Der Herzinfarkt gehört zu den bei uns am häufigsten vorkommenden Todesursachen, bis zu 40 % sterben daran. Zusammen mit anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen kommt man sogar auf eine Quote von 50 %.
Deswegen ist es wichtig, einer solchen Krankheit vorzubeugen. Dies kann durch gesundes Essen und Trinken geschehen, als auch durch die Verwendung von Heilkräutern, die einer Arteriosklerose (Arterienverkalkung) vorbeugen können.
Wichtig ist es jedoch, daß bei einer bestehenden Erkrankung erst die Ursache abgeklärt wird. Ein Herzklappenfehler oder eine Verengung der Herzkranzgefäße können von Pflanzen auch nicht mehr gerettet werden...
Welche Kräuter helfen können
Gegen das Fett im Blut, dem Cholesterin und dem Triglycerid, hilft die Artischocke. Diese Fette im Blut können eine Arteriosklerose verursachen, eine Verstopfung der Adern. Zudem bekämpft die Artischocke so genannte "freie Radikale" im Kreislauf.
Auch der Knoblauch kann die Blutfettwerte senken. Außerdem wirken seine geruchsintensiven ätherischen Öle leicht blutdrucksenkend und beugen Thrombosen vor. Ähnlich wirkt auch der Bärlauch.
Bei nervös bedingten Herzbeschwerden hat sich Melissengeist hat sich aufgrund seiner beruhigend stabilisierenden Wirkung bewährt.
Die Blätter des Ölbaumes haben eine blutdrucksenkende Wirkung.
Es gibt aber nicht nur Pflanzen, die den Blutdruck senken können, es geht auch anders herum, nämlich blutdrucksteigernd. So z.B. Rosmarin, der als morgendliches Bad eine solche Wirkung hat.
Eine durchblutungsfördernde haben die Blätter des Ginkgo-Baumes, wie wissenschaftliche Studien bewiesen haben.
Das aber wahrscheinlich wichtigste Mittel im Herz-Kreislauf-Bereich ist der Weißdorn, der die Herzmuskel-Leistung fördert. Gerade bei älteren Menschen hat dies eine hohe Bedeutung, da im Alter die Pumpleistung des Herzmuskels nachlässt. Zudem steigert Weißdorn die Durchblutung der Herzkranzgefäße, der Herzmuskel bekommt mehr Sauerstoff.
Außerdem haben neuere Untersuchungen ergeben, daß der Weißdorn einen regulierenden Effekt auf den Herzrhythmus hat. Und zu guter Letzt verbessert der Weißdorn die Fließeigenschaften des Blutes.
Herz- und Kreislauftee
Nehmen Sie 70g Weißdornblätter mit Blüten und 30g Weißdornfrüchte, mischen Sie dies gut durch und geben Sie von der Mischung einen Teelöffel in eine Tasse kochendes Wasser.
5 Minuten ziehen lassen, dann absieben. Trinken Sie davon täglich 2 Tassen, das über einen längeren Zeitraum.
Weißdorn hat eine herzstärkende Wirkung. Bei keiner der zahlreichen anderen Arzneipflanzen, die in der Volksheilkunde im Bereich von Herz-Kreislauf-Störungen genutzt werden, ist die Wirksamkeit wissenschaftlich so eindeutig nachgewiesen.
-Herzbeschwerden
Nehmen Sie dazu:
20 g Melisse
10 g Mistel
20 g Baldrian
10 g Frauenmantel
10 g Lavendelblüten
10 g Schlehenblüten
10 g Nelkenwurz
Alle Kräuter mische man und nehme auf 1/4 Liter Wasser 1 Teelöffel dieser Kräutermischung, setzt kalt an, lässt aufkochen, 10 Minuten ziehen, siebt ab und trinkt morgens und abends bei leerem Magen 1 Tässchen.
Homöopathische Hilfe bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Besonders bewährt haben sich Komplex-Mittel mit Kampfer (Camphora) und Weißdorn (Crataegus). Diese Kombination ist besonders wirksam bei Kreislaufbeschwerden.
Kreislaufprobleme, die zusammen mit Schwächezuständen, Schwindelgefühlen oder gar mit einer Kollapsneigung auftreten, behandelt man überwiegend mit natürlichem Kampfer.
Als Einzelmittel kann man Eisenhut (Aconitum napellus) als wichtiges Mittel bei Herzklopfen, also bei rasendem und unregelmäßigem Puls, nennen.
"Herzdruck", der das Zeichen einer beginnenden Herzschwäche (Herzinsuffizienz) angesehen werden kann, kann mit Arnika behandelt werden.
Die Königin der Nacht (Cactus grandiflorus) gilt als Notfall-Arznei bei nervösem Herzen mit Angstgefühl und heftigen Schmerzen, auch mit Ausstrahlung in den linken Arm.
Hat der Betroffene ein Gefühl der "Herzenge", besonders in der Nacht, dazu Beklemmungsgefühl und Angst, kann Buschmeister (Lachesis) verwendet werden.
Herzbeschwerden jeder Art müssen von einem Arzt abgeklärt werden!
Sofern keine krankhaften organischen Veränderungen vorliegen, können sie mit pflanzenheilkundlichen und homöopathischen Mitteln behandelt werden.
Vorbeugend können pflanzliche Arzneimittel dazu beitragen, das Risiko zu senken, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erkranken.