Erkrankungen der Haut sind in unserer Zeit sehr weit verbreitet. Dazu gehören Infektionen, die von Pilzen hervorgerufen werden können, und bakterielle Entzündungen, überwiegend aber chronischer Hautkrankheiten, wie Ekzeme und die Schuppenflechte. Schon bei Kindern tritt das chronische Ekzem immer häufiger auf.
Die Veranlagung zur Schuppenflechte und zu Ekzemen wird vererbt. Im weitesten Sinne sind die beiden Krankheiten Stoffwechselerkrankungen. Die medizinisch angewendeten Therapien mit Kortison in Salben oder Cremes kurieren jedoch nur an der Oberfläche. Die Auslöser der Krankheit werden nicht behandelt.
Die naturheilkundliche Behandlung von Schuppenflechte und Neurodermitis wird erst seit kurzem von der Wissenschaft untersucht. Sie stellt jedoch eine sinnvolle Alternative zur chemischen Behandlung dar.
Die Krankheit Schuppenflechte bedeutet für die Betroffenen meist ein großes Leiden, da die Hauterscheinungen sehr unangenehm sind und auch nach außen hin optisch abschreckend wirken können.
Die Schuppenflechte ist erblich bedingt. Einzelne Schübe können aber auch durch klimatische oder mechanische Reize, Störungen des Stoffwechsels, Medikamente, einer Umstellung im Hormonhaushalt und durch psychische Belastungen ausgelöst werden.
Bei der Schuppenflechte bilden sich auf der Haut Hautflecken mit starker Schuppenbildung. Diese Schuppen verursachen normalerweise keinen Juckreiz und verheilen wieder. Betroffen sind überwiegend die Ellenbogen, die Knie, die Handteller, die Füße, der behaarte Kopf, der Rücken und der Po. Aber auch an den Finger- und Fußnägeln kann eine solche Schuppenbildung auftreten.
Wie bei vielen anderen Krankheiten auch können auch hier die Heilkräuter helfen, das Leid zu mildern.
Bei Neurodermitis und Schuppenflechte wird zur Linderung der Symptome das aus der Nachtkerze und dem Borretsch gewonnene fette Öl innerlich eingesetzt. Darin enthalten sind sehr große Mengen an so genannten Gamma-Linolen-Säuren. Bei Neurodermitis soll ein Mangel an diesen Säuren im menschlichen Organismus bestehen.
Hausmittel und Heilkräuter bei Schuppenlechte
Borretsch-Öl
Chronische Ekzeme, vor allem bei Kindern, werden häufig gelindert, wenn man eine Kur mit Borretsch-Öl anwendet. Geben Sie dazu ihrem Kind einmal täglich einen Teelöffel Borretsch-Öl. Dabei muss das Öl nicht pur gegeben werden, es kann auch unter die Nahrung gemischt werden.
Umschlag mit Eichenrinde
Nehmen Sie 10 g geschnittene Eichenrinde und übergießen sie sie mit einem viertel Liter kaltem Wasser. Danach kochen sie das Gemisch auf und lassen es eine viertel Stunde lang ziehen. Danach absieben und abkühlen lassen. Tränken sie damit ein Tuch und legen es auf die betroffenen Stellen. Dieser Umschlag lindert den Juckreiz, vor allem bei Ekzemen und bei Hautentzündungen.
Lavendelöl mit Mandelöl vermischen und die betreffenden Hautpartien damit einreiben.
Nehmen Sie zu gleichen Teilen Ackerschachtelhalm, Brennessel, Birkenblätter, Schafgarbe.
250 ml Wasser mit einem Teelöffel der Kräutermischung auf den Ofen stellen und zum Kochen bringen. Einmal aufkochen lassen und vom Ofen nehmen. Abgedeckt eine viertel Stunde ziehen lassen. Schluckweise vor dem Essen möglichst ungesüsst trinken.
Schuppenflechte
Nehmen Sie dazu:
10 g Eichenrinde
30 g Weidenrinde
10 g Wiesengeißbart
10 g Veilchen, dreifarbig
20 g Erdrauch
20 g Wallnussschalen
Alle Kräuter miteinander gut vermischen. Auf einen Liter Wasser nimmt man 5 Esslöffel von dieser Kräutermischung, setzt kalt an, läßt 5 Minuten sieden, dann zehn Minuten ziehen, siebt ab und trinkt am Tage 1/2 Liter dieses Tees.
Betroffene Stellen regelmäßig mit Johanniskraut einreiben.
Lavendelöl mit Mandelöl vermischen und die betreffenden Hautpartien damit einreiben.
Aus gleichen Teilen Hanfnesselkraut, Karlsdistelwurzel, Labkraut, Tausendgüldenkraut. Daraus einen Tee bereiten.
Lavendel ist antiseptisch
Lavendel kann bei offenen Wunden, Pickeln, Schuppenflechte oder Neurodermitis helfen, da es antiseptisch ist.
Stellen Sie z.B. ihr eigenes Lavendelwasser her. Nehmen Sie dazu 0,1 Liter destilliertes Wasser und 12 Tropfen Lavendelöl. Gut miteinander vermischen und per Kompresse auf die betroffenen Stellen geben.
Machen Sie regelmäßig Sonnenbäder, aber nicht übertreiben, da zu viel Sonne die Haut wiederum reizen kann.
Auch eine gesunde, ausgewogene Ernährung kann hilfreich sein.
Das Baden in Meersalz kann Schuppenflechte mildern. Dabei ist es natürlich am Besten, wenn man direkt im Meer badet, aber auch Badezusätze mit Meersalz können verwendet werden.
Und zu guter Letzt sei noch erwähnt, daß auch UV-Licht helfen kann. Gut wäre es natürlich in diesem Zusammenhang, wenn man an's Meer fahren kann, dort im salzigen Wasser baden und sich danach sonnen kann. Aber auch Sonnenbäder zu Hause sind natürlich möglich und hilfreich. Achten Sie aber darauf, daß Sie keinen Sonnenbrand bekommen! Dies kann die Schuppenflechte verschlimmern und zu Hautkrebs führen.
Hildegard von Bingen empfahl bei Schuppenflechte übrigens die Hasengalle und Salzheringslake...
Schuppenflechte-Empfehlungen nach Maria Treben
Maria Treben bezog den folgenden Tee ursprünglich auf die Schuppenflechte, die aber ähnliche Symptome wie eine Neurodermitis zeigt: eine rote, fleckige und schuppige Haut, manchmal auch eine lederne und eingerissene Haut, die bisweilen sehr stark jucken kann.
Deshalb kaann man den folgenden Tee auch bei Neurodermitis versuchen:
Teemischung
10 g Eichenrinde
20 g Schafgarbe
20 g Erdrauch
20 g Walnußschale
30 g Ringelblume
30 g Ehrenpreis
30 g Schöllkraut (Maria Trebens Lieblingskraut)
30 g Weidenrinde
40 g Wiesengeißbart
50 g Brennessel
Maria Treben schrieb, daß man alle Kräuter gut vermischen solle und dann für eine Tasse Tee einen TL der Kräuter mit kochendem Wasser übergießen solle. Dies soll 3 Minuten lang ziehen. Davon sollte man bis zu 1.5 Liter am Tag trinken.
Als unterstützende Maßnahme empfahl Maria Treben Bäder aus Storchenschnabelabsud.
Bei einer Schuppenflechte sollte man folgendes vermeiden:
Wurst, Schweinefleisch, Essig, Wein, Zitrusfrüchte, Schokolade, Kaffee, Honig, geräuchertes Fleisch oder Fisch, Beeren (auch den Saft davon), Äpfel, Alkohol, Bohnen, Erbsen, Linsen
Homöopathische Hilfe
Homöopathisch gesehen ist die Neurodermitis und die Schuppenflechte eine "Ausleitungsstörung": Die Leber und die Nieren arbeiten nur unzureichend, deswegen werden die Stoffwechselgifte des Organismus über die Haut ausgeschieden. Diese ist damit aber überfordert und erkrankt.
Die Homöopathie kennt für Neurodermitis und auch für die Schuppenflechte effektive Mittel und empfiehlt zusätzlich eine Konstitutionsbehandlung, um die Kraft des Körpers anzuregen.
Komplexmittel zur Behandlung dieser Erkrankungen gibt es als Salben und Cremes, zusätzlich als Tropfen. Diese Tropfen können bis zu 20 Einzelmittel enthalten. Hierzu gehören Apis, welches sich bei Hautausschlägen mit Schwellung und Rötung bewährt hat, Arsenicum album, das ebenfalls bei Hauterkrankungen sehr wichtig ist, und auch Cardiospermum, das bei Jucken helfen kann.
Die Behandlung von chronischen Ekzemen, die mit trockener-rissiger Haut auftreten, kann durch Graphit erfolgen.