Die Blütezeit der Belladonna ist Ende Mai. In Mittel- und Südeuropa wird die Pflanze häufig als Tee getrunken oder auch zum Rauchen verwendet. Schon in Büchern aus dem 16. Jahrhundert erscheint die Pflanze, die dort Erwähnung findet, weil der Saft der Belladonna, wenn man ihn ins Auge träufelt, die Pupillen vergrößert. Vor allem italienische Frauen haben sich früher dieses Wissen zu Nutze gemacht, um dadurch für die Männer anziehender zu wirken.
Auch heute wird dieser Wirkstoff (Atropin) verwendet, um in der Augenheilkunde die Pupillen zu erweitern. Neuere Untersuchungen weisen außerdem darauf hin, daß die Pflanze bei der parkinsonschen Krankheit hilft.
Die Tollkirsche wächst an warmen Waldrändern und auf Lichtungen in Laubwäldern und in Mischwäldern. Sie bevorzugt humusreichen Boden, der auch gerne etwas kalkhaltig sein darf.