Traditionell werden Kräuter als Gewürz zum Würzen von Speisen verwendet, aber das ist ja nichts neues. Tatsächlich ist die Verwendung von Kräutern als Gewürz wohl so alt wie die menschliche Spezies an sich.
Archäologen haben Beweise dafür gefunden, die darauf schließen lassen, dass schon die "Köche" der Urzeit bestimmte Pflanzen je nach Saison eingesetzt haben, um den Geschmack von der Nahrung zu verbessern. So wurden zum Beispiel Senfkörner (wen wundert's) verwendet, und auch wilder Weizen und wilde Gerste wurden den Speisen beigegeben, wohl wegen des nussigen Geschmackes.
Diese Kräuter wuchsen natürlich damals noch wild, kultiviert wurden sie erst später, auch die heilsame Wirkung der Kräuter wurde wohl erst später entdeckt.
Erst viel später wurden dann Kräuter und Gewürze in eigenen Gärten kultiviert und zum Teil auch speziell gezüchtet, um sie in größeren Mengen bereit zu stellen, so daß jeder davon etwas hat. Und tatsächlich wird aus dem Mittelalter berichtet, daß Safran z.B. mit Gold aufgewogen wurde, weil er so selten war und so wunderbar schmeckte. Diese Zeiten sind aber inzwischen vorbei, Gewürze sind wirklich für Jedermann zu haben.
Was könnte schöner sein, als im Sommer frische Kräuter aus dem eigenen Garten zu holen und sie dem Essen hinzuzugeben? Schon alleine der Duft dieser Kräuter und Gewürze macht Lust auf's essen...
Die Palette der Kräuter, die auch für kulinarische Zwecke verwendet werden können, ist riesig. Nun will ich aber hier niemanden ans Herz legen, seinen Garten in ein einziges großes Kräuterbeet umzupflügen, jedoch so ein kleines Beet für Petersilie, Möhren und einigen anderen Gewürzen und Pflanzen ist doch erstrebenswert.
Kräuter können in der Küche frisch, getrocknet oder tiefgefroren eingesetzt werden, frische sind natürlich zu bevorzugen.
Frische Kräuter sollten können in zubereiteten Speisen immer möglichst am Ende der Zubereitung beigegeben werden, so daß Sie nicht verkohlen oder kaputtgekocht werden.
Am besten sind die Kräuter natürlich "roh", also weder gekocht noch gebraten, am besten erst gar nicht erhitzt.
Jeder kennt das Petersilienblatt im Salat oder den Schnittlauch auf dem Butterbrot - So haben die Kräuter die beste Wirkung und sie schmecken unverfälscht - eben einzigartig.
Oder zum Beispiel etwas frische, fein gehackte Minze, die man in Joghurt gibt... Oder frischer Basilikum bei Tomate-Mozzarella... Und bevor ich jetzt gleich den Kühlschrank stürme -> weiter im Text!
Es gibt aber auch Kräuter, die zu hart sind, um sie roh zu essen. Dann hilft nur kochen, auch wenn dann Vitamine und andere wertvolle Stoffe darunter leiden. Aber besser ein wenig gesundes als gar nichts Gesundes... und schmecken tut's allemal!
Getrocknete Kräuter haben meist einen intensivieren Geschmack, zudem sind sie das ganze Jahr über verfügbar.
Überwiegend verwendet man getrocknete Kräuter in Speisen zum Würzen, je nach Belieben, allerdings sind sie eben nicht ganz so gesund wie frische Kräuter.
Gefrorene Kräuter, die die Lücke zwischen frischen und getrockneten Kräutern darstellen sollte (so dachte man zumindest), haben natürlich ebenfalls den Vorteil, daß sie das ganze Jahr verfügbar sind und - was man jetzt herausgefunden hat - sie sind fast so wertvoll wie frische Kräuter, wenn Sie schnell tiefgefroren wurden. Bevor Sie also zu einem alten schrumpligen Spinat greifen, der grad noch so da war, nehmen Sie lieber Tiefkühlspinat. Gleiches gilt auch für andere Kräuter und Gemüse.
Was übrigens gar nicht geht, sind eingelegte Kräuter und Gemüse, denn diese werden wegen der Haltbarkeit erst erhitzt und schwimmen dann, wer weiß wie lang, in einer Wasserbrühe, die dann auch den letzten Nährstoff herauszieht. Sie mögen zwar schmecken, eine positive Wirkung auf die Gesundheit haben sie aber kaum.
Wie dem auch sei, was Sie auch verwenden, es ist wichtig zu wissen, welche Kräuter denn zu welchem Lebensmittel passen.
Die Standard-"Kräutermischung" aus dem Supermarktregal ist zwar ein guter Allrounder in der Küche und mag auch gut schmecken, jedoch geht es eben auch besser, und ein wirklich guter Koch weiß das auch.
Estragon zum Beispiel ist hervorragend mit gebratenem Huhn, während Fenchel wunderbar zu Fisch passt.
Meist erinnert uns das Aroma des Gerichtes auch an die Küche eines bestimmten Landes, wie z.B. Koriander, der uns an den letzten Griechenlandurlaub erinnert oder Basilikum, mit seiner Affinität zu Tomaten und Nudeln, weist auf Italien (oder auf den letzten Besuch beim Italiener), während Salbei, häufig verwendet für frisches Schweinefleisch, Wurst oder Gemüse, eher an das herbere Nordeuropa erinnert.
Hier sind einige schnelle und einfache Rezepte für das Kochen mit Kräutern:
Bouquet garni
Diese Methode zur Verfeinerung von Lebensmitteln kommt aus der klassischen französischen Küche.
Bouquet garni passt zu wässrigen Speisen, etwa Suppen, Eintöpfe, auch Gemüse, Fisch oder Fleisch, aus dem Wasser austritt. Denn dieses Wasser nimmt das Aroma der Kräuter auf, so daß der Geschmack schließ dort landet, wo er hin soll: An unseren Gaumen.
Nehmen Sie dazu zwei oder drei Zweige frischer Petersilie, zusammen mit einem Zweig oder Blatt von zwei oder drei anderen Kräutern nach Ihrem Belieben, das ist die Basis für das ein Bouquet garni.
Experimentieren Sie etwas herum und finden Sie "Ihre" Mischung...
Die Kräuter können dann mit einem Bindfaden zusammengebunden werden und dem Essen beigegeben werden.
Zu viel Salz in unserer Nahrung ist nicht gut für unsere Gesundheit, es sollte also vermieden werden.
So nebenbei gesagt sei aber, daß es vollkommen ohne Salz aber doch eher fade wird...
Es gibt aber auch Würzmischungen, die Salz zum Großteil ersetzen können:
Nehmen Sie dafür
50g getrocknete Zwiebeln Flocken
50g getrockneten Dill
3 EL Sesam, leicht geröstet
1 TL getrockneter Thymian
2 Teelöffel getrockneter Oregano
2 Teelöffel Selleriesamen
2 Teelöffel getrocknete Zitronen-Schale
1 Teelöffel Paprika
1 / 2 Teelöffel Knoblauch-Pulver
1 / 2 Teelöffel frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Alle Zutaten mit einem Mörser oder in einer Kaffeemühle zerkleinern, gut vermischen und in einer abschließbaren Dose aufbewahren.
Durch die Zugabe von ein paar gut ausgewählten Kräutern kann man selbst Kräuteröle und -essige herstellen, die jedes Gericht verfeinern können. Man kann sie aber auch weiterverschenken, mal was anderes als sonst...
Aromatisierte Öle
Kräuter-Öle können in Marinaden oder Vinaigretten eingesetzt werden, über Fleisch oder Fisch vor dem Grillen gebürstet oder gesprüht werden, oder zum Tunken für geröstetes Baguette verwendet werden.
Oliven-Öl oder Sesamöl sind am besten für diese Zwecke geeignet, man kann aber auch anderes Öl wie Sonnenblumen-oder Nussbaumöl verwenden.
Achten Sie darauf, daß Sie an jede Flasche ein Etikett kleben, so daß Sie wissen, was drin ist und vor allem, wann es hergestellt wurde.
Die Herstellung ist ganz einfach: Einfach die Kräuter in das Öl geben und zwei Wochen stehen lassen, ab und an gut schütteln.
Nehmen Sie also einen halben Liter Öl und geben Sie die Kräuter hinzu, zum Beispiel sechs Teelöffel von je:
-Basilikum, Zitronen-Thymian, Rosmarin
-Thymian, Rosmarin, Schalotten
-Basilikum, Zitronen-Thymian, Schnittlauch, Pimpinelle, Knoblauch
-Estragon, Zitronenmelisse, grüne Pfefferkörner
-Dill, Dillsamen, Wiesenknopf, Knoblauch
-Oder was auch immer Sie möchten
Nach zwei Wochen absieben und in eine Flasche umfüllen.
Kräuter-Essig
Der Zusatz eines Kräuteressigs gibt so manchem Gericht die besondere Note, z.B. Vinaigrettes, aber auch Eintöpfen, Suppen und Soßen. Verwendet werden sollte aber unbedingt ein guter Weißwein- oder Apfelessig.
Nehmen Sie dazu also eine Flasche Weißwein- oder Apfelessig, dem Sie die Kräuter beigeben, also z.B.:
Basilikum
Estragon
ein Lorbeerblatt
Thymian
oder (lecker) Minze
Auch der Essig wird wieder 2 Wochen stehen gelassen und ab und zu geschüttelt, dann abgesiebt und in eine Flasche umgefüllt.
Experimentieren Sie mit verschiedenen Kräutern, man wundert sich manchmal, welch guter Geschmack entsteht, wenn sich das Aroma des Essig mit dem der Kräuter verbindet und ergänzt.
Eine aromatische Kräuterbutter, die den Duft eines Sommergartens verströmt oder eine hausgemachte Kräuter-Soße, mmmh, sehr lecker! Und leicht selbst herzustellen:
Kräuterbutter
Petersilie ist das Kraut, das am häufigsten in Kräuter-Butter verwendet wird, aber es gibt noch andere Alternativen. Versuchen Sie z.B. Basilikum, Minze, Estragon, oder eine Kombination von verschiedenen Kräutern.
Allerdings müssen Sie etwas herumprobieren, da einige Kräuter nicht zusammen passen, etwa Rosmarin wegen seines starken Geschmackes.
Nehmen Sie zur Herstellung 100g Butter, 4-5 Esslöffel der von Ihnen ausgewählten Kräuter und etwas Zitronensaft.
Wenn die Butter ist zu hart ist, lassen Sie sie bei Raumtemperatur stehen oder legen Sie sie in einer Tasse kurz auf die Heizung. (Butter in der Mikrowelle auftauen oder erwärmen kommt nicht gut, wie ich aus eigener Erfahrung weiß...).
Vermischen Sie die Butter mit den Kräutern, entweder per Hand, Gabel oder dem Mixer und geben sie auch etwas Zitronensaft dazu.
Dann zum Abkühlen in den Kühlschrank stellen und danach in Würfel schneiden.
Wie Sie sehen, es gibt 1000 Möglichkeiten, die Kräuter bewußt in der Küche einzusetzen, denn sie schmecken nicht nur gut - sie sind auch gesund!
Koriander zählt zu den ältesten Gewürzen.
Die Blätter nutzt man als Kraut, die Samen als Gewürz. Koriander ist eine entscheidende Zutat für Currypulver und Pasten.
Tipp: Die Samen verströmen einen wohltuenden Geruch und wirken stark antibakteriell. In Asien setzt man Koriander gegenKopfschmerzen und Bindehautentzündung ein.
Bockshornklee ist ein Schmetterlingsblütengewächs. Für die Küche werden die gelb-braunen Samen verwendet - in Indien aber auch die kleinen grünen Blättchen. Der Geschmack ist leicht bitter und trotzdem aromatisch. Für den europäischen Gaumen erinnert der Geschmack an Liebstöckel.
Tipp: In Indien ist Bockshornkleegemüse sehr beliebt. Die Blättchen werden wie Spinat zubereitet. Bockshornklee hilft bei Fieber, hohem Blutdruck und Magenproblemen.
Ingwer kommt aus Indien. Der aromatische Wurzelstock galt in Mitteleuropa bereits im 11. Jahrhundert als Küchengewürz. Ab dem 18. Jahrhundert geriet er in Vergessenheit, wurde aber jetzt mit der ostasiatischen Küche wiederentdeckt.
Tipp: Frischen Ingwer kann man schälen, reiben oder fein hacken. Er schmeckt auch kandiert. Getrocknet wird er als Pulver gehandelt. Ingwer soll bei Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit und Übelkeit helfen. Er wird auch bei Durchblutungsstörungen eingesetzt.
Man kann den Königskümmel leicht mit Selleriesamen verwechseln. Aber sobald man die Samen mahlt oder zerstößt, entwickeln sie ihr ganz eigenes Aroma, das an Thymian erinnert.
Tipp: Ein Tee aus Königskümmel kann gegen Blähungen helfen.
Gelbwurz ist ein Ingwergewächs. Frisch riecht der Wurzelstock relativ herb und intensiv, getrocknet und zerstoßen jedoch entwickelt er ein angenehm würziges Aroma. Er wird auch als indischer Safran bezeichnet. Grund ist die gelbe Farbe.
Tipp: In Indien verfeinert Gelbwurz vor allem Reisgerichte. Er hat einen antiseptischen Charakter und gilt als
verdauungsförernd.
Senfkörner gibt es in verschiedenen Variationen: rote, weiße und die schärferen schwarzen Körner. Sie werden zur Herstellung von Curries und Pickles verwendet.
Tipp: Senfkörner schmecken noch aromatischer, wenn man sie kurz anröstet.
(Deckel nicht vergessen, die Körner springen sonst heraus.)
Die Muskatnuss ist auf den Molukken, einer indonesischen Inselgruppe, beheimatet. Im
16. Jahrhundert führten Engländer, Portugiesen und Holländer um sie einen erbitterten Krieg. Denn das Gewürz sollte angeblich die Pest heilen. Der Fruchtsamen ist von der Muskatblüte umhüllt.
Tipp: Nuss und Blüte haben den gleichen Geruch und das gleiche Aroma. Die Nuss ist allerdings intensiver.
Roten Chili gibt es frisch, getrocknet oder eingelegt. Der Schärfegrad reicht von mild bis höllisch scharf. Getrocknete Schoten befreit man von den Samen, röstet sie (ohne Zusätze) in einer Pfanne und mahlt sie.
Tipp: Chilis spenden Vitamin C und Carotinoide, wodurch sie entzündungshemmend wirken.
Sie lindern Schmerzen und beschleunigenden Stoffwechsel.
Safran gehört zu den Schwertliliengewächsen. Aus den frisch gepflückten, sich gerade öffnenden Blüten wird per Hand das Innere abgeknipst.
Tipp: Safran dient auch als Färbemittel. Man sagt ihm eine lindernde Wirkung bei Krämpfen, Asthma und Nervosität nach. In der aryuvedischen Küche gilt er als Aphrodisiakum.
D er weiße und der schwarze Mohn gehören zur gleichen Familie. Im Unterschied zum schwarzen enthält der weiße Mohn kein Opium. Die Samen sind geruchlos und roh fast geschmacklos.
Tipp: Weißer Mohn wird in der indischen Küche als Eindicker für Curries genommen. Der schwarze Mohn ist eine leckere Füllung
für Gebäck.
Die Samen des Schwarzkümmels schmecken würzig-pfeffrig.
Man nimmt sie zum Backen und für viele Curries. Im Gegensatz zum herkömmlichen Kümmel ist die schwarze Variante deutlich süßer.
Tipp: Um das volle Aroma zu bekommen,sollte man Schwarzkümmel vor dem Kochen immer in einer Pfanne ohne Öl auf kleiner Hitze rösten.
Kardamom gibt es in grün und schwarz, sowie als weiße von der Sonne gebleichte Schoten. Mit diesem Gewürz wird in Indien Reis, aber auch der bekannte indische Milchtee Chai aromatisiert.
Tipp: Kardamom verhilft zu einer besseren Verdauung. Wenn man ihn in kleinen Mengen isst, sorgt er auch für einen frischen Atem.
Kardamom ist vor allem in arabischen Ländern ein beliebtes Gewürz. Heimat und Hauptanbaugebiet ist Indien. Besonders zum Verfeinern von Obstkuchen und Weihnachtsgebäck ist Kardamom ein beliebtes Gewürz. Im Orient und Teilen Afrikas aromatisiert er Kaffee.
Schwarzer Pfeffer ist der „König der Gewürze". Auch in Indien ist er wichtiger Bestandteil der Alltagsküche.
Tipp: Pfeffer immer frisch gemahlen oder zerstoßen verwenden.
Der Gewürznelkenbaum stammt ursprünglich von den Molukken. Nelken duften stark und schmecken feurig scharf.
Sie enthalten bis zu 25 Prozent verschiedene ätherische Öle.
Tipp: Sie gelten als Mittel bei Zahnschmerzen und auch als Muntermacher. Das Öl hat eine antibakterielle Wirkung.
AIs Zimt wird die abgeschälte und getrocknete Rinde dünner Zweige des in den Tropen heimischen echten Zimtbaums bezeichnet. Ebenfalls häufig verwendet wird Cassia-Zimt oder Chinesischer Zimt, der vom chinesischen Zimtbaum gewonnen wird.
Sojaöl wird aus dem Samen der Sojabohne gewonnen. Es gehört zu den meistverwendeten Grundprodukten bei der Herstellung von Margarine, Speiseöl, Back-und Frittierfett.
Sojaöl wird wegen des geringen Fettgehalts der Bohne nicht kalt gepresst - die Ausbeute würde bei dieser Methode zu gering sein. Es wird nur durch Extrahieren und Raffinieren hergestellt. Trotzdem ist Sojaöl ein wertvolles Öl mit ungesättigten Fettsäuren bis zu 62 Prozent.
Traubenkernöl wird aus den Kernen der Weintraube gewonnen. Der hohe Gehalt an Vitamin E ist gut für die Muskeln, Gelenke, Herz, Kreislauf, Stoffwechsel und das Immunsystem.
Das Lezithin beeinflusst die Nerven, das Gehirn und die Blutbildung positiv. Der sehr hohe Anteil an Linolsäure (etwa 70 Prozent) hat einen positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel. Der menschliche Körper kann daraus sogar die dreifach ungesättigte Linolensäure, eine lebenswichtige Omega-3-Fettsäure, bilden.
Die Olive reguliert den Cholesterinspiegel im Blut und verringert das Risiko von Herzkranzgefäß-Erkrankungen, Arterienverkalkung und Bluthochdruck. Oliven enthalten die Vitamine A und E, Kalium, Phosphat, Mangan und Magnesium sowie Linolensäure. All diese gesunden Inhaltsstoffe sind in kalt gepresstem Olivenöl enthalten.
Olivenöl besteht zu 76 Prozent aus der einfach ungesättigten Ölsäure. Es enthält nur acht Prozent zweifach ungesättigte Fettsäuren und 16 Prozent gesättigte Fettsäuren. Aber gerade die einfach un-gesättigte Ölsäure (Hauptbestandteil des Olivenöls) hat eine besondere Schutzwirkung für das Blut.
Erdnussöl ist ein Speiseöl, das durch Auswaschen oder Extrahieren hergestellt wird. Es ist fast farblos und hat einen milden Geschmack. Es enthält 80 Prozent der gesunden ungesättigten Fettsäuren und viel Linolsäure.
Verwendung: Erdnussöl kann man stark erhitzen. Deshalb eignet es sich gut zum Frittieren oder zum Kochen im Wok.
Leinöl wird aus den kleinen, braunen Samen der Lein- oder Flachspflanze gewonnen. Die Pflanzen werden in Asien und Europa, vor allem aber in Kanada und den USA angebaut. Leinöl wird vorwiegend kalt gepresst, wenn es als Speiseöl angeboten wird. Dadurch bleiben seine charakteristischen Eigenschaften, wie der würzige Geschmack und sein hoher Gehalt an essentiellen Fettsäuren, insbesondere der Linolensäure erhalten. Die Fettsäuren bestehen zu 65 Prozent aus der gesunden Omega-3-Fettsäure.
Kürbiskernöl (kurz Kernöl) ist ein aus den gerösteten Kernen des Steirischen Ölkürbis hergestelltes Pflanzenöl. Es besitzt Vitamin A, B1, B2 und C sowie Niacin. Außerdem enthält es Eisen, Fluor, Jod, Kalium, Calcium, Magnesium, Selen und Zink. In Kürbiskernöl stecken größere Mengen der essentiellen Fettsäuren Linol und Linolensäure.
Verwendung: Das Öl eignet sich als Salatöl. Man sollte es hauptsächlich für kalte Speisen verwenden, weil sonst wichtige Inhaltsstoffe verloren gehen.
Sonnenblumenöl wird aus den Samen der Sonnenblume gewonnen. Die Kerne werden durch Kaltpressen oder Extrahieren zu einem wertvollen Öl veredelt. Das Sonnenblumenöl enthält besonders viele ungesättigte Fettsäuren (65 Prozent). Wer auf eine gesunde Ernährung achtet, sollte häufig Sonnenblumenöl verwenden. Denn darin steckt viel essenzielle Linolsäure. Sie macht 63 Prozent der ungesättigten Fettsäuren aus.
Verwendung: Kalt gepresstes Sonnenblumenöl sollte nicht erhitzt werden. Es eignet sich für die Zubereitung von kalten Speisen. Aber auch raffiniertes Öl sollte nur wenig und für kurze Zeit erhitzt werden, damit es seine wertvollen Bestandteile erhält.
Rapsöl wird aus den Samen der Rapspflanze gewonnen.
Es ist reich an Vitamin A und enthält 29 Prozent der mehrfach ungesättigten Linolsäure (20 Prozent) und Omega-3-Fettsäure (neun Prozent). Zudem besitzt es viele einfach ungesättigte Fettsäuren. Neben Seefisch gehört Rapsöl damit zu den wichtigen Quellen für Omega-3-Fettsäure. Das Mischungsverhältnis der einzelnen Fettsäuren sei so gut, dass es sich positiv auf die Regulierung des Cholesterinspiegels auswirke, sagen Experten.
Verwendung: Da Rapsöl aus mehrfach und auch einfach ungesättigten Fettsäuren besteht, kann man es für die Zubereitung von kalten und heißen Speisen verwenden. Da es wenig Wasser enthält, eignet es sich auch zum Backen, Braten und Frittieren.
Distelöl ist ein pflanzliches Speiseöl, das aus L.1 den Samen der Färberdistel oder Carthamus gewonnen wird. Es enthält Linolsäure; zehn Prozent gesättigte Fettsäure und zwölf Prozent einfach ungesättigte Fettsäure und ist mit 78 Prozent besonders reich an zweifach ungesättigten Fettsäuren. Es hat damit den höchsten Linolsäuregehalt aller Pflanzenöle. Sein nussiger Geschmack ähnelt dem Sonnenblumenöl.
Verwendung: Da die ungesättigten Fettsäuren sich unter Hitzeeinwirkung schnell zersetzen, wird Distelöl vorwiegend für kalte Speisen, wie zum Beispiel Salate, verwendet.
Walnussöl ist ein hochwertiges Speiseöl aus reifen, teilweise auch gerösteten Samen von Walnüssen. Die Farbe reicht von blass bis hell gelb. Es ist relativ dünnflüssig und hat einen intensiven, nussigen Geschmack. Walnussöl hat einen besonders hohen Gehalt an gesunden ungesättigten Fettsäuren (einfach ungesättigt: 20 Prozent; zweifach: 62 Prozent; dreifach: 9 Prozent). Walnussöl stärkt daher das Immunsystem, wirkt positiv auf den Fettstoffwechsel, fördert die Regeneration der Haut und bringt den Hormonhaushalt ordentlich in Schwung.
Verwendung: Walnussöl schmeckt prima zu Blattsalaten.
Sesamöl wird aus den weißen und schwarzen Samen der tropischen Sesampflanze gewonnen. Das helle Öl wird aus naturbelassenen Samen gepresst und ist geschmacksneutral. Es dient vorwiegend zur Herstellung von Margarine. Das dunkle Öl wird aus gerösteten Sesamkörnern hergestellt wird.
Verwendung: Dunkles Sesamöl eignet sich gut für die Zubereitung von ostasiatischen Gerichten. Wegen seines feinen, nussartigen Aromas ist es auch ein hervorragendes Salatöl.
Haselnussöl wird aus Kernen des Hasel- nussstrauches gewonnen. Das fette Pflanzenöl ist klar, hellgelb bis gelbbraun und hat einen nussartigen Geruch und Geschmack. Haselnussöl ist reich an Ölsäure und an Vitamin E.
Verwendung: Haselnussöl ist nicht lange haltbar. Es wird in der Lebensmittelindustrie als geschmacktragendes Backöl, in der pflegenden Kosmetik sowie im Haushalt als Salatöl verwendet.
Hanföl ist ein Pflanzenöl, das aus den Samen des Hanf gewonnen wird. Diese besitzen keine Rauschwirkung; dies gilt auch für das daraus produzierte Öl.
Der Geschmack des Öls reicht von nussig bis kräu terartig, die Farbe schwankt zwischen grün und braun. Angebrochenes Hanföl in Flaschen bleibt auch ohne Kühlung mehrere Monate frisch.
Maiskeimöl wird aus Maiskeimen gewonnen. Es ist gelb und hat einen neutralen Geschmack. Für einen Liter Öl benötigt man etwa 100 Kilogramm Mais.
Maiskeimöl ist reich an ungesättigten Fettsäuren (bis zu 85 Prozent). Davon sind mehr als die Hälfte sogar wertvolle mehrfach ungesättigte Fettsäuren.
Verwendung: Kalt gepresstes Maiskeimöl sollte zur Zubereitung von kalten Speisen verwendet werden, da die wertvollen Inhaltsstoffe beim Erhitzen zerstört werden.
Kommentare zum Beitrag "Gewürze - Kräuter in der Küche - Gesund und lecker"
Kommentar von Doro P.
Ich koche selbst liebend gerne mit frischen Kräutern. Schmeckt einfach viel besser! Gerade im Sommer ist das ein MUSS! Hier ein paar Gewürze, die man ganz leicht im Garten in kleinen Töpfchen oder auf einer sonnigen Fensterbank halten kann http://www.myheimat.de/pattensen/natur/die-kuechenkraeuter-spriessen-endlich-wieder-d2511877.html
Probiert den Unterschied zu getrockneten Gewürzen! LG, Doro