Die Haut des Menschen stößt ständig veraltete Zellen ab, um sie mit neuen Zellen zu ersetzen. Das ist völlig normal und auch sinnvoll. Wenn dieser Vorgang jedoch beschleunigt wird, so bilden sich Schuppen.
Der normale Lebenszylus einer Hautzelle dauert etwa 4 Wochen an. Äußere Faktoren wie etwa Stress, Hormone oder eine falsche Ernährung können diesen Lebenszeitraum jedoch verkürzen und die Neubildung der Haut beschleunigen.
Verstärkte Schuppenbildung weist darauf hin, daß das leicht saure Milieu der Kopfhaut nicht in Ordnung ist. Ausgelöst wird das durch aggressive Shampoos, Haarfestiger oder Haarsprays, die Isoproppylalkohol enthalten.
Jedoch auch Stress und eine hormonelle Umstellung kann Schuppenbildung fördern.
Auf der schuppigen Haut kann sich der Hefepilz gut vermehren. Das löst dann Reaktionen wie Jucken und leichte Entzündungen aus. Zusätzlich wird die Schuppenbildung noch weiter beschleunigt.
Ursachen
Häufig erblich bedingte übermäßige Absonderung der Talgdrüsen der Kopfhaut. Auch Hormonstörungen (z. B. in den Wechseljahren) können eine Rolle spielen. Die genauen Ursachen von Kopfschuppen sind weitgehend unerforscht, doch fördern bestimmte Umstände die Kopfhauterkrankung: Streß, mangelnde Hygiene (zu seltenes Haarewaschen), Neigung zu Hautkrankheiten wie z. B. Akne, Fettleibigkeit, Mißbrauch von Kopfhaut-Kosmetika (z. B. alkoholhaltige, stark trocknende Tinkturen). Auch zu heißes, feuchtes Wetter oder aber zu kaltes, trockenes Wetter kann die Bildung von Kopfschuppen begünstigen.
Was kann man tun?
Anti-Schuppen-Shampoos können helfen. Aber Vorsicht: Dauerhaft angewendet können sie der Kopfhaut schaden. Eine Kur mit Anti-Schuppen-Shampoo sollte nicht länger als 4 Wochen andauern.
Besser sind Haarwasser oder Tinkturen mit Brennessel, Birke und Rosmarin. Innerlich kann man Brennesseltee oder Tees aus Löwenzahn und Schachtelhalm trinken. Diese Tees fördern den Stoffwechsel und regulieren somit das gesunde Wachstum der Kopfhaut.
Teebaumöl kann auch Hilfe bringen, jedoch treten manchmal allergische Reaktionen auf. Es tötet Pilze und fördert die Durchblutung.
Rezepte bei Schuppen
Nehmen Sie 500 g frisches Brennesselkraut
1 Liter Alkohol 70%
Zerquetschen Sie das Brennesselkraut und übergießen Sie es mit dem Alkohol. Dann für eine Woche stehen lassen. Nach dieser WOche auspressen und nach Belieben parfümieren (z.B. mit Rosenöl).
Zwei Händevoll Kapuzinerkresse in kaltem Wasser aufsetzen, zum Kochen bringen und eine Viertelstunde leise köcheln lassen. Durch ein Sieb gießen und nach dem Haarewaschen als letztes Spülwasser verwenden.
Schuppen am Kopf
Nehmen Sie dazu:
30 g Katzenschwanz
50 g Weihwedel
20 g Rosmarin
20 g Wermut
20 g Wallwurz
Kräuter werden gemischt. Auf einen Liter Wasser nimmt man 4 Esslöffel von dieser Kräutermischung, bereitet einen Absud und wäscht damit den Kopf
Nehmen Sie zu gleichen Teilen
Brennesselkraut
Kamillenblüten
Salbeiblättern
und gießen Sie dies mit heißem Wasser auf, dann 10 Minuten ziehen lassen, absieben und die Haare damit waschen.
Haarwasser
50 Gramm Seifenkrautwurzeln, 50 Gramm Buchsbaumblätter und -holz und 30 Gramm Klettenwurzeln werden 10 Minuten in 1 Liter Wasser gekocht. Am Abend die Kopfhaut kräftig damit einreiben, dies mehrere Tage wiederholen.
Schuppen und fettige Haare
Gegen Schuppen und fettiges Haar kann Hamamelis-Wasser (ca. 80 ml) helfen. Geben Sie dazu ungefähr 20 ml Birkenblättertinktur und drei Tropfen Melissenöl. In eine Flasche geben und gut vermischen. Dreimal am Tag in die Kopfhaut einmassieren.
Brennesselsaft gegen Schuppen
Ein Pfund Brennesseln mit einem halben Liter Wasser aufkochen, kalt werden lassen und absieben. Kann als Haarwasser vor dem Haarewaschen auf die Kopfhaut eingerieben werden.
Kochsalz gegen Schuppen
Gegen Schuppen kann eine Handvoll Kochsalz, das man in lauwarmem Wasser auflöst und damit die Haare nach dem Waschen gründlich abspült, helfen.