Die Pfefferminze ist in Form von Pfefferminztee in vielen Haushalten zu finden. Pfefferminze schmeckt ab nicht nur gut, sie hilft auch bei allerlei Beschwerden.
Die Pfefferminze war die Arzneipflanze des Jahres 2004.
Die Pfefferminze wirkt anregend, auswurffördernd, beruhigend, desinfizierend, entzündungshemmend, galletreibend, krampflösend und verdauungsfördernd.
Bei Muskelschmerzen kann Pfefferminzöl, auf die Haut aufgetragen, die Schmerzen lindern.
Zudem vertreibt Pfefferminze im Garten Ameisen, Erdflöhe und Kohlweißfliegen.
Geschichtliches um die Pfefferminze
Die Pfefferminze wurde wohl schon im alten Ägypten verwendet, zumindest fand man Reste der Pfefferminze in altägyptischen Gräbern.
Die heute am häufigsten anzutreffende Form der Pfefferminze ist durch eine zufällige Kreuzung im 17. Jahrhundert entstanden. In der Nähe eines Krauseminzenfeldes (die man auch Grüne Minze nennt) in England wuchsen wilde Bachminzen und durch Befruchtung bildete sich dann die Pfefferminze. Wegen ihrer Eigenschaften wird sie seither kultiviert.
Laut einer Sage nach besuchte der Gott der Unterwelt, Hades, nur sehr selten die Welt oben. Als er jedoch doch einmal dort war, verliebte er sich in die Nymphe Minthe. Diese war verzückt von dem Glanz seines goldenen Wagens, der von schwarzen Pferden gezogen wurde. Hades, der versuchte, Minthe zu verführen, hatte allerdings ein Problem mit seiner Ehefrau, der Königin Persephone. Diese nämlich war davon gar nicht begeistert und verwandelte kurzerhand die Arme Minthe in eine Pflanze, die man heutzutage als Minze kennt.
Hexen sollen angeblich Poleiminze zu einen Getränk verarbeitet haben, welches bei denen, die es tranken, schielen auslöste.
Früher glaubte man, daß die Minze Glück bringen würde, wenn man sie am 24. Juni, dem Geburtstag des heiligen Johannes, fand.
Die Minze gehört zu den Menschen, die am 25. Februar Geburtstag haben und steht für Leidenschaft, Tugend und Weisheit. Die Minze gehört zum Planeten Venus.
Man fand bereits in ägyptischen Grabstätten Reste von Minze, daher geht man davon aus, daß sie den Toten in der anderen Welt helfen sollten.
Im Mittelalter waren in vielen Klostergärten Minze-Pflanzen angepflanzt.
Früher träufelte man mit Honig vermischte Minze bei Ohrenschmerzen in die Ohren.
Bei Frauen, die Wehen hatten, pulverisierte man Minze, vermischte sie mit Wein und gab dies den Frauen gegen ihre Schmerzen.
Im alten Griechenland empfahl Aristoteles die Minze als Aphrodisiakum, warnte allerdings davor, zu viel davon zu nehmen. Den Soldaten der damaligen Zeit wurde geraten, vor einer Schlacht davon nichts zu essen, da diese gesteigerte Männlichkeit ihrem Mut und ihrer Kraft im Wege stehen würde.
Die Minze kommt auch in der Erzählung aus 1001 Nacht vor. Scheherazade, die Erzählerin der Geschichte, solle angeblich jeden Tag vor Sonnenaufgang, mit Minze gebadet haben.
Im alten Rom und bei den alten Griechen war der Duft von Minze sehr beliebt. Unter anderem stellte man aus Minze Kränze her, die bei Festen aufgesetzt wurden, zudem wurde Minze auf den Tisch gestellt und auf dem Boden verteilt.
Bräute trugen früher einen Kranz aus Minze, der als Symbol des Glückes diente.
Zudem gaben die Menschen im alten Griechenland Minze in ihr Badewasser und rieben sich die Arme damit ein, damit sie mehr Kraft bekämen.
Im Volksmund sagt man der Minze nach, daß sie Insekten vertreibt. Tatsächlich verstreute man im Mittelalter Minze auf dem Boden, so daß keine Fliegen ins Haus kamen. Auch in Metzgereien stellte man Minze auf, so daß keine Fliegen an das Fleisch kamen.
Die Minze wurde schon immer als einer der wichtigsten Bestandteile von Mundwässern verwendet.
"Wenn man Minze auf Bienenkörbe verteilt, werden Bienen angelockt."
Sage
Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um die Pfefferminze
Nervenstärkend
Je 1 Teelöffel Minze, Melisse und zerstoßene Anissamen mit 1 Tasse kochendem Wasser überbrühen. 10 Minuten ziehen lassen und durch ein Sieb gießen. Bei Bedarf eine Tasse trinken. Mit Honig süßen.
Herzneurose
Teemischung aus 2 Teilen Fenchel, 3 Teilen Pfefferminzblätter und 4 Teilen Baldrian.
1 Teelöffel davon kalt 1/4 Liter Wasser ansetzen (mindestens 2 Stunden) und danach aufkochen. Langsam trinken.
Badezusatz zur allgemeinen Stärkung und Kräftigung und für eine wohltuende Wirkung auf die Nerven Aufguss von 250 bis 500 g Pfefferminz in 2 bis 3 Liter Wasser auf ein Vollbad.
Bei empfindlichem Magen
20 g Tausendgüldenkraut
50 g zerstoßene Kümmelfrüchte
40 g Kamillenblüten
40 g Pfefferminzblätter
2 Teelöffel der Mischung mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Danach absieben.
Nach Bedarf 2 bis 3 Tassen pro Tag trinken.
Bei nervösem Magen mit verbundener Appetitlosigkeit
30 g Kamillenblüten
30 g Thymiankraut
30 g Baldrianwurzel
15 g Pfefferminze
2 Teelöffel der Mischung mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Danach absieben.
Nach Bedarf 2 bis 3 Tassen pro Tag trinken.
Bei Gallenbeschwerden
30 g Löwenzahnwurzel
30 g Pfefferminzblätter
15 g Kurkumawurzelstock
2 Teelöffel der Mischung mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Danach absieben.
Nach Bedarf 2 bis 3 Tassen pro Tag trinken.
Bei Durchfall
20 g Kamillenblüten
20 g Thymiankraut
20 g Pfefferminzblätter
10 g Salbeiblätter
2 Teelöffel der Mischung mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Danach absieben.
Nach Bedarf 2 bis 3 Tassen pro Tag trinken.
Pfefferminztee beruhigt nicht nur bei Magenbeschwerden, sondern wirkt sogar entzündungshemmend. Die Wirkstoffe in einem frisch aufgebrühtem Tee wirken vorbeugend gegen Sodbrennen nach dem Verzehr von fetten Speisen.
Der Tee wirkt sich somit positiv auf den gesamten Organismus aus.
Bauchschmerzen
Bauchschmerzen wird man mit diesem Tee einfach und schnell los: Geben Sie je einen Esslöffel Fenchel- und Kümmelsamen sowie getrocknete Minzeblätter in eine Teekanne. Übergießen Sie das Ganze mit heißem Wasser und lassen Sie es etwa zehn Minuten ziehen.
Bei Müdigkeit hilft Pfefferminz-Milch
Fühlen Sie sich müde und abgeschlagen? Machen Sie sich schnelle eine erfrischende Pfefferminz-Milch: Einen Esslöffel getrocknete Pfefferminze mit 1/4 l kochender Milch aufgießen. Fünf Minuten ziehen lassen und schluckweise trinken.