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Estragon

Estragon (Artemisia dracunculus) gehört zu den mehrjährigen Stauden und erblüht zwischen Juli und September. Das Kraut des Estragons kann man im Juli und im August sammeln und danach trocknen. Im Mittelalter verwendete man den Estragon gegen die Pest und auch gegen Skorbut.

In der Naturheilkunde setzt man heutzutage den Estragon zur Appetitanregung und zur Verbesserung des Stoffwechsels ein. Estragonblätter, die man kaut, werden gegen Sklerose und bei Gefäßschäden empfohlen.



Der Estragon wird auch Drachenkraut oder Schlangenkraut genannt - wen wundert das, wenn man weiß, dass schon der altehrwürdige Plinius den Estragon als Heilpflanze bei Schlangenbissen beschrieb. Er riet dazu, Estragonblätter auf die Bisse aufzulegen, so dass das Gift aus dem Körper gezogen werde.


Zu uns nach Nordeuropa gelangte der Estragon mit den Kreuzrittern, die ihn aus ihren Feldzügen mitbrachten. In Asien war der Estragon schon seit langer Zeit bekannt, und auch bei uns wurde er schnell sehr beliebt. Heutzutage wächst er in vielen Ländern, da er als Gewürz in vielen Küchen unentbehrlich geworden ist.

Der Estragon liebt magere Erdböden sowie die Sonne.

Estragon passt besonders gut zu Fleisch und Fisch, aber auch zu Gemüse und in einen Salat.

Er regt die Verdauung an, besonders wenn es um die Fettverdauung geht.

Im schönen Österreich liebt man ihn als Aromastoff in Senf, wie mir berichtet wurde.


In den barocken Zeiten galt der Estragon als hochgeschätztes Gewürzmittel und außerdem zum Verfeinern von Essig.


Estragon passt in frischer Form gut auf Salate, bekannt ist der Estragonessig. Man legt einige Tage oder Wochen etwas Estragon in Essig ein, wodurch einerseits der Essig besser schmeckt, andererseits der Estragon so konserviert werden kann.


Aber eigentlich findet man den Estragon mit seinen grünen Triebspitzen eh zu jeder Zeit im Sommer, so dass eine Konservierung wahrscheinlich kaum für jemanden in Frage kommt. Und in unserer heutigen Zeit bekommt man auch sowieso alles zu jeder Zeit im guten Fachhandel.


Jedoch sollte man schon darauf achten, dass man auch einen guten Estragon bekommt: Nur der so genannte "Deutsche Estragon" und der "Französische Estragon" haben ein besonders gutes Aroma. Die darin enthaltenen ätherischen Öle verleihen ihnen ein süßes sowie sehr aromatisches Aroma, das etwas an Anis oder Fenchel erinnern kann.

Leider wird im Gartenhandel oft der so genannte "Russische Estragon" angepriesen, der jedoch nahezu geruchlos ist und ein stark herbes Aroma besitzt.



Als Heilkraut gilt der Estragon als Mittel gegen Verdauungsstörungen bzw. als Mittel, das die Verdauung anregt. Der Estragon mildert Blähungen, er treibt den Harn, außerdem regt er den Appetit an und hilft so auch gegen Appetitlosigkeit.

Die Naturheilkunde kennt ihn außerdem zur Förderung der Regelblutung sowie als anregendes Mittel für die Nieren.



Sagenhaftes zum Estragon


Laut Sage bekam der Estragon seinen lateinischen Namen von der römischen Göttin Diana.


Im französischen bedeutet das Wort Estragon so viel wie kleiner Drache. Dies kommt daher, dass die dünnen langen Blätter des Estragons den Zungen von Drachen ähneln und die Wurzeln, die aufgerollt und verdreht sind, wie ein Schlangenkörper aussehen.


Wenn man unter Zahnschmerzen leidet, so soll man Estragonwurzeln kauen.


Zur Vorbeugung gegen Erschöpfung soll man sich Estragonzweige in die Schuhe legen.


Bereits im alten Rom nahmen die Soldaten Estragon gegen Erschöpfung.


Im alten Indien stellte man einen Trank aus Estragon und Fenchel her, der Stärke verleihen sollte.


Früher glaubte man, dass durch Estragon Schlangenbisse geheilt werden können und Stiche von Wespen gelindert werden würden. Im alten England verwendete man Estragon zur Steigerung des Appetits.


Hauptwirkung des Estragons

Estragon gilt als appetitanregend, magenberuhigend, entkrampfend und entwässernd.


Ernten und trocknen

Je jünger die Pflanze ist, desto milder schmeckt sie. Ältere Pflanzen schmecken so intensiv, dass viele Menschen sie kaum mehr mögen.


Man kann die Zweige und die Blätter bereits im Frühling sammeln; diese kann man für Salate als wohlschmeckende Beigabe verwenden.


Man erntet die Stängel mitsamt der Blätter und hängt sie gebündelt zum Trocknen auf. Der Trockenplatz sollte luftig und nicht zu heiß sein.


Nach der Trocknung reibt man die Blätter von den Stängeln ab und hebt sie in einer Dose auf.


Wirkung und Anwendung des Estragons

  1. Appetitlosigkeit
  2. beruhigend
  3. Blähungen
  4. Fieber
  5. Frühjahrsmüdigkeit
  6. Gicht
  7. Husten
  8. Magenschwäche
  9. Muskelkrämpfe
  10. menstruationsfördernd
  11. harntreibend
  12. Gallenschwäche
  13. nierenanregend
  14. Schluckauf
  15. schmerzstillend
  16. stoffwechselfördernd
  17. Rekonvaleszenz
  18. Rheuma
  19. Nervosität
  20. Schlaflosigkeit
  21. Vitamin-C-Mangel
  22. Wechseljahresbeschwerden
  23. Würmer
  24. Zahnschmerzen
  25. Ödeme
  26. Übelkeit




Übersicht


Englisch

Tarragon



Volksnamen

Eierkraut, Trachant, Dragunwermut, Bertram, Kaisersalat, Biertram, Drabenkraut, Drachantkraut, Dragon, Dragonellikraut, Drakonkraut, Escadron, Schlangenkraut, Trabenkraut



Verwendete Pflanzenteile

Verwendet wird das blühende Kraut



Sammelzeit

Gesammelt wird vom Mai bis Juli



Bevor Sie sich selbst mit Heilkräutern behandeln, fragen Sie bitte einen Arzt oder Apotheker!


Rezepte und Anwendungen rund um den Estragon







Ein Estragonessig

"Man zupfe einen guten Theil frischer Estragonblätter ab, gebet sie mit ein Teil Salz in die dafür ausgesuchte Flasche und füllet dies mit bestem Essig auf.

Mehrere Wochen sonnig stehen lassen oder warm stellen, hierauf werde der Essig Leinwand durchgeseiht, in Flaschen umgefüllet sowie verschlossen."



Ein Estragontee

Geben Sie 1 TL Estragonkraut in 250 ml kochendes Wasser. Lassen Sie den Tee zehn Minuten abgedeckt ziehen, dann absieben.

Trinken Sie den Tee, nachdem Sie besonders schwere Speisen gegessen haben, er regt aber auch allgemein die Verdauung an. Ein Estragontee hilft gegen Völlegefühl.




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Der Estragon in der Küche


Der Estragon hat einen feinen würzigen, bittersüßen Geschmack. Sein Duft erinnert an den des Waldmeisters und des Anis. Je nachdem, in welcher Jahreszeit man ihn erntet, schmeckt er unterschiedlich. So hat er im Sommer ein wesentlich kräftigeres Aroma als im Frühling.


Der Estragon kann gemahlen, gerebelt, getrocknet oder frisch verwendet werden.

Frische Zweigspitzen und Estragonblätter passen wunderbar in butter- oder sahnehaltigen Soßen, sie passen zu hellem Fleisch, zu Geflügel, zu Eiern oder zu Fischgerichten. Der Estragon kann in Salat und Gemüsegerichte, zu Pilzen, in eine selbst gemachte Kräuterbutter oder in einen Quark, zu einem ausgefallenen Essig, in guten Senf, oder zu Gewürzgurken.


Lagerung

Die frischen Blätter können in einem Plastikbecher für wenige Tage im Kühlschrank gelagert werden.

In getrockneter Form lagert man den Estragon dunkel und kühl in einer Dose.

Tipps

Der Estragon kann kaum getrocknet werden, weil er dann sein Aroma verliert. Man kann ihn aber einfrieren.





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Estragon Estragon





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Thema: Heilkräuter

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Kurzinfo
Estragon
  • Diese Pflanze gehört zur Familie der Korbblütler
  • Herkunftsgebiete: Asien
  • Pflanzenbeschreibung: wächst breit und buschig. Die Blätter sind schmal und lanzettlich
  • Die Blüten sind gelblichgrün, unauffällig
  • Der Wuchsort ist hell und sonnenverwöhnt bis halb schattig, warm, aber etwas geschützt, mag feuchte Erde
  • Die Vermehrung der Pflanze erfolgt durch Saat und durch Teilung
  • Verwendungsmöglichkeiten: Man kann die Blätter oder die Triebspitzen sammeln und in frischer Form, in getrockneter Form oder tiefgekühlt verwenden. Die Pflanze passt zu Salat, in Suppen und Soßen.
  • Ein Tee regt den Appetit an








Estragon
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Letzte Änderung am Freitag, 7.8.2015, 18:17:10 Uhr


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