Die Vogelmiere ist ein kleines und zierliches Kraut, in dem viele Menschen leider nur ein Unkraut sehen. Tatsächlich jedoch ist in der Vogelmiere ein hoher Anteil an Vitaminen und Mineralien enthalten, so daß man die Vogelmiere möglichst oft in seinen Speiseplan einbauen sollte.
Die Stängel der Vogelmiere sind lang und dünn und wachsen wirr durcheinander, die Vogelmiere hat winzige weiße Blüten und ist oft auf brachliegenden Feldern zu finden, manchmal aber auch in Gemüsebeeten und den Blumentöpfen.
Die Vogelmiere wächst auf feuchten fetten Böden, gerne im Halbschatten, gerne auch in der Sonne, besonders gut wächst sie jedoch auf Stickstoff reichen Böden.
Interessant ist, daß die Vogelmiere bei nahenden Regen ihre kleinen weißen Blüten schließt, bevor das Innere nass wird.
Die Vogelmiere ist schon seit langer Zeit bekannt für ihre Wirkung gegen allerlei Krankheiten, so hat zum Beispiel Pfarrer Kneipp die Vogelmiere gegen Hämorrhoiden, bei Lungenleiden, und bei Verschleimungen der Nieren und der Blase empfohlen.
Desweiteren wird die Vogelmiere als Mittel für die Augen empfohlen, das die Sehkraft stärkt, gekochte Vogelmiere soll Blut bilden, zudem soll die Vogelmiere herzschwachen Menschen helfen.
Verwendet wird dazu das oberirdisch wachsende Kraut, daß man das ganze Jahr über pflücken kann, auch im Winter.
Volksnamen der Vogelmiere
Hühnerabbiss, Hühnerdarm, Meier, Vögelichrut, Sternenkraut, Kanarienvögelkraut, Mäusedarm
In der Vogelmiere enthalten sind unter anderem:
Saponine
Mineralstoffe wie Kalium, Kupfer, Magnesium, Phosphor, Zink, Kalzium, Eisen
Dieser Mix an Inhaltsstoffen sorgt dafür, daß der Körper mit viel Energie versorgt wird, was man zum Beispiel besonders im Winter ausnutzen kann und natürlich bei jeglicher Art von Krankheit, wenn der Körper Energie benötigt, um wieder gesund zu werden.
Tee mit Vogelmiere
Einen Tee aus Vogelmiere stellt man aus zwei Teelöffeln des getrockneten Vogelmierenkrautes oder auch aus frischem Kraut her, die man in eine Tasse kochendes Wasser gibt und dann für fünf Minuten ziehen läßt, dann absieben.
Übrigens ist frisches Kraut wesentlich besser, man sollte es nutzen, wenn man es zur Hand hat.
Vogelmieren-Tinktur
Um eine Tinktur mit Vogelmiere herzustellen, nehmen Sie 2 Handvoll geschnittenes Vogelmierenkraut, das Sie in ein Glas geben und mit Schnaps, Wodka oder anderem Alkohol übergießen. Dann bis zu 4 Wochen stehen lassen und danach absieben, schließlich in eine Flasche umfüllen.
Eine Vogelmieren-Salbe
...kann gegen Pickel, bei Rheuma, bei Verbrennungen, Ekzemen, bei Schnitten, bei Ausschlägen, Furunkel und Wundrose helfen.
Als Badezusatz
…hilft die Vogelmiere das Jucken bei Ausschlägen zu mildern. Stellen Sie dazu einen Liter Tee her und geben Sie diesen Tee dem Badewasser bei.
Auflagen mit frischem Vogelmieren-Kraut
... helfen unter anderem bei Insektenstichen, bei Wunden oder Entzündungen.
Zerdrücken Sie dazu etwas Vogelmieren-Kraut und geben Sie es auf die betroffenen Stellen.
Durch die in der Vogelmiere enthaltenen Stoffe, u.a. Vitamine und Mineralien, wird beschädigtes Gewebe erneuert, Entzündungen und Schwellungen wird vorgebeugt bzw. sie bilden sich zurück.
Übrigens sollen solche Auflagen auch bei einer Bindehautentzündung und bei überanstrengten, roten Augen helfen.
Des weiteren werden Auflagen empfohlen bei Rheuma, Gicht, Rückenschmerzen und Schleimbeutelentzündungen.