Estragon gehört zu den mehrjährigen Stauden und erblüht zwischen Juli und September. Das Kraut des Estragon kann man im Juli und im August sammeln und danach trocknen. Im Mittelalter verwendete man den Estragon gegen die Pest und auch gegen Skorbut.
In der Naturheilkunde setzt man heutzutage den Estragon zur Appetitanregung und zur Verbesserung des Stoffwechsels ein. Estragonblätter, die man kaut, werden gegen Sklerose und bei Gefäßschäden empfohlen.
Laut Sage bekam der Estragon seinen lateinischen Namen von der römischen Göttin Diana.
Im französischen bedeutet das Wort Estragon so viel wie kleiner Drache. Dies kommt daher, dass die dünnen langen Blätter des Estragon Zungen von Drachen ähneln und die Wurzeln, die aufgerollt und verdreht sind, wie ein Schlangenkörper aussieht.
Wenn man unter Zahnschmerzen leidet, so soll man Estragonwurzeln kauen.
Estragon
Zur Vorbeugung gegen Erschöpfung soll man sich Estragonzweige in die Schuhe legen.
Bereits im alten Rom nahmen die Soldaten Estragon gegen Erschöpfung.
Im alten Indien stellte man einen Trank aus Estragon und Fenchel her, der Stärke verleihen sollte.
Früher glaubte man, dass durch Estragon Schlangenbisse geheilt werden können und Stiche von Wespen gelindert werden würden. Im alten England verwendete man Estragon zur Steigerung des Appetits.
Hauptwirkung des Estragon
Estragon gilt als appetitanregend, magenberuhigend, entkrampfend und entwässernd.