Der Granatapfel ist ein sommergrüner, bis zu fünf Meter großer Baum, den man aber auch gerne als Strauch kultiviert. Der Granatapfelbaum kann mehrere hundert Jahre alt werden.
Die Frucht des Granatapfelbaumes ist anfangs grün, später orange-rot, kann eine Größe von bis zu 10 cm erreichen. Sie ist von unzähligen Wänden durchzogen. In den dazwischen liegenden Kammern sind die bis zu 15 mm großen kantigen Samen zu finden, umgeben vom saftig roten, etwas glasigen Samenmantel, der schnell platzt, wenn man ihn etwas drückt.
Der Granatapfel hat eine antioxidative Wirkung, die 3 - 4mal so hoch ist wie die von Rotwein oder Grüntee. Freie Radikale im Körper werden unschädlich gemacht, er bietet also einen vorbeugenden Schutz gegen Krebs bzw. Tumore.
Interessantes zum Granatapfel
Der Granatapfel gab sowohl der (Hand)Granate ihren Namen als auch dem Edelstein Granat, der eine ähnliche rote Farbe besitzt. Wahrscheinlich auch der in Spanien liegenden Stadt Granada, in deren Umland bis heute der Granatapfel angebaut wird.
Im alten Griechenland schrieb man den Granatapfel den Göttern der Unterwelt, Hades und Persephone, zu. Laut Sage entführte Hades die Mutter Persephones, Demeter, und brachte sie in die Unterwelt.
Zeus, seines Zeichens Göttervater im alten Griechenland, beschloss jedoch, daß Persephone zu ihre Mutter durfte, sollte diese in der Unterwelt nichts gegessen haben. Hades, der das nicht wollte, gab Demeter deshalb sechs Granatapfelkerne in deren Mund. Da Demeter nun also etwas gegessen hatte, mußte sie fortan für ein Drittel des Jahres mit Hades in der Unterwelt sein, zwei Drittel des Jahres konnte sie in der Oberwelt bleiben.
Die Inhaltsstoffe des Granatapfels haben anscheinend eine sehr unterschiedliche, aber durchaus positive, Wirkung auf den Körper. Studien haben gezeigt, daß offenbar bestimmte, kranke, Zellen in ihrem Wachstum gebremst werden, bis zum absterben hin, andere Zellen jedoch in ihrem Wachstum beschleunigt werden, so daß eine Erneuerung des Körpers stattfindet.
So hat man z.B. herausgefunden, daß bei einer Arteriosklerose sich die die Dicke der inneren Gefäßwänden der Halsschlagader vergrößert, zugleich der Blutdruck abnimmt. Auch die Durchblutung des Herzmuskels wird erhöht.
In unterschiedlichen Studien fand man heraus, daß sich das Wachstum von Krebszellen vermindert, z.B. bei Krebsarten in der Lunge, der Brust, dem Darm, der Prostata oder auf der Haut.
Granatapfel hat zudem eine antiöstrogene Wirkung. Er beugt Wechseljahrsbeschwerden vor und scheint sogar Brustkrebs vorzubeugen.