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Pfefferminze - PfefferminzteeDie Pfefferminze ist in Form von Pfefferminztee in vielen Haushalten zu finden. Pfefferminze schmeckt aber nicht nur gut, sie hilft auch bei allerlei Beschwerden. So war die Pfefferminze die Arzneipflanze des Jahres 2004. Die Pfefferminze ist fast überall anzufinden, auch in vielen heimischen Gärten wird sie inzwischen angepflanzt. Die Pfefferminze liebt feuchte Böden, ansonsten ist sie jedoch sehr genügsam. Die große Familie der Münzen hat viele Mitglieder, nicht nur die Pfefferminze. Dazu gehören unter anderem auch die Wasserminze, die Krause Minze, die Ackerminze oder die Bergamotteminze. Allen gemeinsam ist der typische Pfefferminzgeruch, den man zum Beispiel auch in Kaugummis oder Zahnpasta antrifft. Die Pfefferminze wirkt anregend, auswurffördernd, beruhigend, desinfizierend, entzündungshemmend, galletreibend, krampflösend und verdauungsfördernd. Die Pfefferminze ist auch antiseptisch und schleimlösend, man kann sie deshalb besonders gut bei einer Grippe, einer Erkältung oder bei einem Schnupfen verwenden. Das ätherische Öl der Pfefferminze ist wohl eines der bekanntesten Öle. Der Pfefferminzeduft steigert die Leistung des Gehirns, es fördert klare Gedanken und wirkt erfrischend auf unseren Geist. Das Gehirn wird wacher und das Gedächtnis wird gestärkt. Minzöl eignet sich zum Beispiel für Duftlampen in Büros. Man kann es auch gut mit Zitronenöl mischen, was die geistigen Fähigkeiten noch weiter verstärkt. Man fand in einer amerikanischen Studie zum Beispiel heraus, dass Studenten mathematische Aufgaben wesentlich besser lösen konnten, wenn der Duft der Pfefferminze in der Luft war.
Die Kommission E und die ESCOP empfehlen die Pfefferminze bei:
Wenn Sie auf Reisen gehen, sollte das Minzöl auf keinen Fall in der Reiseapotheke fehlen. So hilft es schnell gegen Übelkeit oder Schwindel, bei Schwäche oder bei einem Schock. Schon ein einziger Tropfen des Minzöl auf ein Taschentuch getropft kann bei leichten Kopfschmerzen helfen oder bei Verspannungen im Nackenbereich. Das ätherische Öl der Pfefferminze regt die Kälterezeptoren unserer Haut an, so dass die Schmerzleitungen zum Gehirn blockiert werden - das bedeutet, dass der Schmerz weg ist. Es kommt zu einer Entspannung der Kopfmuskulatur und der Nackenmuskulatur. Bei Muskelschmerzen kann Pfefferminzöl, auf die Haut aufgetragen, ebenfalls die Schmerzen lindern. Zudem vertreibt Pfefferminze im Garten Ameisen, Erdflöhe und Kohlweißfliegen. Geschichtliches um die PfefferminzeDie Pfefferminze wurde wohl schon im alten Ägypten verwendet, zumindest fand man Reste der Pfefferminze in altägyptischen Gräbern.Die heute am häufigsten anzutreffende Form der Pfefferminze ist durch eine zufällige Kreuzung im 17. Jahrhundert entstanden. In der Nähe eines Krauseminzenfeldes (die man auch Grüne Minze nennt) in England wuchsen wilde Bachminzen und durch Befruchtung bildete sich dann die Pfefferminze. Wegen ihrer Eigenschaften wird sie seither kultiviert. Laut einer Sage nach besuchte der Gott der Unterwelt, Hades, nur sehr selten die Welt oben. Als er jedoch doch einmal dort war, verliebte er sich in die Nymphe Minthe. Diese war verzückt von dem Glanz seines goldenen Wagens, der von schwarzen Pferden gezogen wurde. Hades, der versuchte, Minthe zu verführen, hatte allerdings ein Problem mit seiner Ehefrau, der Königin Persephone. Diese nämlich war davon gar nicht begeistert und verwandelte kurzerhand die Arme Minthe in eine Pflanze, die man heutzutage als Minze kennt. Hexen sollen angeblich Poleiminze zu einen Getränk verarbeitet haben, welches bei denen, die es tranken, schielen auslöste. Früher glaubte man, dass die Minze Glück bringen würde, wenn man sie am 24. Juni, dem Geburtstag des heiligen Johannes, fand. Die Minze gehört zu den Menschen, die am 25. Februar Geburtstag haben und steht für Leidenschaft, Tugend und Weisheit. Die Minze gehört zum Planeten Venus. Man fand bereits in ägyptischen Grabstätten Reste von Minze, daher geht man davon aus, dass sie den Toten in der anderen Welt helfen sollten. Im Mittelalter waren in vielen Klostergärten Minze-Pflanzen angepflanzt. Früher träufelte man mit Honig vermischte Minze bei Ohrenschmerzen in die Ohren. Bei Frauen, die Wehen hatten, pulverisierte man Minze, vermischte sie mit Wein und gab dies den Frauen gegen ihre Schmerzen. Im alten Griechenland empfahl Aristoteles die Minze als Aphrodisiakum, warnte allerdings davor, zu viel davon zu nehmen. Den Soldaten der damaligen Zeit wurde geraten, vor einer Schlacht davon nichts zu essen, da diese gesteigerte Männlichkeit ihrem Mut und ihrer Kraft im Wege stehen würde. Die Minze kommt auch in der Erzählung aus 1001 Nacht vor. Scheherazade, die Erzählerin der Geschichte, solle angeblich jeden Tag vor Sonnenaufgang, mit Minze gebadet haben. Auch heute gilt die Pfefferminze in einigen afrikanischen Ländern als heiliges und heilendes Getränk. Im alten Rom und bei den alten Griechen war der Duft von Minze sehr beliebt. Unter anderem stellte man aus Minze Kränze her, die bei Festen aufgesetzt wurden, zudem wurde Minze auf den Tisch gestellt und auf dem Boden verteilt. Bräute trugen früher einen Kranz aus Minze, der als Symbol des Glückes diente. Zudem gaben die Menschen im alten Griechenland Minze in ihr Badewasser und rieben sich die Arme damit ein, damit sie mehr Kraft bekämen. Im Volksmund sagt man der Minze nach, dass sie Insekten vertreibt. Tatsächlich verstreute man im Mittelalter Minze auf dem Boden, so dass keine Fliegen ins Haus kamen. Auch in Metzgereien stellte man Minze auf, so dass keine Fliegen an das Fleisch kamen. Die Minze wurde schon immer als einer der wichtigsten Bestandteile von Mundwässern verwendet. "Wenn man Minze auf Bienenkörbe verteilt, werden Bienen angelockt." Sage "Wenn aber einer die Kräfte und Arten und Namen der Minzen samt und sonders zu nennen vermöchte, so müsste er gleich auch wissen, wie viele Fische im Roten Meer wohl schwimmen, vor wie vielen Funken Vulkanos, der Schmelzgott von Lemnos schickt die Lüfte empor aus riesigen Essen des Ätna". Wahlfried Strabo "Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr den Zehnten gebt von Minze, Dill und Kümmel und lasst das Wichtigste im Gesetz beiseite, nämlich das Recht, die Barmherzigkeit und den Glauben! Doch dies sollte man tun und jenes nicht lassen." Matthäus, Kapitel 23 Vers 23 Verschiedene Minzarten wachsen im Heiligen Land (Israel) an Wasserläufen und Gräben, meist findet sich die Rossminze. Diese war wohl auch in der Bibel gemeint. Im alten Rom war die Minze ein Symbol für die Gastfreundschaft. So soll sich laut Ovid folgendes zugetragen haben: Zwei Fremde sollen durch ein Dorf gewandert sein, ohne dass sie von den Einheimischen Beachtung fanden - Man bot ihnen weder Speise noch Unterkunft an. Lediglich ein altes Ehepaar, genannt Philemon und Baucis, sollen den Fremden etwas zu Essen anboten haben. Bevor sich die Fremden niedersetzen, sollen Sie den Tisch, um ihn zu säubern und um alten Essensgeruch vertreiben, mit Minzblättern abgerieben haben. Die beiden Fremden sollen die Götter Zeus und Hermes gewesen sein - Als Zeichen des Dankes verwandelten sie die ältliche Hütte des alten Ehepaares in einen prächtigen Tempel. So gilt auch heute noch die Minze als Zeichen der Gastfreundschaft. Pfefferminze in der römischen Küche Griechen und Römer streuten bei Festen Minze auf die Fußböden, um den Appetit der Gäste anzuregen. Der altrömische Schriftsteller Plinius (24 - 79 n. Chr.) berichtet, dass zudem Kränze aus Minze auf dem Kopf getragen wurden, um einem "Kater" (allseits bekannt nach zu viel Alkohol) vorzubeugen. Zudem sollen auch die Tischplatten mit Minze eingerieben worden sein, um die Libido anzuregen. Den Römerinnen war es während der ersten fünf Jahrhunderte nach der Gründung verboten, Wein zu trinken, ja sie durften angeblich sogar noch nicht einmal daran riechen. Was die Damen natürlich nicht davon abhielt, trotzdem Wein zu trinken - Sie nahmen nach dem Weingenuss eine Paste aus Minze und Honig zu sich, um ihren Atem von Duft des Weines zu reinigen. Das Ausreißen der Pflanze aus dem Erdboden galt im alten Rom übrigens als Frevel und sollte Unglück bringen. "Nimmer fehle mir auch ein Vorrat gewöhnlicher Minze, So verschieden nach Sorten und Arten, nach Farben und Kräften. Eine nützliche Art soll die raue Stimme, so sagt man, Wieder zu klarem Klang zurückzuführen vermögen, Wenn ein Kranker, den häufige Heiserkeit quälend belästigt, Trinkend einnimmt als Tee ihren Saft mit nüchternem Magen. Noch eine Art dieser Pflanze, von mastigem Wuchs, ist vorhanden, Die nicht mehr bloß eines kleinen Gewächses Schatten verbreitet, Sondern nach Art des Holunders mit starkem Stängel emporstrebt, Spreitet nach allen Seiten die großen Flügel der Blätter. Anders ist ihr Geruch und ihr Saft etwas herber zu trinken. Wen aber einer die Kräfte und Arten und Namen der Minze Samt und sonders zu nennen vermöchte, so müsste er gleich auch Wissen, wie viele Fische im Roten Meere wohl schwimmen, Oder sie viele Funken Vulkanus, der Schmelzgott aus Lemnos, Schickt in die Lüfte empor aus den riesigen Essen des Aetna. Walafried Strabo Hildegard von Bingen (1098-1179) empfahl die zerstoßen Blätter als Pflaster gegen Geschwüre und Krätze - ob sie schon die antiseptische Eigenschaft der Minzblätter kannte ist ungewiss, trotzdem kannte sie schon die Wirkung. "die myntzen hat auch dy art: wen man sy pflantzt zu andern kreutern und allermaist zu kol, do lat sy kain schedlich tier waxn, ..." Johannes Hartlieb (ca. 1400-1468), Leibarzt von Herzog Albrecht von Bayern Im 18. Jahrhundert schätzte man die Minze überwiegend aufgrund ihrer Heilwirkungen - Tatsächlich wurde sie gegen fast alles eingesetzt: Koliken, Verdauungsbeschwerden, Schmerzen, Bisse usw. Die Boston Tea Party 1773 Die Kolonisten im jungen Amerika, oder auch Neue Welt genannt, kamen ja ursprünglich überwiegend aus Europa und kannten deshalb auch die Minze. Auch sie verwendeten sie natürlich reichlich - Gegen Kopfweh, Verdauungsstörungen oder auch Schlaflosigkeit. Und sie tranken den Tee auch einfach mal so, weil er gut schmeckte und - und jetzt kommt's - weil er nicht besteuert wurde! Denn tatsächlich mussten man damals auf schwarzen Tee hohe Zölle und Steuern zahlen. Die Obrigkeit bemerkte das natürlich und so erlies das britisches Parlament (damals gehörten die neuen Kolonien zu Großbritannien) im Jahre 1773 den "Tea Act". Dieser Tea-Act sollte (die Zusammenhänge sind sehr kompliziert...) dafür sorgen, dass man ab sofort auch an allen anderen Teesorten außer dem schwarzen Tee verdienen konnte. Es kam, wie es kommen musste: In der Nacht zum 16. Dezember 1773 gingen 60 Männer als Indianer verkleidet, zum Hafen und enterten die Schiffe, mit denen der Tee aus Europa angeliefert wurde. Sie warfen den Tee über Bord - Es gab einen Schaden von 10’000 Pfund - Damals ein Vermögen! England war gar nicht amused - Die Häfen wurden geschlossen - Drei Jahre später begann der Unabhängigkeitskrieg zwischen Britannien und dem jungen Amerika, aus dem Amerika als eigenständige Nation hervorging. Minze galt früher als Schutz vor Verhexung und Krankheiten. Griechische Bräutigame bekränzten sich am Tag der Hochzeit mit einem Minzkranz - Dies galt als das Zeichen der leidenschaftlichen Liebe. Seefahrer sollen früher das Trinkwasser mit Minze frisch gehalten haben. Zudem soll eine Mischung aus Pfefferminze und Ingwer gegen die Seekrankheit geholfen haben. Schon seit tausenden Jahren baut man in China und Japan Minze an. Die Blätter eignen sich als beliebtes Räuchermittel, dessen Duft den Geist reinigt und schärft. Außerdem beruhigt er die Nerven, muntert auf und gleicht die Seele aus. Minze wurde schon früher gegen Gedächtnisschwäche empfohlen und wurde auch anstatt Riechsalz gegen Ohnmachtsanfälle verwendet, oder einfach nur so, um die Lebensgeister zu wecken. Marius Müller-Westernhagen sang 1978 "Mit Pfefferminz bin ich Dein Prinz". Volksnamen der PfefferminzeAckerminze, Aderminze, Balsam, Edelminze, Englische Minze, Gartenminze, Katzenkraut, TeeminzeHauptwirkung der PfefferminzePfefferminze ist erfrischend-kühlend und magenberuhigend, es lindert zudem Kopfweh.Wirkung und Anwendung von Pfefferminze
Verwendete PflanzenteileVerwendet werden die BlätterInhaltsstoffeÄtherisches Öl (u.a. Menthol), Gerbstoffe, Bitterstoffe, EnzymeSammelzeitGesammelt wird im Frühsommer vor der BlüteAnwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um die PfefferminzeDer PfefferminzteePfefferminztee ist einer der beliebtesten Teesorten in Deutschland.Jeder kennt diesen Tee, jeder hat ihn wohl schon einmal getrunken. Neben der Verwendung als Gesundheitstee bei Magen- und Halsschmerzen gibt es noch Anwendungsmöglichkeiten als Umschlag oder als Tinktur, zum Beispiel zum Gurgeln. Pfefferminztee lässt sich heiß und kalt trinken, man kann ihn sogar Cocktails beigeben. Pfefferminztee als Beuteltee ist leicht zuzubereiten, einfach den Teebeutel in kochendes Wasser geben und 5 Minuten ziehen lassen. Normalerweise trinkt man ihn ohne Zucker, aber etwas Honig kann man ruhig beigeben, wenn er der Gesundheit dienen soll. Tee aus frischen Pfefferminzblättern herzustellen ist aber auch nicht schwer, man braucht dazu eben frische Pfefferminze. Zerkleinern Sie die Blätter etwas und geben Sie sie in kochendes Wasser. Dann 10 Minuten ziehen lassen und absieben.
Pfefferminze in der KüchePfefferminze ist ein wunderbares Gewürz, das man bei uns leider zu selten verwendet - in anderen Ländern ist das anders: Minze spielt in der türkischen Küche eine wichtige Rolle - Frische Minzblätter werden z.B. oft mit Joghurt zusammen verwendet. Gleiches gilt für den Libanon oder auch Israel.Mit Minze würzt man u.a. auch:
Ein Rezept für eine Minzsauce Für 4 Portionen Sie benötigen dazu 250 ml Weinessig 180 g Zucker 3 Bund Minzeblätter Kochen Sie den Essig und den Zucker auf, bis der Zucker sich löst. Vom Feuer nehmen, feingehackte Minze unterrühren und kalt werden lassen. Schmeckt besonders gut zu gebratener Lammkeule oder zu einem Lammkotelett. Die Pfefferminze im GartenDie Pfefferminze wächst im Garten sehr gut, sogar so gut, dass sie schnell alles überwuchert, wenn man ihr keinen Einhalt gebietet. Schneiden Sie deshalb regelmäßig Ausläufer ab, so dass sie sich nicht weiter ausbreiten kann.Die Pfefferminze mag einen feuchten Boden, man sollte also immer für genügend Wasser sorgen. Wenn Sie die Pfefferminze ernten wollen, sollten Sie dies zur Mittagszeit tun, denn dann ist die Konzentration an ätherischen Ölen besonders hoch. Zupfen Sie immer die frischen Blätter ab.
Fotos von der PfefferminzeA B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
0.0994338989257812 sec. to build Weisheit des Tages: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar. ...powered by a lot of Coffee...
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