Durchblutungsstörungen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen: Sie können Anzeichen für eine schwere, ja lebensbedrohende Erkrankung sein. Möglicherweise steckt hinter dem, was man vielleicht lapidar eine Durchblutungsstörung nennt, ein drohender Herzinfarkt, ein bevorstehender Schlaganfall oder eine unerkannte Diabetes-Erkrankung. Deshalb: Unbedingt zum Arzt!
Die Folgen von Durchblutungsstörungen können vielfältig sein: Das Blut, das Sauerstoff und Nährstoffe in jede einzelne Zellen bringt, fließt nicht mehr im ausreichenden Maße. Dadurch kann es zum Absterben von Zellen kommen, Organe können ihre Funktion einstellen.
Unterstützend zu einer ärztlichen Behandlung oder vor allem auch vorbeugend haben sich folgende Hausmittel und Kräuter-Rezepte bewährt:
Ältere Menschen klagen manchmal über eine Durchblutungsstörung der Netzhaut. Hier hilft Ginkgo: Extrakte des Ginkgo, die man in einer Apotheke kaufen kann, helfen, die Durchblutung wieder zu steigern und die Gefäße wieder zu regenerieren.
Kein Nikotin mehr! Durch das Rauchen verengen sich die Gefäße, was die Durchblutung erschwert.
Schüßler-Salze können ebenfalls helfen: Das Schüßler-Salze Nummer 3, das Ferrum phosphoricum, hilft, die Durchblutung zu steigern, wirkt positiv auf das Immunsystem und hilft, Wunden zu heilen.
Der Knoblauch hat eine durchblutungsfördernde Wirkung. Knoblauch hält die Gefäße elastisch und gesund. Essen Sie also regelmäßig Knoblauch oder verwenden Sie Trockenextrakte aus der Apotheke.
Massagen sind durchblutungsfördernd. Hierzu kann man auch eine Massagebürste verwenden.
Wechselduschen am Morgen bringen den Kreislauf und die Durchblutung in Schwung: Duschen Sie sich jeden Morgen abwechselnd warm und kalt.
Wie das Nikotin verengt auch Koffein die Gefäße. Trinken Sie also wenig Kaffee bzw. entkoffeinierten Kaffee.
Trinken Sie viel, dies hält das Blut flüssig.
Achten Sie auf luftige Kleidung und Schuhe. Zu enge Kleidung erschwert zusätzlich die Durchblutung.
Einreibungen aus Latschenkieferöl oder Kampfer können ebenfalls helfen.
Stellen Sie Ihre Nahrung auf viel Ballaststoffe und wenig Fett um.
Übergiessen Sie einen Teelöffel Waldmeister mit 250 ml kochendem Wasser, lassen Sie dies fünf Minuten ziehen, danach absieben und trinken.
Für eine bessere Hautdurchblutung stellen Sie einen Tee aus Ringelblumen Gänseblümchen und Stiefmütterchen-Kraut
her. Nehmen Sie davon einen Teelöffel und kochen Sie dies mit 250 ml Wasser auf, dann 5 Minuten ziehen lassen und danach absieben. Dieser Tee sollte langsam getrunken werden.
Gut für die Durchblutung geeignet ist Rosmarin. Was liegt also näher, als bei Durchblutungsstörungen Rosmarintinktur zu nehmen? Nehmen Sie täglich 2 TL Rosmarintinktur, dies über mehrere Wochen hinweg.
Zu gleichen Teilen Ackerschachtelhalm, Birkenblätter, Schafgarbe, Brennessel, Rosmarin und Buchweizen.
Einen Teelöffel der Mischung zusammen mit einer Tasse Wasser aufkochen, dann abgedeckt zehn bis fünfzehn Minuten ziehen lassen. Vor dem Essen schluckweise und ungesüßt trinken.
Waldmeister-Tee bei Durchblutungsstörungen, Leberleiden und zur Blutreinigung
Ein Teelöffel Waldmeister mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen.
Für eine bessere Durchblutung helfen Salzsocken
Salzsocken sind ein altes Hausmittel, die für eine bessere Durchblutung sorgen und zudem den Körper entschlacken. Nehmen Sie dazu Baumwollsocken, die Sie mit einer Meersalzlösung tränken, wringen Sie sie dann gut aus, ziehen Sie sie an und wickeln Sie dann ein Handtuch herum. Eine halbe Stunde tragen, dann den ganzen Körper abduschen.
Je 4 Teile Melisse, Herzgespann und Passionsblume, 3 Teile Brennessel, 2 Teile Arnika und 1 Teil Pfefferminze mischen. 2 TL der Mischung in eine Tasse geben und mit heißem Wasser überbrühen. 10 Min. ziehen lassen und 3 mal täglich bei leichten Durchblutungsstörungen trinken.
Da Durchblutungsstörungen oft mit einer Grunderkrankung einhergehen, sollte die Ursache geklärt sein um gezielt Maßnahmen zu ergreifen.
Die Kneipp-Therapie sollte nicht mit kalten Füßen durchgeführt werden. Sie ist sofort abzubrechen, wenn Schmerzen auftreten.