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Rittersporn

Der Rittersporn (Delphinium consolida), den man auch Feldrittersporn nennt, ist eine einjährige Pflanze, die leider inzwischen bei uns ziemlich selten geworden ist.

Die Pflanze wird bis zu 60 cm hoch und hat stark verästelte Stiele. Die Wurzeln sind bräunlich und pfahlartig. Der Rittersporn hat ziemlich große Blüten, die leuchtend blau, manchmal auch weiß oder rosa sein können.



Anwendungsmöglichkeiten

Der frisch ausgepresste Pflanzensaft hat, äußerlich angewandt, eine wundreinigende Wirkung.


Das frische Kraut, kurz aufgekocht und dann auf den Genitalbereich aufgelegt, kann bei Prostatabeschwerden helfen.


Leider enthält der Rittersporn ein Alkaloid, also einen gesundheitsschädlichen Inhaltsstoff, der zu Herz- und Kreislaufproblemen führen kann.

Wie bei den meisten Hahnenfußgewächsen ist die Pflanze also in Frischform leicht ungenießbar bzw. giftig. In getrockneter Form ist aber keinerlei Unverträglichkeit mehr vorhanden. Ein Aufguss aus getrockneten Ritterspornblüten kann daher zur Blutreinigung angewandt werden, er hat eine sanft abführende Wirkung und kann sogar bei Wurmerkrankungen helfen.


Zerreibt man das getrocknete Kraut zu einem Pulver, so kann man es, ein Viertel Teelöffel pro Schluck Wasser, gegen Hustenanfälle, Verstopfung und Sodbrennen trinken.


Eine Tinktur aus den Samen wird verwendet, um Läuse und Nissen im Haar zu beseitigen. Der ausgepresste Saft aus den Blättern kann auf blutende Hämorrhoiden aufgetragen werden.


Ein Tee aus der ganzen Pflanze wurde früher auch gegen Koliken eingesetzt.


Geschichtliches zum Rittersporn

Dioskurides empfahl den Rittersporn gegen Schlangenbisse. Zudem setzte er den Rittersporntee gegen Prostataleiden ein. Sitzbäder mit Rittersporn wurden von ihm gegen Steinleiden und blutigen Harn empfohlen. Äußerlich verwendete er den Rittersporn bei entzündeten Wunden.


Der Rittersporn trägt auch den Volksnamen "Ottilienkraut", was der Heiligen der Augenkranken, Odilia, Respekt zollt. Der Rittersporn hat auf magische Art und Weise seinen Platz bei Augenbeschwerden - so kann man zum Beispiel einzelne Blüten mit flüssigem Wachs umhüllen, dann zu einer Kette binden und sich um den Hals binden. Damit geht man dann in die Kirche und gibt im Namen der Odilia dreimal ein Almosen. Und schwups, bekommt man das ganze Jahr über keine Augenerkrankungen mehr. So zumindest der Volksglaube. Ob es funktioniert, darf jeder für sich selbst ausprobieren.


Ein anderer Brauch besagte, dass man einen Kranz aus Rittersporn in das Sonnwendfeuer werfen soll, bevor man nach Hause geht. Man darf sich dann aber nicht mehr umdrehen und danach gucken, denn nur so hilft der Kranz gegen Augenerkrankungen und so nebenbei auch allem Schlechten, was einem sonst so widerfahren wäre.


Homöopathisches Mittel Delphinium staphisagria

Aus den Samen stellt man das Mittel Delphinium staphisagria her.

Dies wird in der Homöopathie bei starkem Kopfschmerz, der durch Wut oder Zorn, oder auch durch Ärger ausgelöst wurde, eingesetzt.





Übersicht


Volksnamen

Adebarsnibben, Adlerblume, Feldrittersporn, Hafergiftblüten, Hornkümmel, Kreienfoot, Lerchenklau, Ottilienblume, Ottilienkraut



Blütezeit

Der Rittersporn blüht von Mai bis August.



Größe

Wird bis zu 60 cm groß.



Sammelgut

Gesammelt werden die Blüten.



Sammelzeit

Die Sammelzeit ist von Mai bis August.



Inhaltsstoffe

Anthocyanglykoside, Flavonoide, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Farbstoffe



Mag die volle Sonne, bevorzugt einen nährstoffreichen Boden.



Passender Edelstein

Rosenquarz



Planet

Mond



Eigenschaften

Treibt den Harn, regt den Appetit an.




Sammeln in der Natur

Der Rittersporn, der hier gemeint ist, ist nicht der Gartenrittersporn, sondern der Ackerrittersporn, den man auf Äckern, am Wegesrand oder auf Brachland finden kann.

Leider gibt es davon nicht mehr allzu viele, und wenn man wirklich mal einen sieht, sollte man ihn vielleicht besser stehen lassen.


Man kann ihn aber natürlich auch im eigenen Garten anpflanzen und dann ernten. Dazu sammelt man die Blüten, die man halbschattig und gut belüftet trocknet und dann in einer Dose lagert.





Wirkung und Anwendung von Rittersporn

  1. blutreinigend
  2. Fettsucht
  3. harntreibend

Rezepte und Anwendungen rund um den Rittersporn






Anwendungsgebiete und Anwendungsbeispiele rund um den Rittersporn

Die Schulmedizin setzt den Rittersporn nicht ein, auch weil eine Wirkung des Rittersporns bezweifelt wird.



Früher verwendete man die Ritterspornblüten als Wundheilmittel. Dafür übergoss man 2 bis 4 g der Blüten mit 250 ml kochendem Wasser und ließ dies 10 Minuten lang ziehen. Danach wurde abgesiebt. Mit einem solchen Tee wurden Wunden gewaschen.

Innerlich angewandt setzte man den Tee als harn- und wurmtreibendes Mittel ein.


Die oben verwendeten Artikel können Sie hier kaufen:




Vorsicht - Risiken und Nebenwirkungen

Die Anwendung des Rittersporns kann zu Vergiftungserscheinungen führen.


Der Samen gilt als giftig.


Schwangere und stillende Frauen sollten auf jeden Fall auf dieses Heilkraut verzichten.


Der Ackerrittersporn ist tiergiftig, das heißt, für manche Tierarten ist er tödlich. Dazu gehören unter anderem Hund und Katze, aber auch Pferde und Kühe.



Fotogalerie

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Thema: Heilkräuter

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Letzte Änderung am Dienstag, 28.7.2015, 11:04:36 Uhr


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