Schröpfen wird die Technik mittels Saugglocken (Unterdruck) an die Haut zu gehen genannt.
Die Schröpfbehandlung ist seit Jahrtausenden bekannt. Schon in Mesopotamien (also vor über 5000 Jahren) war ein schröpfkopfartiger Gegenstand in einem Arztsiegel verankert. Bei den Griechen wurde das Schröpfen mittels Kuhhörnern und ausgehöhlten Kürbissen durchgeführt und später dann durch gläserne Schröpfköpfe ersetzt. Heute sind eigentlich nur noch Glas-Schröpfköpfe üblich. Wegen häufigen Missbrauchs kam im 11. und 15. Jahrhundert das Schöpfen in Verruf, bis 1928 Aschner dieses Ab- und Ausleitungsverfahren wiederentdeckte.
Man unterscheidet zwischen blutigem Schröpfen, trockenem Schröpfen und der Schröpfkopfmassage.
Mittels des Unterdruckes im Schröpfkopfgefäss wird auf die Haut und das darunter liegende Gewebe eine Saugwirkung ausgeübt, die zu einer Mehrdurchblutung mit kleinen Blutaustritten ins Gewebe führt. Dadurch werden "verbackene Stellen" gelöst und durch die Mehrdurchblutung werden alle Zellen wieder bestens versorgt und Schlacken abgeführt. Falls die Schröpfkopfgläser über bestimmten Zonen, sogenannten Head'schen Zonen, aufgesetzt werden, kann eine gezielte Wirkung auf innere Organe erzielt werden.
So wird durch das Schröpfen die Durchblutung und der Stoffwechsel angeregt, Muskelverspannungen und Gelosen beseitigt, sowie Krämpfe an inneren Organen gelöst.