reformhäuser, Apotheken, Drogerien und Bioläden erhältlich. Sanddorn gibt es z.B. als Mus, Tee, Saft, Sirup, Shampoo, Duschgel, Salbe, Creme uvm. zu kaufen, so daß man sich Arbeit mit der eigenen Herstellung sparen kann.
Im Sanddorn sind viele Wirkstoffe enthalten, u.a. viele verschiedene Vitamine Magnesium, Eisen, Kalzium und Mangan.
Der Sanddorn enthält sehr viel Vitamin C und Vitamin E, aber auch leichte Anteile von Vitamin B.
Aufgrund seines hohen Gehaltes an Vitaminen eignet sich der Sanddorn natürlich wunderbar zur Behandlung von Vitaminmangel-Zustände oder auch nach langen schweren Erkrankungen.
Und natürlich eigenet sich der Sanddorn auch wunderbar zur Behandlung von Erkältungskrankheiten oder natürlich auch vorbeugend bei einer Neigung zu Erkältungen. Man kann dazu den Sanddorn in Form von Saft oder Mus zu sich nehmen.
Das Vitamin B12
Eine Sonderstellung bekommt der Sanddorn durch das in ihm enthaltene Vitamin B 12. Denn der Sanddorn ist eine der wenigen Pflanzen, die dieses Vitamin B 12 beinhalten. Der Sanddorn ist deshalb eine wichtige Vitamin-B12-Quelle für Veganer.
Sanddorn-Mus
1 Teil Sanddornsaft mit 1 Teil Zucker vermischen bis Mus entsteht. 1 TL mehrmals täglich einnehmen.
Vorsicht
Der Sanddorn steht unter Artenschutz!
Es empfiehlt sich, Sanddornsaft als Fertigprodukt zu beziehen. Oftmals bekommt man ihn schon fertig gesüßt.