(Leonurus cardiaca) Der Herzgespann ist ein ausdauerndes Kraut, welches ursprünglich aus Sibirien stammt. Herzgespann erblüht von Juni bis Oktober. Selbst sammeln kann man von Juli bis September. Dabei wird die Pflanze von Hand gesammelt, auch mehrfach im Jahr, wenn sie in voller Blüte steht. Man sollte auf eine schonende Trocknung achten. Bereits im Altertum galt die Pflanze Herzgespann - wie der Name bereits andeutet - als Herzmittel.
In der Naturheilkunde setzt man den Herzgespann bei nervösen Leiden ein, bei Herznervosität, bei Herzrhythmusstörungen und bei einem zu hohen Blutdruck.
Geschichtliches um das Herzgespann
'Es gibt kein besseres Kraut, wenn es gilt, die Schleier der Melancholie vom Herzen zu heben, es zu stärken und das Gemüt fröhlich und munter zu stimmen.'
Nicholas Culpeper, 1653
Vermutlich verdankt diese Pflanze ihren Namen der Anwendung gegen Herzklopfen.
Bereits das erste in deutscher Sprache erschienene Kräuterbuch, der "Hortus Sanitatis" (Mainz 1485) empfiehlt die Pflanze gegen Herzkrämpfe, Magendrücken und Engbrüstigkeit. Diese Anwendungen setzen die späteren Kräuterbücher fort.
Dioskurides und Theophrast verwendeten Herzgespann nur als Magenmittel, erst später wurde die Pflanze auch als Herzmittel gepriesen.
Anwendungsbeispiele und alte Rezepte rund um das Herzgespann
Tee
Einen Teelöffel Herzgespannkraut mit ca. 250 ml (eine Tasse) kochendem Wasser übergießen und bedeckt zehn Minuten ziehen lassen. Danach absieben. Bei Bedarf kann mit Honig gesüßt werden.
Drei bis viermal täglich eine Tasse frisch zubereiteten Herzgespann Tee trinken.
Bevor Sie sich selbst mit Heilkräutern behandeln fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker!
Vorsicht
Nicht in der Schwangerschaft anwenden, da Nebenwirkungen nicht auszuschließen sind.
Nicht bei Kindern unter 12 Jahren anwenden.
Möglicherweise besteht ein Suchtpotenzial.
Herzgespann zählt zu den geschützten Pflanzen.