"Viriditas" nannte die heilige Hildegard von Bingen, die schon im 11. Jahrhundert lebte, die Kraft der Natur und das Wachstum der Pflanzen. Sie sah darin auch die stärkste Kraft der Schöpfung.
Nahrung wurde von Hildegard weniger (bzw. gar nicht) nach Vitaminen und Kalorien eingeteilt, sondern nur nach ihrer Heilwirkung. So liebte sie besonders den Dinkel, eine uralte Getreideart, dem sie eine überragende gesundheitliche Wirkung zugeschrieben hat.
Aber sie nannte auch noch anderes besonders gesunde Gemüsesorten, Früchte und Heilkräuter.
Der Hopfen beruhigt die Nerven, die heilende Wirkung kommt von den weiblichen Blüten des Hopfens, den Hopfenzapfen. Der Hopfen hilft wunderbar bei nervöser Unruhe, bei Magenbeschwerden oder auch bei Schlafproblemen.
Ein Hopfentee
Nehmen Sie 2 TL Hopfenzapfen, die Sie mit kochendem Wasser übergießen und dann 10 Minuten stehen lassen. Sie können zur Steigerung der beruhigenden Wirkung auch z.B. Melisse oder Johanniskraut zugeben.
Trinken Sie bevor Sie ins Bett gehen je eine Tasse davon.
Heilwirkung der Gerste
Die Gerste harmonisiert und stärkt den Magen und den Darm, Hildegard empfahl einen Gerstentrunk zur Kräftigung nach einem grippalen Infekt und nach einem Magen-Darm-Infekt.
Gerstentrunk
Nehmen Sie dazu
40 Gramm Haferkörner
20 Gramm Fenchelsamen
40 Gramm Gerstenkörner
Alles eine viertel Stunde lang in 1 Liter Wasser kochen lassen, dann absieben.
Trinken Sie den Absud über den Tag verteilt.
Weisheit des Tages:
Nachdem Gott die Welt erschaffen hatte, erschuf er Mann und Frau. Und um das Ganze dann vor dem Untergang zu bewahren, schuf er den Humor.