Odermennig
(Agrimonia eupatoria)

 

Der Odermennig wurde schon in der Antike als Mittel gegen Wunden und bei Lebererkrankungen verwendet.

Der Odermennig ist eine ausdauernde Pflanze, die bis zu einen Meter hoch werden kann. Er hat gelbe Blüten, die von Juni bis September von unten nach oben aufblühen. Man findet den Odermennig überall in Europa, auf dem Balkan, in Russland und in Asien. Er wächst auf trockenen Wiesen, an Hecken, Wegrändern und in lichten Gebüschen.

Eine Verwendung in der Naturheilkunde findet das ganze Kraut der Pflanze. Dieses sollte man im Juni und Juli ernten, da es dann am wirkungsvollsten ist. Dieses sollte man nach der Ernte trocknen, indem man es in Bündeln an die Luft hängt.

Der Anteil an Gerbstoffen in der Pflanze macht es wirksam bei Durchfall. Die Kombination mit den Bitterstoffe und dem ätherischen Öl begründet die Wirkung bei Magen- und Darmbeschwerden, ungenügendem Gallefluss und zu wenig Fermentabsonderung.

Volksnamen
Ackermännchen, Leberklette, Schafklette, griechisches Leberkraut, Sängerkraut, Adermennig, Ackerblume, Beerkraut, Bruchkraut, Brustchrut, Bubenläuse, Fünfblatt, Hagemundiskraut, Hagenmändle, Heil aller Welt, Kaisertee, Klettenkraut, König aller Kräuter, Leberklee, Leberklette, Odermandli, Zöpfchen

Wirkung und Anwendung von Odermennig

  • Appetitlosigkeit
  • Blasenleiden
  • Blutarmut
  • Durchfall
  • Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut
  • Entzündungenen der Haut
  • Gallen- und Leberleiden
  • Gallenleiden
  • Gallekoliken
  • Halsbeschwerden
  • Hexenschuss
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Milzerkrankungen
  • Mundfäule
  • Nierenleiden
  • Rachen- und Kehlkopfentzündungen
  • Rachenentzündungen
  • Rheuma
  • Schlafstörungen
  • Verdauungsstörungen
  • Wunden

Verwendete Pflanzenteile
Verwendet wird das ganze Kraut

Sammelzeit
Gesammelt wird im Juni und Juli

Wirkstoffe
Gerbstoffe, ätherisches Öl, Triterpene, Schleimstoffe, Flavonoide

 

 

 

 

 

 

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