Man findet an fließenden Gewässern ja so einige interessante Kräuter, darunter auch die Bachbunge. Die Bachbunge gehört zur Familie der Wegerichgewächse und zur Gattung des Ehrenpreis.
Die Bachbunge ist ein mehrjähriges Gewächs und man findet es überwiegend an Bachufern. Dabei steht sie jedoch nicht am Ufer selbst, sondern im Wasser. Die Pflanze kann bis zu 60 cm hoch werden und ihre Wurzeln sind vollkommen unter Wasser.
Erkennen kann man die Bachbunge an ihren fleischigen Blättern, die einen gezahnten Rand haben und an der Spitze rundlich sind (siehe Bild).
Die Bachbunge blüht im Mai mit blauen Blüten, die sich bis in den September zeigen können.
Sollten Sie selbst die Bachbunge ernten wollen, beachten Sie bitte, daß Sie sie nicht beschädigen. Außerdem ist darauf zu achten, daß keine Pestiziden enthalten sein könnten, z.B. in der Nähe von Feldern. Zudem befinden sich an den unteren Teilen der Bachbunge oft Larven, die man gründlich entfernen sollte.
Mit ihrem hohen Gehalt an Vitamin C lohnt es sich, sie ab und an in den Speiseplan einzubauen. So kann man die Blätter z.B. als Wildsalat essen. Die Bachbunge hilft in der Naturheilkunde u.a. der Verdauung und wirkt der Frühjahrsmüdigkeit entgegen.
Hildegard von Bingen schrieb
"Die Bachbunge ist von warmer Natur, und wer daraus ein
Mus kocht unter Beigabe von Fett oder Öl und sie so ißt,
der erleichtert seinen Bauch durch Abführen wie mit einem
Trank. Und auch gegessen unterdrückt sie die Gicht."
Jedoch auch als Tinktur kann man die Bachbunge gut anwenden.
Saft aus Bachbunge
Aus den fleischigen Blättern der Bachbunge kann man leicht einen Saft herstellen, der abführend wirkt und die Harntätigkeit anregt. Nehmen Sie dazu mehrmals am Tag einen Teelöffel des Saftes. Zudem kann dieser Saft bei Müdigkeit (Frühjahrsmüdigkeit) eingesetzt werden.