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Mutterkraut

Das Mutterkraut (Tanacetum perthenium) wird heutzutage kaum noch verwendet. Meist findet man das Mutterkraut heute wild als Unkraut, da ein Anbau in Gärten nicht mehr stattfindet.




Die Fähigkeiten des Mutterkrautes sind seit jeher bekannt. Es wurde früher verwendet, um Melancholie sowie Kopfschmerzen zu lindern.


Das Mutterkraut ähnelt vom Aussehen her der Kamille. Man findet es an Wegen und Zäunen. Die Heilwirkung zielt im Gegensatz zur Kamille jedoch in eine andere Richtung. Das Mutterkraut wirkt unter anderem appetitanregend und ist beruhigend. Mutterkraut ist ein zierliches und hübsches Gewächs, das schon seit Urzeiten bekannt ist.

Ursprünglich stammt es aus Asien, hat sich aber schon bei den alten Griechen als Heilpflanze bewährt.


Das Mutterkraut kommt eigentlich aus dem östlichen Mittelmeerraum, wurde von dort zu uns gebracht. Man pflanzte es hier als Heil- und Zierpflanze an.

Das Mutterkraut mag nährstoffreiche Böden. Im Frühling wachsen hellgrüne Blätter an verzweigten Stängeln. Die Pflanze wird bis zu 80 cm groß. Schon eine einzige Pflanze kann einen Quadratmeter bedecken.


Im Juli und August wachsen die Blüten, die etwas wie Kamille aussehen. Das Mutterkraut duftet ziemlich würzig. Die Blüten sammelt man zur Blütezeit, das Kraut ebenfalls. Beides wird in dünnen Schichten im Schatten getrocknet und dabei vorsichtig gewendet.

Mutterkraut duftet durchdringend und muss in verschlossenen Behältern aufbewahrt werden.


In der Naturheilkunde setzt man Mutterkraut bei Verdauungsstörungen ein, bei Krampfzuständen und gegen Frauenleiden.


Äußerlich angewendet hilft ein starker Aufguss bei Schwellungen, offenen Wunden und kann für Mundspülungen eingesetzt werden.


Geschichtliches

Dioskurides erwähnte in der Antike bereits das Mutterkraut. Er schätzte es als hochwertige Heilpflanze. Der Name kommt von seiner Verwendung bei Schwangerschaftsbeschwerden – es löst die Menstruation aus und die Ablösung der Plazenta.

Einsatzgebiet damals war überwiegend die Frauenheilkunde, es sollte die Geburt erleichtern und Menstruationsbeschwerden lindern.

Aber auch bei Fieber und bei Kopfschmerzen setzte man es ein.


Wirkung und Anwendung von Mutterkraut

  1. appetitanregend
  2. Asthma
  3. beruhigend
  4. Blähungen
  5. Depressionen
  6. durchblutungsfördernd
  7. eisprungfördernd
  8. eitrige Wunden
  9. entzündungshemmend
  10. Erkältungen
  11. Fieber
  12. fiebervertreibend
  13. geburtsfördernd
  14. gefäßerweiternd
  15. Gelenkentzündungen
  16. Gicht
  17. Husten
  18. Insektenstiche
  19. Kopfschmerzen
  20. krampflösend
  21. krampfstillend
  22. Leukämie
  23. löst leichte Muskelkrämpfe
  24. Magenschwäche
  25. menstruationsfördernd
  26. menstruationsregulierend
  27. Migräne
  28. Ohrensausen
  29. Rheuma
  30. Verstopfung




Übersicht


Volksnamen

Martricaria, Moederkruid, Matrum, Espargouttee, Martricaire, Malherbe, Mandiane, Falsche Kamille, Fieberkraut, Römische Kamille, Bertram, Chrysanthemum parthenium, Feverfew, Frauenminze, Goldfederich, Jungfernkraut, Knopfkamille, Mägdeblumenkraut, Matram, Matronenkraut, Metra, Metram, Mettram, Mutterkamille, Sonnenauge



Verwendete Pflanzenteile

Verwendet wird das Kraut



Sammelzeit

Gesammelt wird im Mai bis in den September



Aus dem Tagungsbericht der 16. Schweizerischen Tagung für Phytotherapie - 2001

Mutterkraut dient der Migräne-Vorbeugung. Zwei oder drei Blätter reichen als tägliche Dosis. Nach einer dreimonatigen täglichen Einnahme haben manche Leute festgestellt, dass sie auch hinterher noch monatelang anfallsfrei waren, obwohl sie kein Mutterkraut mehr genommen haben. Andere machten die Beobachtung, dass Mutterkraut die Intensität der Kopfschmerzen verringerte oder dass ihnen nicht mehr übel wurde. Getrocknetes Mutterkraut wirkt offenbar genauso gut wie frisches. Wichtig: Mutterkraut ist ein reines Prophylaktikum und sollte über einen Zeitraum von wenigstens 2 Monaten täglich eingenommen werden. [...] Nebenwirkungen wurden bisher nicht registriert. Das Mittel sollte jedoch während der Schwangerschaft und Stillzeit wegen des Hauptwirkstoffes Sesquiterpenlacton nicht angewendet werden.

Rezepte und Anwendungen rund um das Mutterkraut






Mutterkrautsirup

(Quelle: Hirsch/Grünberger "die Kräuter in meinem Garten")

1 Hand voll frische oder getrocknete Blüten und Blätter mit soviel Weißwein übergießen, dass alles gut bedeckt ist. Bei getrockneten Blättern immer mal wieder nachschauen, evtl. noch Wein hinzugeben. Für ca. 3 Wochen dunkel stellen, dann erhitzen (nicht kochen), abfiltern, Kraut gut ausdrücken. Wiegen und die gleiche Menge Honig unterrühren.

Teelöffelweise einnehmen.

Hilft bei Asthma, Heuschnupfen, Bronchitis, Kopfschmerzen und Leberträgheit. Bald verbrauchen, kühl lagern, es hält nicht sehr lange.



Mutterkrauttinktur

Eine Hand voll getrocknete Blüten mit hochprozentigem Alkohol übergießen. 6 Wochen an einem sonnigen Platz stehen lassen, abfiltern und tropfenweise einnehmen, wenn sich eine Migräne ankündigt.



Tee

1 Teelöffel getrocknete Blätter und Blüten mit 250 ml kochendem Wasser übergießen. 5 Min. ziehen lassen. Kann vorbeugend gegen Migräne verwendet werden.



Mutterkraut beugt Migräne vor

Die regelmäßige Einnahme von Mutterkraut über Wochen hinweg vermindert nachweislich das Auftreten und auch die Schwere von Migräneanfällen.


Dabei scheint es unwichtig, ob man frische oder getrocknete Blätter zu sich nimmt. Allein entscheidend scheint zu sein, dass die Dosis stimmt. Sie sollte bei einem Teelöffel frischem beziehungsweise 1/4 Teelöffel getrocknetem Mutterkraut mindestens acht Wochen hindurch täglich beibehalten.


Es hat sich übrigens auch gezeigt, dass die positive Wirkung auch lange anhält, nachdem man es wieder abgesetzt hat.

Während einer Schwangerschaft und während der Stillzeit sollte Mutterkraut übrigens nicht eingenommen werden.



Mutterkraut hilft auch gegen Motten

Wer den Geruch von Lavendel satt hat, kann es stattdessen mit Mutterkrautsäckchen versuchen.



Mutterkraut - das Aspirin der Engländer

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts verwendete man Mutterkraut in England als Mittel gegen Kopfschmerzen, Fieber und Schmerzen. Völlig zu Recht, denn seine Wirkung ist der des Aspirins ziemlich ähnlich.


Am einfachsten nimmt man die Blätter teelöffelweise zu sich, oder man kocht einen Tee aus ihnen, indem man einen Teelöffel der getrockneten Mutterkrautblätter und -blüten mit 250 ml kochendem Wasser übergießt und dann 5 Minuten ziehen lässt. Danach absieben.


Und anscheinend kann das Mutterkraut noch mehr: Wie jüngste Studien gezeigt haben, scheint eine bestimmte Substanz im Mutterkraut auf Krebszellen bei Leukämie einzuwirken. Man darf gespannt sein, ob sich daraus ein neues Medikament entwickeln lässt...



Mutterkraut fördert die Ablösung der Plazenta

Wenn man direkt nach einer Entbindung Mutterkrauttee trinkt, wird der Uterus stimuliert. Laut Überlieferung war dieses Wissen schon in der Antike bekannt, es wurde damals zur Erleichterung der Geburt und der Nachgeburt angewendet. Es fördert die Ablösung der Plazenta nach der Geburt. Man sollte deshalb das Mutterkraut auch nicht während der frühen bis mittleren Schwangerschaft einnehmen. Übrigens soll Wacholdertee eine ähnliche Wirkung auf die Plazenta besitzen.



Bei jungen Mädchen, bei denen die Menstruation noch unregelmäßig kommt, kann Mutterkraut hilfreich sein, es löst nämlich die Menstruation aus.



Mutterkraut in Gesichtswasser oder in einer Gesichtspackung hilft bei Flecken im Gesicht und Hautunreinheiten. Kompressen mit Mutterkraut können bei Ohrensausen helfen.



Die Blätter des Mutterkrauts vermindern nachweislich das Auftreten von Migräneanfällen, wenn sie über Wochen regelmäßig vorbeugend eingenommen werden.



Sie sollen außerdem beruhigend und verdauungsfördernd wirken und Parasiten im Darm bekämpfen. Äußerlich angewendet sollen sie auch gegen Hauteiterungen helfen und Insekte abwehren.


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Vorsicht - Risiken und Nebenwirkungen


Nicht in der Schwangerschaft und Stillzeit einnehmen.









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Thema: Heilkräuter

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Kurzinfo
Mutterkraut
  • Pflanzenfamilie: Diese Heilpflanze ist ein Angehöriger der Familie der Korbblütler
  • Herkunftsgebiet: die nördliche Erdhalbkugel
  • Wächst auf nährstoffhaltigen Fluren
  • Pflanzenbeschreibung: aufrechter Wuchs, wird bis zu 60 cm groß
  • Grüngelbe Blätter, die gefiedert sind.
  • Die Blüten sind weiß und erinnern an die Kamille, duften auch kamillenartig
  • Der Wuchsort ist in der Sonne, auf lockeren Erdböden
  • Heilpflanze im Garten: stellt keine Ansprüche an seine Umgebung, Zurückschneiden nachdem die erste Blüte vorüber ist fördert die 2. Blüte
  • Verwendung: Die frischen Blüten werden mit Wasser überbrüht, können so in Salat. Soll sogar als Auflage auf ein Butterbrot gegen Migräne vorbeugen.
  • Tees aus den Blüten und den Blättern helfen bei Verdauungsproblemen.
  • Nicht in einer Schwangerschaft einsetzten
  • Kann Allergien auslösen





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Letzte Änderung am Mittwoch, 25.2.2015, 09:00:21 Uhr


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