Die Kapuzinerkresse ist ein ausdauerndes Kraut. Es blüht von Mai bis Oktober, die Samen kann man von Juni bis Oktober sammeln. Die Kapuzinerkresse kommt ursprünglich aus Südamerika zu uns. Dort findet man an die 80 verschiedene Arten.
Hierzulande sieht man in der Kapuzinerkresse eher eine Zierpflanze oder als Kraut für die Küche.
Ihre Blüten und ihre jungen Samen kann man z.B. zum Würzen von Salaten verwenden. Sie schmecken würzig bis scharf. Allerdings sollte man nicht zu viel davon zu sich nehmen, da es sonst zu Magen-Darm-Beschwerden kommen könnte.
Die Hüllen der Samen werden übrigens auch, in Essig eingelegt, als (günstiger) Kapernersatz verwendet.
In Südamerika wurde die Kapuzinerkresse u.a. zur Wundbehandlung verwendet. Als auswurfförderndes und desinfizierendes Mittel bei Atemwegserkrankungen ist die Kapuzinerkresse schon lange bekannt.
Zusätzlich hat die Kapuzinerkresse eine antibiotische Wirkung. Da die Pflanze einen sehr hohen Vitamin-C-Gehalt hat, kann sie auch die körpereigene Abwehrkraft steigern.
Eine Wirksamkeit bei Tuberkulose ist ebenfalls gegeben.
Erkältungen
1 Teelöffel Preßsaft in 1 Glas Wasser geben. Täglich zwei Gläser trinken.
Blutreinigung
Täglich einige frische Blätter essen.
Tinktur
100 g Blätter in 1/4 l Alkohol ansetzen, gelegentlich aufrütteln und nach 10 Tagen absieben.
Täglich 3 x 30 Tropfen einnehmen.
Gegen Schuppen
Zwei Händevoll Kapuzinerkresse in kaltem Wasser aufsetzen, zum Kochen bringen und eine Viertelstunde leise köcheln lassen.
Durch ein Sieb gießen und nach dem Haarewaschen als letztes Spülwasser verwenden.
Vorsicht
Kapuzinerkresse kann in großen Mengen Magen- und Darmprobleme verursachen!