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Mädesüß


Mädesüß (Filipendula ulmaria) wurde schon im Altertum als Heilkraut verwendet. Es gehört zu den wenigen Schmerzmitteln, die natürlich in Heilpflanzen vorkommen.

Mädesüß gehört zu den mehrjährigen Pflanzen und erblüht von Juni bis August. Die Blüten kann man zur gleichen Zeit sammeln, die Blätter im Mai und im Juni, Wurzelstöcke sammelt man im April oder zwischen Oktober und November.

Die Blüten werden schattig in dünnen Schichten getrocknet.


Mädesüß wächst an feuchten oder moorigen Orten, seine weißen Blüten wachsen an Stängeln, die bis zu 1,5 Meter hoch werden können.

Diese Blüten duften herrlich nach Honig und Bittermandeln, teilweise auch nach Vanille, sie reinigen die Atemluft und hemmen das Wachstum von Keimen. Die Blätter riechen eher nach Krankhenhaus...


Schon 1840 wies man reine Salicylsäure im Mädesüß nach. Diese Salicylsäure wirkt bei Gicht, Kopfschmerzen, Entzündungen oder rheumatischen Schmerzen.


Man kann Mädesüß als Tee (aus den Blüten hergestellt) gegen Grippe einsetzen, zur Senkung von Fieber oder bei rheumatischen Schmerzen.


Ein Tee aus Mädesüß regt die Nieren an, hilft das Gewebe zu entwässern und senkt den Harnsäurespiegel. Zudem hat die Pflanze eine unterstützende Wirkung auf die Leberfunktionen.


Die Blätter und Blüten des Mädesüß sind sehr schweißtreibend, man verwendet sie außerdem auch bei Harnblasen- und Nierenschmerzen.


Einen solchen Tee kann man als Aufguss herstellen, indem man einen Teelöffel Mädesüß pro Tasse Wasser verwendet und zwei- bis dreimal täglich trinkt, oder als Auszug, indem man einen Teelöffel Mädesüß je Tasse Wasser für zehn Stunden stehen lässt und dann zu sich nimmt.


Sagen und Geschichten

Die alten Kelten liebten den Mädesüß wegen wohligen Duftes, den die Blüten verströmen.

Kein Wunder also, dass lange Zeit die Blüten als Duftmittel in Zimmer, Sälen oder auch in Liebeslagern verstreut wurden.


Der deutsche Name Mädesüß kann als Hinweis dafür gedeutet werden, dass die Pflanze zum Süßen des Mets verwendet wurde (Met süß).


Wirkung und Anwendung des Mädesüß

  1. Blasenprobleme
  2. blutreinigend
  3. Darmprobleme
  4. entgiftend
  5. entzündungshemmend
  6. Erkältungen
  7. Fieber
  8. Gicht
  9. Grippe
  10. harntreibend
  11. Kopfschmerzen
  12. Magenprobleme
  13. Migräne
  14. Nierenprobleme
  15. Ödeme
  16. Rheuma
  17. Schmerzen
  18. schmerzstillend
  19. schweißtreibend
  20. Wassersucht




Übersicht zum Mädesüß


Volksnamen

Geißbart, Spierstaude, Wiesenkönigin


Englisch

Meadowsweet


Verwendete Pflanzenteile

Verwendet werden die Blüten, die Blätter und die Wurzeln

Sammelzeit: Blüten: Juni bis August, Wurzeln: Herbst und Frühling



Standort

Nährstoffreiche feuchte Wiesen, Gräben und Ufer



Erntezeit

Blüten und junge Blätter im Juni bis in den August

Die Wurzeln in Oktober und November



Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl, Flavonoide, Phenylglykoside, Gerbstoffe, Salicylaldehyd, Schleimstoffe, Vanillin






Rezepte und Anwendungen rund um das Mädesüß






Ein Tee aus Mädesüß kann bei Erkältungen oder grippalen Infekten helfen. Und sogar bei einer Grippe kann er eine lindernde Wirkung haben. Er hilft, das Fieber zu senken, verringert Schmerzen und hat eine abschwellende Wirkung auf die Schleimhäute.


Mädesüßtee hilft bei vielen Arten von Ödemen. Er hat eine harntreibende und entgiftende Wirkung, hilft so bei Beschwerden des Harnapparates und des Stoffwechsels.



Einen Mädesüßblütentee stellt man als Aufguss her. Einen Tee aus den Wurzeln jedoch setzt man kalt an und lässt ihn 10 Stunden ruhen, dann kocht man ihn auf, lässt ihn 2 Minuten ziehen und siebt dann ab.



Gegen Durchfall

In Mädesüßtee sind viele Gerbstoffe enthalten, die bei Durchfall und Magen-Darm-Reizungen helfen.

Trinken Sie dazu 3-mal pro Tag einen Tee aus Mädesüßblüten.



Vorsicht - Risiken und Nebenwirkungen

Mädesüß enthält Acetylsalicylsäure.

Sollte man eine Allergie gegen Acetylsalicylsäure (in Aspirin enthalten) haben, bitte nicht anwenden!



Mädesüß
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Fotogalerie

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Thema: Heilkräuter

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Kurzinfo
Mädesüß
  • Gehört zur Pflanzenfamilie der Rosengewächse
  • Herkunftsgebiet Europa
  • Mag feuchte Wiesen, wächst an Flussufern
  • Pflanzenbeschreibung: buschartig, bis zu 1,5 m groß
  • Blätter sind gefiedert, am Rand gesägt. Deutliche Blattadern.
  • Die Blüten sind weiß-cremig, stehen in Trugdolden, Duft der Blüten ist wie Mandeln und Honig
  • Der Wuchsort ist in der Sonne oder im Halbschatten
  • Pflanze mag feuchte bis sehr feuchte Erdböden
  • Pflanze im Garten: sollte nach der Blüte zurückgeschnitten werden. Ist winterhart.
  • Saat im Frühjahr, Teilung ebenfalls im Frühjahr.
  • Verwendungsmöglichkeiten: Junge Blüten und Blätter für Salate und Suppen. Blüten auch für Desserts und Marmeladen, in Wein, in Limonade. Tee wirkt beruhigend und lindert Schmerzen von Gicht und Rheuma.

Hier können Sie weiterlesen

... die Blüten in Wein gekocht und getrunken, befreit die Pflanze von Anfällen des Viertagefiebers...

John Gerard





Wissenschaftliches

Die Kommission E nennt eine Anwendungsmöglichkeit von Mädesüßblättern und Mädesüßblüten als unterstützendes Mittel bei Erkältungskrankheiten.





Letzte Änderung am Mittwoch, 30.3.2016, 17:06:06 Uhr


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