Die Königskerze hat ihren Namen vermutlich wegen ihrer
Größe, die Sie erreichen kann. Die Königskerze
kann bis zu 3 m groß werden. Sie ist dadurch eine der
größten einheimischen Blumen. Der botanische Name
leitet sich wahrscheinlich vom lateinischen barbascum ab.
Das bedeutet ins Deutsche übersetzt soviel wie Bart.
Der Name deutet als auf eine bärtige Pflanze hin.
Man findet die Königskerze oft an sonnigen Plätzen,
auf Waldlichtungen und an Kahlschlägen.
Man sammelt die geöffneten gelben Blüten von Mitte
Juni bis in den September, am besten an sonnigen Tagen. Danach
trocknet man sie und bewahrt sie am besten luftdicht verschlossen
auf.
In der Naturheilkunde gilt die Königskerze als schleimlösend
und harntreibend, sie ist ein wichtiger Bestandteil von Brusttees,
Krampfzustände können durch sie gelöst werden.
Äußerlich angewendet hilft die Königskerze
in Bädern und Umschlägen gegen Unterschenkelgeschwüre
und Hämorrhoiden.
Geschichtliches und Sagen um die Königskerze
Amulette aus der Wurzel der Königskerze sollten vor bösen
Kräften und Unholden schützen.
Hippokrates erwähnte die Königskerze als Mittel
zur Wundbehandlungen.
Hildegard
von Bingen setzte die Blätter der Königskerze als
Heilmittel gegen Schwermütigkeit ein.
Aristoteles verwendete die Königskerze zum Fischfang.
Er streute den Samen ins Gewässer, die enthaltenen Saponine
sollten die Fische betäuben, sodaß sie leichter
zu fangen seien.